Der letzte Joker sticht: Sean Gagnon reißt alle mit
"Er ist unser letzter Joker", hatte Weißwassers Geschäftsführer René Reinert Rückkehrer Sean Gagnon angekündigt. Und nach den ersten beiden Einsätzen des Schwergewichtes im EHC-Dress ist nicht ausgeschlossen, dass der letzte Joker sticht. Nicht nur ergebnismäßig konnten die Lausitzer Eishockeyfüchse erstmals in dieser Saison normalen Ansprüchen genügen. "Das war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung", zog Trainer Fred Carroll seine Wochenendbilanz nach dem ersten Saison-Heimsieg (im 10. Heimspiel) mit 4:3 nach Penaltyschießen über den SC Bietigheim-Bissingen und dem 4:5 nach Verlängerung in Freiburg. Zudem war der Oberfuchs vom Auftreten des als "Raubein" verschrieenen Gagnon angetan: "Sean hat eine absolut positive Ausstrahlung in der Kabine. Mit seinem Selbstvertrauen reißt er andere mit."
Das Comeback des kanadischen Verteidigers wurde allerdings schon nach acht Sekunden jäh unterbrochen. Beim Match gegen den SCBB schickte Referee Heino Kathmann aus Hamburg Gagnon nach dem ersten Check postwendend auf die Strafbank. Es sollte die einzige Strafe an diesem Abend bleiben. Allerdings gab es noch reichlich Aufreger. So versagte der Unparteiische einem Treffer von Jörg Wartenberg in der 5. Minute wegen angeblichem Torraumabseits die Anerkennung. Und auch Morgan Warrens Wembley- Tor nach 30 Minuten fand keinen Eingang in die Statistiken. Dafür war Sean Gagnon bei zwei Kontern der Bietigheimer zu langsam und zu zahm, was Eric Schneider zur 2:0- Führung der Gäste nutzte. "Danach habe ich den Jungs gesagt, sie sollen ihren Frust in positive Energien ummünzen", beschrieb Fred Carroll seine Pausenansprache. Und tatsächlich kämpften sich die Füchse ins Match zurück und ließen sich auch vom zwischenzeitlichen 1:3 nicht aus der Bahn werfen. Beim 3:3 verbuchte Gagnon seinen ersten Scorerpunkt. Im Penaltyschießen mutierten Keeper Nolan McDonald und André Mücke zu Helden: Während "Big Mac" alle Strafschüsse killte, konnte nur "Fliege" seinen Penalty verwandeln.
"Endlich gab's mal wieder ein Lebenszeichen von der Mannschaft", freute sich Geschäftsführer René Reinert. Und die Blau-Gelben bewiesen auch im Breisgau Moral. Viermal egalisierten sie einen Rückstand, wobei Sean Gagnon seinen ersten Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2 erzielte. Dass es am Ende nur zu einem Punkt reichte, lag erneut auch an mehreren unglücklichen Entscheidungen von Schiedsrichter Seckler. Nicht nur, dass das Strafenverhältnis mit 20 zu 8 Strafminuten deutlich zu Gunsten der Weißwasseraner ausfiel. In der Verlängerung versagte der Mann in Schwarz- Weiß den Füchsen höchst umstritten den möglichen Siegtreffer. "Das Tor hätte zählen müssen, weil Rochefort seinen Schlittschuh nicht in Richtung Puck bewegte. Als ich den Referee darauf ansprach sagte er mir, 'Rocky' hätte den Fuß heben müssen. So einen Quatsch habe ich noch nicht gehört", ereiferte sich Fred Carroll und fügte an: "Dennoch gehen wir aus diesem Wochenende gestärkt hervor."
Schiris und Regelkunde! Das ist zumindest mal einen Brief an den DEB wert, mit bitte um Nachschulung des Betreffenden.
2 | SEFI | 22.11.2005 @ 11:24
Tja, sowas kommt raus wenn ehemalige Spieler zu "Unparteiischen" mutieren.
3 | gonzo | 22.11.2005 @ 17:55
Wann wird endlich auch in der 2. Liga der Video-Bewies eingeführt ? Freitag einen Punkt eingebüßt und am Sonntag ebenfalls. Diese Technik kostet doch mittlerweile kein Geld mehr.
4 | mat | 22.11.2005 @ 18:33
Videobeweis!?
Gibts schon in der 2.BL. Oder verpeile ik hier was???
5 | Andi | 23.11.2005 @ 12:30
In der 2. Liga gibts den leider noch nicht, obwohl in fast jedem Stadion Kameras von regionalen Sendern die Spiele verfolgen und somit eigentlich rein technisch keine größeren Schwierigkeiten zu erwarten wären. Ich bin aber der Meinung, das bei so einem klaren Treffer wie er am Freitag erzielt wurde auch kein Videobeweis mehr hilft. Wenn der Schiri will, dass es kein Tor war, dann sieht er eben auch auf dem Video ein Torraumabseits.
6 | SEFI | 23.11.2005 @ 13:19
Es geht geht ja mit Sicherheit auch nicht darum, ob Kameras von Sendern da sind oder nicht. Und bei dem Thema Technik und Kosten würd ich mich nicht soweit rauslehnen.
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"Er ist unser letzter Joker", hatte Weißwassers Geschäftsführer René Reinert Rückkehrer Sean Gagnon angekündigt. Und nach den ersten beiden Einsätzen des Schwergewichtes im EHC-Dress ist nicht ausgeschlossen, dass der letzte Joker sticht. Nicht nur ergebnismäßig konnten die Lausitzer Eishockeyfüchse erstmals in dieser Saison normalen Ansprüchen genügen. "Das war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung", zog Trainer Fred Carroll seine Wochenendbilanz nach dem ersten Saison-Heimsieg (im 10. Heimspiel) mit 4:3 nach Penaltyschießen über den SC Bietigheim-Bissingen und dem 4:5 nach Verlängerung in Freiburg. Zudem war der Oberfuchs vom Auftreten des als "Raubein" verschrieenen Gagnon angetan: "Sean hat eine absolut positive Ausstrahlung in der Kabine. Mit seinem Selbstvertrauen reißt er andere mit."
Das Comeback des kanadischen Verteidigers wurde allerdings schon nach acht Sekunden jäh unterbrochen. Beim Match gegen den SCBB schickte Referee Heino Kathmann aus Hamburg Gagnon nach dem ersten Check postwendend auf die Strafbank. Es sollte die einzige Strafe an diesem Abend bleiben. Allerdings gab es noch reichlich Aufreger. So versagte der Unparteiische einem Treffer von Jörg Wartenberg in der 5. Minute wegen angeblichem Torraumabseits die Anerkennung. Und auch Morgan Warrens Wembley- Tor nach 30 Minuten fand keinen Eingang in die Statistiken. Dafür war Sean Gagnon bei zwei Kontern der Bietigheimer zu langsam und zu zahm, was Eric Schneider zur 2:0- Führung der Gäste nutzte. "Danach habe ich den Jungs gesagt, sie sollen ihren Frust in positive Energien ummünzen", beschrieb Fred Carroll seine Pausenansprache. Und tatsächlich kämpften sich die Füchse ins Match zurück und ließen sich auch vom zwischenzeitlichen 1:3 nicht aus der Bahn werfen. Beim 3:3 verbuchte Gagnon seinen ersten Scorerpunkt. Im Penaltyschießen mutierten Keeper Nolan McDonald und André Mücke zu Helden: Während "Big Mac" alle Strafschüsse killte, konnte nur "Fliege" seinen Penalty verwandeln.
"Endlich gab's mal wieder ein Lebenszeichen von der Mannschaft", freute sich Geschäftsführer René Reinert. Und die Blau-Gelben bewiesen auch im Breisgau Moral. Viermal egalisierten sie einen Rückstand, wobei Sean Gagnon seinen ersten Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2 erzielte. Dass es am Ende nur zu einem Punkt reichte, lag erneut auch an mehreren unglücklichen Entscheidungen von Schiedsrichter Seckler. Nicht nur, dass das Strafenverhältnis mit 20 zu 8 Strafminuten deutlich zu Gunsten der Weißwasseraner ausfiel. In der Verlängerung versagte der Mann in Schwarz- Weiß den Füchsen höchst umstritten den möglichen Siegtreffer. "Das Tor hätte zählen müssen, weil Rochefort seinen Schlittschuh nicht in Richtung Puck bewegte. Als ich den Referee darauf ansprach sagte er mir, 'Rocky' hätte den Fuß heben müssen. So einen Quatsch habe ich noch nicht gehört", ereiferte sich Fred Carroll und fügte an: "Dennoch gehen wir aus diesem Wochenende gestärkt hervor."
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 22.11.2005