Raubein Sean Gagnon soll den Füchsen ab sofort wieder mehr Killer-Instinkt beibringen.
Trotz des neuen Torhüters Nolan McDonald schafften die Lausitzer Füchse am Dienstag beim 2:3 gegen die Moskitos Essen wieder nicht die Wende. Deshalb hat der gestern zurückgekehrte Publikumsliebling Sean Gagnon eine ganz schwere Mission zu erfüllen. Er soll dem abgeschlagenen Zweitliga-Schlusslicht mehr Killer- Mentalität beibringen. «Sean ist unser letzter Joker» , sagt Geschäftsführer René Reinert über das kanadische Raubein. Bei seiner Ankunft gestern Mittag auf dem Flughafen Dresden bekam Gagnon umgehend mit, dass nicht unbedingt eitel Sonnenschein herrscht. Denn es regnete in Strömen, als das Empfangskomitee um René Reinert und einigen Fans den 28-jährigen Kanadier begrüßte. Grau in Grau – so lässt sich auch die Lage im Fuchsbau beschreiben.
Mit nur einem Sieg aus 17 Spielen hat Weißwasser einen katastrophalen Saisonstart hingelegt. Die Last-Minute-Heimniederlage im Kellerduell gegen Essen war eine weitere Enttäuschung. Vor allem die Umstände sorgten für Unmut bei der sportlichen Führung. Trotz einer 2:0-Führung bereits im ersten Drittel wurde die Partie noch aus der Hand gegeben. Elf Sekunden vor dem Ende besiegelte das dritte Essener Tor den K.o. «Eine bessere Ausgangsposition als diese Führung gibt es eigentlich nicht. Leider hat vielen Spielern der nötige Killer-Instinkt gefehlt, um das Ergebnis auszubauen und das Spiel nach Hause zu bringen» , schimpfte Cheftrainer Fred Carroll.
Angesichts solcher Mangel- Erscheinungen verwundert es nicht, dass die Ankunft von Gagnon wie die Heimkehr des Messias gefeiert wird. Mit seinen mindestens 110 Kilogramm verkörpert der Verteidiger jene Tugenden, die einigen anderen Spielern fehlen. Er schont sich nicht in den Zweikämpfen und attackiert konsequent den Gegner. Zwar nicht immer fair, aber dafür Respekt einflößend. Mit 211 Strafminuten gehörte Gagnon in der vergangenen Saison zu den Raubeinen der Liga.
«Ich bin zurück!» An die gewohnt markige Kampfansage des «Dicken» knüpft sich deshalb die Hoffnung, dass die Füchse nun endlich an bessere Zeiten anschließen können. Möglichst schon morgen im Heimspiel gegen den SC Bietigheim/ Bissingen (Beginn um 19.30 Uhr), wenn der Mann mit der Rückennummer 15 sein Comeback feiert.
Denn Gagnon ist in der Tat so etwas wie der letzte Joker für den Traditionsverein. Mit der Trennung von Trainer Horymir Sekera nach nur sechs Spieltagen, der Beurlaubung von Abwehrspieler Lukas Slavetinsky wegen Probleme außerhalb der Eisfläche und den Verpflichtungen des neuen Coaches Fred Carroll sowie Torhüter Nolan McDonald hat die Füchse-Führung schon fast alle Mittel des Krisenmanagements ausgeschöpft. «Ich hoffe, dass jetzt auch der letzte Spieler begriffen hat, wie ernst die Lage ist. Es muss endlich wieder sportlicher Erfolg her» , lautet die unmissverständliche Vorgabe von Geschäftsführer René Reinert für die nächsten Wochen.
Doch ob ein Gagnon allein die Probleme lösen kann, ist fraglich. Zumal immer offenkundiger wird, dass es dem Team an Führungsspielern mangelt, die auch in kritischen Situationen die Verantwortung übernehmen. Stattdessen fielen Morgan Warren und Daryl Andrews gegen Essen zum wiederholten Mal durch unnötige Strafzeiten in der entscheidenden Phase auf. «So etwas darf einfach nicht passieren. Wenn bei solch wichtigen Leuten die Konzentration fehlt – dann gute Nacht» , meint Trainer Fred Carroll.
Deshalb lautet die Frage: Kann Sean Gagnon zumindest wieder etwas Erleuchtung in den grauen Alltag der Lausitzer Füchse wuchten? (Quelle: Lausitzer Rundschau)
1 | kojoti | 17.11.2005 @ 08:22
Bleiben wir bei den Fakten, der Mann is 32.
2 | Guerrero | 17.11.2005 @ 11:00
Der letzte Joker ? Wird danach mit offenen Karten gespielt ? Mir wird ganz übel, wenn ich daran denke, wenn sich der Erfolg mit Gagnon nicht einstellen sollte. Ich wünsche ihm am morgigen Freitag einen dankbaren Auftritt und unseren Füchsen ein ähnliches spannendes und torreiches Spiel, wie es sich die Steelers am Dienstag im Schwabenderby gegen die Wildwings geliefert haben.
3 | Erwin | 17.11.2005 @ 14:07
Bin mal gespannt, wer dafür auf die Tribüne muß. Mein Tipp: #24 und #71.
4 | Her-Bert | 17.11.2005 @ 15:21
@2 - Mir wird nicht übel. Ich finde es ist doch eine gute Sache, das auch auf die Fans Rücksicht genommen wurde. Wir haben uns doch fast alle in den letzten Wochen den "DICKEN" herbeigesehnt. Jetzt ist er da und es wird schon wieder schwarz gesehen.--DIES EWIGEN PESSIMISTEN-- Oh mir wird schlecht!!
5 | kojoti | 17.11.2005 @ 15:59
eben, schlimmer werden kanns ja kaum noch.
6 | pillepalle | 17.11.2005 @ 16:14
@ 5 doch wenn uns die Kohle ausgeht (ich will es nicht hoffen)
7 | Joshi | 17.11.2005 @ 16:36
Is doch ganz clever vom Reinert. Wenn es sportlich am Ende trotzdem nicht laufen sollte, kann ihm niemand vorwerfen nicht alles getan zu haben. Ich für meinen Teil habe eh nicht mehr viel Hoffnung, deshalb lieber mit wehenden Fahnen untergehn.
8 | Her-Bert | 17.11.2005 @ 20:34
Leute, nun haltet mal den Puck schön flach! Herr R. hat bestimmt alles mögliche versucht. Die echten Fans haben auch ihre dazugehörigkeit bewiesen (Spendenaktion,usw.). Alles andere müssen die Spieler allein verantworten!! Herr Reinert und die echten Fans haben von ihrer Seite bestimmt alles mögliche getan. Wir werden sehen, wenn nur 6 der 8 Ausländer spielen dürfen. Denn Geld möchte jeder verdienen oder( bekommen).Ich denke, hier wird sich bald etwas ändern.
9 | Drahtknecht | 17.11.2005 @ 20:56
wie ist denn das gemeint mit 32 Jahre alt ? ich bin fast 30-und ? Sportliche Leistung hat doch nichts mit dem Alter, jedenfalls nicht um die 30, zu tun - sondern eher mit der persönlichen Fitness? Selbst wenn er schwer ist, träge und weiss ich was - wer will ihm momentan im Kader was gross vormachen?
10 | Klaus | 17.11.2005 @ 21:24
Wenn der, unübersehbar, DICKE nicht einschlägt, weil er Defizite im Bereich der Fitness haben sollte, kann Reinert seinen Hut nehmen. Auf alle Fälle ein SEHR schmaler Grat auf dem Reinert da wandert.
11 | Drahtknecht | 17.11.2005 @ 21:37
wer nicht wagt - der nicht gewinnt
12 | René44 | 17.11.2005 @ 21:52
@9 - Ich denke es sollte einfach nur eine Berichtigung des Alters im Artikel sein. Nicht 28, sondern 32 Jahre alt eben.
13 | kojoti | 17.11.2005 @ 22:59
genauso war das gedacht
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Trotz des neuen Torhüters Nolan McDonald schafften die Lausitzer Füchse am Dienstag beim 2:3 gegen die Moskitos Essen wieder nicht die Wende. Deshalb hat der gestern zurückgekehrte Publikumsliebling Sean Gagnon eine ganz schwere Mission zu erfüllen. Er soll dem abgeschlagenen Zweitliga-Schlusslicht mehr Killer- Mentalität beibringen. «Sean ist unser letzter Joker» , sagt Geschäftsführer René Reinert über das kanadische Raubein. Bei seiner Ankunft gestern Mittag auf dem Flughafen Dresden bekam Gagnon umgehend mit, dass nicht unbedingt eitel Sonnenschein herrscht. Denn es regnete in Strömen, als das Empfangskomitee um René Reinert und einigen Fans den 28-jährigen Kanadier begrüßte. Grau in Grau – so lässt sich auch die Lage im Fuchsbau beschreiben.
Mit nur einem Sieg aus 17 Spielen hat Weißwasser einen katastrophalen Saisonstart hingelegt. Die Last-Minute-Heimniederlage im Kellerduell gegen Essen war eine weitere Enttäuschung. Vor allem die Umstände sorgten für Unmut bei der sportlichen Führung. Trotz einer 2:0-Führung bereits im ersten Drittel wurde die Partie noch aus der Hand gegeben. Elf Sekunden vor dem Ende besiegelte das dritte Essener Tor den K.o. «Eine bessere Ausgangsposition als diese Führung gibt es eigentlich nicht. Leider hat vielen Spielern der nötige Killer-Instinkt gefehlt, um das Ergebnis auszubauen und das Spiel nach Hause zu bringen» , schimpfte Cheftrainer Fred Carroll.
Angesichts solcher Mangel- Erscheinungen verwundert es nicht, dass die Ankunft von Gagnon wie die Heimkehr des Messias gefeiert wird. Mit seinen mindestens 110 Kilogramm verkörpert der Verteidiger jene Tugenden, die einigen anderen Spielern fehlen. Er schont sich nicht in den Zweikämpfen und attackiert konsequent den Gegner. Zwar nicht immer fair, aber dafür Respekt einflößend. Mit 211 Strafminuten gehörte Gagnon in der vergangenen Saison zu den Raubeinen der Liga.
«Ich bin zurück!» An die gewohnt markige Kampfansage des «Dicken» knüpft sich deshalb die Hoffnung, dass die Füchse nun endlich an bessere Zeiten anschließen können. Möglichst schon morgen im Heimspiel gegen den SC Bietigheim/ Bissingen (Beginn um 19.30 Uhr), wenn der Mann mit der Rückennummer 15 sein Comeback feiert.
Denn Gagnon ist in der Tat so etwas wie der letzte Joker für den Traditionsverein. Mit der Trennung von Trainer Horymir Sekera nach nur sechs Spieltagen, der Beurlaubung von Abwehrspieler Lukas Slavetinsky wegen Probleme außerhalb der Eisfläche und den Verpflichtungen des neuen Coaches Fred Carroll sowie Torhüter Nolan McDonald hat die Füchse-Führung schon fast alle Mittel des Krisenmanagements ausgeschöpft. «Ich hoffe, dass jetzt auch der letzte Spieler begriffen hat, wie ernst die Lage ist. Es muss endlich wieder sportlicher Erfolg her» , lautet die unmissverständliche Vorgabe von Geschäftsführer René Reinert für die nächsten Wochen.
Doch ob ein Gagnon allein die Probleme lösen kann, ist fraglich. Zumal immer offenkundiger wird, dass es dem Team an Führungsspielern mangelt, die auch in kritischen Situationen die Verantwortung übernehmen. Stattdessen fielen Morgan Warren und Daryl Andrews gegen Essen zum wiederholten Mal durch unnötige Strafzeiten in der entscheidenden Phase auf. «So etwas darf einfach nicht passieren. Wenn bei solch wichtigen Leuten die Konzentration fehlt – dann gute Nacht» , meint Trainer Fred Carroll.
Deshalb lautet die Frage: Kann Sean Gagnon zumindest wieder etwas Erleuchtung in den grauen Alltag der Lausitzer Füchse wuchten? (Quelle: Lausitzer Rundschau)