Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Bitter: Füchse verlieren in letzter Minute
16.11.2005 | 17:04 Uhr von
Schlusslicht Weißwasser unterliegt Essen mit 2:3. Statt des erhofften Maxi-Menüs mit dem ersten Heimsieg der Saison gab es für die Lausitzer Füchse und ihren neuen Torhüter Nolan McDonald im Kellerduell der 2. Bundesliga eine weitere Enttäuschung. Durch das Last-Minute-Tor von Curtis Sheptak elf Sekunden vor dem Ende unterlag das Schlusslicht gestern Abend dem Tabellen-Zwölften Moskitos Essen mit 2:3. Vor 1725 Zuschauern schossen Dirk Rohrbach und Morgen Warren die sehr engagiert startenden Füchse nach elf Minuten mit 2:0 in Führung. Essen kam ab dem zweiten Drittel besser ins Spiel und durch Stephan Wilhelm (16.) sowie Patrick Vozar (25.) zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. „Wir haben es mit der Führung im Rücken versäumt, die Partie zu entscheiden. Eine bessere Ausgangsposition gibt es eigentlich nicht“, kritisierte Cheftrainer Fred Carroll. Nolan McDonald lieferte nach mehrmonatiger Wettkampfpause insgesamt ein solides Debüt b ei seiner Rückkehr in die 2. Liga ab. Einige Unsicherheiten bügelte der 28-jährige ehemalige Landshuter mit viel Routine aus.
Die Gastgeber mussten ohne ihren gesperrten Kapitän Mattias Wikström auskommen. Dafür führte Lars Müller die Mannschaft aufs Eis. Die erste kritische Situation hatten die Füchse gleich in der Anfangsphase zu überstehen. Aber mit großer Einsatzbereitschaft wurde trotz mehrminütiger Unterzahl ein früher Rückstand verhindert. Der Doppelschlag zum 2:0 durch Dirk Rohrbach und Morgen Warren gab Weißwasser dann zusätzliches Selbstvertrauen. Anschließend bestand sogar mehrmals die Chance, den Zwei-Tore-Vorsprung auszubauen. Stattdessen kam Essen noch vor der Pause zum 1:2-Anschlusstreffer.
Das zweite Drittel ging an die Gäste, die mit Ausnahme der ersten Minuten klar tonangebend waren. Der 2:2-Ausgleich war aus Weißwasseraner Sicht dennoch unnötig. Denn nach einem eigenen Angriff ließen sich die Füchse auskontern, sodass der neue Torhüter Nolan McDonald auf verlorenem Posten stand.
Im letzten Drittel wurden die Gastgeber wieder stärker, konnten allerdings nicht den entscheidenden Treffer erzielen. Deshalb durfte Essen am Ende jubeln. Nach einem Gewühl vor dem Tor stocherte Sheptak den Puck irgendwie ins Weißwasseraner Tor.
Am Rande der Partie bestätigte Routinier Vadim Kulabuchov seinen Abschied aus Weißwasser. Der Rekord-Torschütze des Vereins, der seit 1995 in 465 Spielen insgesamt 199 Tore für die Füchse erzielte, wird heute einen Vertrag beim Regionalligisten Adendorfer EC unterschreiben: „Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Weißwasser. Aber das Leben geht weiter, ich möchte noch einige Zeit Eishockey spielen“, sagte der 36-jährige Ukrainer. Er hatte in der laufenden Spielzeit keinen Profi-Vertrag mehr erhalten, hielt sich aber weiterhin mit dem Zweitliga-Team der Füchse fit und arbeitete daneben als Nachwuchstrainer.
(Quelle: Lausitzer Rundschau)
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