Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Keine Emotionen, keine Siege
29.11.2005 | 07:05 Uhr von
Trainer Carroll kritisiert leblose Vorstellung des Schlusslichts der 2. Bundesliga und würde am liebsten einige Profis rauswerfen
Die Gesichter der treuen Fans im Fuchsbau sind derzeit mindestens genau so lang wie die Niederlagenserie des Tabellenletzten der 2. Liga.
Mit dem 0:3 bei den Landshut Cannibals und dem 1:3 zu Hause gegen die Eisbären Regensburg kassierten die Lausitzer Füchse am zurückliegenden Wochenende bereits die Pleiten Nummer 18 und 19 – eine desaströse Bilanz, die nur noch 1390 Zuschauer sehen wollten. Für lange Gesichter sorgt zudem die Tatsache, dass Aussicht auf Besserung nicht in Sicht scheint. Stattdessen droht eine wochenlange Tristesse bis zum Start der Abstiegsrunde am 12. März 2006, in der es um die Existenz des Traditionsvereins aus Weißwasser geht.
Eines ist inzwischen klar: Die Hoffnung, dass der kürzliche Heimsieg gegen den SC Bietigheim/Bissingen endlich die dauerhafte Wende zum Besseren einleitet, erfüllte sich nicht. «Die Art und Weise der Niederlage gegen Regensburg wirft uns dahin zurück, wo wir vor acht Wochen waren» , konstatierte Füchse-Cheftrainer Fred Carroll.
Auch dem Nachfolger des bereits nach sechs Spieltagen beurlaubten Horymir Sekera stand am Sonntag die Resignation ins Gesicht geschrieben. Zum wiederholten Mal sprach der 42-Jährige einigen Profis die Zweitliga-Tauglichkeit ab und kritisierte in seinem Rundumschlag die mangelhafte Einstellung. «Einige Spieler müssen endlich den ersten Schritt machen. Sonst mache ich ihn – mit dem linken oder rechten Fuß» , wetterte Carroll über die streckenweise regelrecht leblose Vorstellung.
Im Grunde genommen hat längst die Vorbereitung auf die Abstiegsrunde begonnen. Entsprechend sieht das Training aus. Vor allem im konditionellen Bereich wurde hart gearbeitet. Als zusätzliche Schwächung kam ein Grippe-Virus hinzu, der neben den pausierenden Mattias Wikström und André Koalick die halbe Mannschaft erfasste. Aber eine Entschuldigung sei dies laut Carroll nicht: «Mir fehlen die Emotionen innerhalb der Mannschaft, gerade in einem Heimspiel. Ohne Herz und Leidenschaft geht es nicht. So können wir keine Spiele gewinnen.»
Auch gegen Regensburg zeigte sich, dass insbesondere vor dem Tor die Durchschlags kraft fehlt. Speziell bei den Überzahlspielen lief nicht viel zusammen. «Man muss vor dem Tor auch mal dort hingehen, wo es weh tut. Dazu sind bei uns nur wenige Spieler bereit» , kritisierte Carroll.
Großartige Änderungen im Kader sind mitten in der Saison indes nicht möglich. Denn zum Leidwesen des Coaches haben die Spieler natürlich «gültige Verträge bis zum Saisonende. Wenn eine Kündigung zum Monatsende möglich wäre, dann hätten wir uns mit Sicherheit schon von dem einen oder anderen Spieler getrennt» .
Dennoch ist nicht auszuschließen, dass es nach Lukas Slavetinsky demnächst noch weitere Beurlaubungen gibt. Die Liste der möglichen Kandidaten ist jedenfalls lang. Sie ist mindestens genau so lang wie die Niederlagenserie und auch die Gesichter im Fuchsbau. (Frank Noack)

Quelle:
Lausitzer Rundschau vom 29.11.2005
1249 mal gelesen
 
1 | Hoywoyfux | 29.11.2005 @ 21:51
Genau - keine Emotionen gibt es derzeit. Wir müssen uns alle der Tristesse bewußt sein. Ich kann es weiter nur betonen - durchhalten - auch wenn einige auf dem Eis offenbar ihr Privatspielchen machen. Das am Sonntag war wieder der taktiklose Hühnerhaufen. Ich hab so das Gefühl, bei manchem hat der Spielerberater schon die Verträge für die nächste Saison im Kasten. Hier ist die Führung gefordert. Arbeitsrechtlich gibt es Mittel und im Zeugnis eines Eishockeyspielers hat selbst eine Abmahnung
2 | Hoywoyfux | 29.11.2005 @ 21:55
Gewicht. Die müssen dazu gewzungen werden, Leidenschaft zu entwickeln und den Anweisungen des Trainers bedingungslos zu folgen ! Und die Aufgabe eines Arbeitnehmers ist es nunmal mit Initiative seinen Job zu machen. Auch wenn ich unseren Kapitän sehr mag - aber wenn Wikki sich lieber am Sonntag auf der Bank mit seinem Handy beschäftigt, dann sehe ich, dass er seine Gedanken während des Spiels nicht zu 100 % auf dem Eis hat !- Was unseren Trainer angeht - FC muß sich gefallen lassen, dass
3 | Hoywoyfux | 29.11.2005 @ 22:00
er das Manko Überzahlspiel seit Bietigheim nicht ausreichend geübt hat- trotz er von vielen Seiten diese sachlichen Hinweise gehört haben muß ! Und wenn ich die Herren nachts um 2 Uhr antreten lassen hätte... - Gut Dampf (teilweise nun abgelassen) - wir bleiben bei der Gretchenfrage : WAS HABEN WIR FÜR EINE ALTERNATIVE --- keine mehr. Deshalb nun Augen zu und durch. Die Tristess wird verbleiben und wir müssen alle begreifen, dass alles, was jetzt kommt die Vorbereitung auf die Ab -
4 | Hoywoyfux | 29.11.2005 @ 22:05
stiegsrunde ist. Bis dahin gebe ich allen - ausdrücklich allen, also Spielern und Geschäftsführung Zeit zu arbeiten. Und ich bin mir sicher, dass wir am Ende jubeln werden- Wenn das Team derzeit nicht zweitligatauglich ist, Weißwasser und seine nimmer müde werdenden Fans aus 70 km Umgebung sind es allemal und wir werden es schaffen. Andere bekommen auch noch ihre Krisen.
5 | Mozart | 29.11.2005 @ 22:06
@hoywoyfuxx lese mal im Forum den Thread "Was muß sich ändern?..." Ciao Mozart!
6 | Hoywoyfux | 29.11.2005 @ 22:12
Noch was für Abergläubische : Den ganzen Zirkus hab ich zum Saisonbeginn irgendwie geahnt, als ich das etwas geradlinige Design der Trikots, vorallem aber den Wechsel der Trikotfarbe (Heim/Auswärts) vernehmen mußte - so hatte ich es auch gegenüber Frau Voigstberger vom Ice-shop verlautet. Mal ehrlich, das helle Gelb in unserer ESW-Halle hat die Spieler viel mehr zum Leuchten gebracht. Wenn mit Weihnachtstrikots alles besser werden sollte, dann muß wohl an der Hexerei was dran sein . . .
7 | Mozart | 29.11.2005 @ 22:14
Nur leider kann der Ice Shop nix für den Trikot(farb)wechsel... ;-) Ciao Mozart!
8 | Hoywoyfux | 29.11.2005 @ 22:29
Weiß ich, aber so ist es eben mit Vorahnungen- Zum Forum- Artikel : Sportlicher Leiter - dem kann ich nur zustimmen und hätte diese Sache mir bereits mit der Übernahme der Geschäftsführung durch RR gewünscht. Bei allem Respekt vor RR und seinem Engagement, es ist doch kaum zu schaffen, die EHC-geschäfte zu erledigen (was der Doc hauptberuflich schaffen mußte) und dann noch neben der sportlichen "Leitung" eine große Firma in Mulkwitz zu leiten. Und einen passenden Kandidaten hätte ich
9 | Hoywoyfux | 29.11.2005 @ 22:35
für den Sportdirektor auch. Er ist frisch gebackener Elektromeister und gibt in der 2. Drittelpause Interviews bei Radio WSW. So, und nun werden wir wieder nüchtern - wer soll das bezahlen ? Ich bleibe dabei. Ich sehe derzeit keine operative Möglichkeit mehr. Darum können solche Dinge erst im Frühjahr diskutiert werden. Deshalb durchhalten und der Mannschaft zeigen, dass sie es mit Rumpeleishockey nicht schafft, uns Fans von der Halle fernzuhalten. - Mir wäre es als Profi manchmal peinlich
10 | Hoywoyfux | 29.11.2005 @ 22:37
in WSW einkaufen zu gehen und mich sehen zu lassen. Statt dessen würd ich freiwillig nachts um 2 Uhr in die Eishalle zum Trainieren vom Überzahlspiel einrücken, weil ich die Peinlichkeit nicht mehr aushalten könnte.
11 | Kal Asch Nikov | 30.11.2005 @ 05:29
@ Hf, war das Forum blockiert ... warum hier so rumtexten?
12 | Zwiebl | 30.11.2005 @ 16:07
@11 Weil ins Forum kaum noch einer reinschaut. Da stehen doch eh nur Geburtstagsgrüße, Ergebnis-Tipps oder alberne Kommentare mit 100 Smileys drin. Ich habe solche Texte wie von Hoywoyfux jedenfalls lieber als Einzeiler. Und im Forum gehen sie nur unter.
13 | Polly | 01.12.2005 @ 12:01
wenigstens mal einer der sagt was er denkt und kein blatt vor dem mund nimmt. ich bin nur außenstehender weil ich net jedes mal 700km zum heimspiel fahr aber ich hab mittlwerweile auch gute und schlechte spiele geshen und wenn man dem HF glauben schenken kann (was ich mach) bin ich froh sowas nicht life gesehen zu haben . Punkt
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