Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Dreigespann bringt Unterhaltungswert ins Spiel
05.12.2005 | 00:19 Uhr von
Am heutigen Abend konnten die Füchse in einem skandalumwitterten Spiel den ersten Dreier im heimischen Fuchsbau einfahren. Die Hausherren gewannen gegen den EC Bad Tölz mit 4:3 (1:1,1:2,2:0).
Trainer Caroll hatte heute –abgesehen vom Grippe geplagten Richard Rochefort- alle Spieler zur Verfügung. Den Platz im Tor hatte heute wieder Nolan McDonald, sein Gegenüber war Mark Cavallin.
Über die Qualität des Spiels im ersten Drittel könnte man ohne weiteres den Mantel des Schweigens hüllen, denn beide Teams agierten auf niederem Niveau, die Füchse vielleicht noch mit mehr Schüssen auf das gegnerische Tor. Den ersten Treffer des Abends konnten allerdings die Tölzer Löwen für sich verbuchen, tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von Bigmac. Der hatte sich heute auf einen relativ weiten Ausflug gemacht (erinnerte schwer an Iiro), um den Puck unter Kontrolle zu bringen, wobei selbiges Spielgerät leider außer Kontrolle geriet und von BigMac direkt auf die Kelle von Jeff Hoad gespielt wurde, der keine Not hatte, den Puck ins leere Tor einzuschieben (10. Minute), bis dahin war von den Gästen nicht viel zu sehen. Zwei Minuten später konnte Martin Sekera im Nachschuss den verdienten Ausgleich markieren, auf Vorlage von Rohrbach und Lindmark. Wie schon erwähnt waren die beiden Tore das einzig Nennenswerte im ersten Drittel. Die 1205 Fans gingen wenig optimistisch in die Pause und mit gespannter Erwartungshaltung in das zweite Drittel, dürftiger konnte es kaum werden. Für den bis dahin fehlenden Unterhaltungswert sorgte dann das schwarze Dreigespann, angeführt von HSR Frenzel aus Zweibrücken. Die Hausherren fanden im Mitteldrittel besser ins Spiel, prüften Mark Cavallin mehrfach. Nach einer überstandenen Unterzahl (Wartenberg saß eine Strafe ab) gelang den Tölzer Löwen durch Nikolaus Maier die erneute Führung. Kurz darauf kassierte Josef Kottmair eine 2+10-Disziplinarstrafe, er hatte Wikki unsanft zu Boden gestreckt. Kaum waren die Löwen wieder komplett, kamen die Füchse ihrerseits zum Ausgleich. Wikström hatte den Puck auf den 2 Meter vor der blauen Linie frei stehenden Dicken abgelegt und der holte ohne zu überlegen aus und semmelte die Scheibe ins Netz, um dann mit völlig unbeteiligter Miene, als ob nichts gewesen wäre zur Bank zu fahren. Sein wohlbekanntes breites Grinsen zeigte dann aber, wie er sich er sich der Bedeutung seines Treffers wohl bewusst war. Kurz nach dem Treffer verhängte Schiri Frenzel eine Strafe gegen Jan Schinköthe, was den Füchsen ein Powerplay brachte. Dieses nutzte Martin Sekera nach Zuspiel von Lars Müller und brachte die Füchse erstmals in Führung. Dies wiederum verzückte die Fans auf den Rängen außerordentlich, wie dem Jubel auf den Rängen zu entnehmen war.
Doch was nun folgte ist eine weitere „amüsante“ Vorstellung der ´Allgemeinen Verunsicherten Schwarz-Weißen Schaustellerzunft`: Zur kurzen Zusammenfassung: Sekera haut Puck ins Tor, Schiri fährt zum Kampfgericht und gibt Treffer, Treffer erscheint auf der Anzeigetafel und alle freuen sich. Einer hatte da schwer was dagegen, der Tölzer Trainer Axel Kammerer. Er instruierte einen der Linesmen über eine Regelwidrigkeit des Dicken, die er gesehen haben wollte oder hat. Besagter Linesman macht sich schnurstracks auf den Weg zum Hauptschiedsrichter und unterrichtet diesen über das von Kammerer monierte Foul. Darauf hin entbrannten wilde Diskussionen auf dem Eis und die fragenden Gesichter bei den Fans wurden immer länger, weil sich niemand die plötzliche allgemeine Aufregung erklären konnte. Als der Referee dann erneut mit dem Kampfgericht sprach und die Füchse mit hängenden Schultern und verständnislosen Blicken zur Bank zurück fuhren und die 3 auf der Anzeigetafel wieder in eine 2 geändert wurde, war eines klar: Der Treffer wurde doch nicht anerkannt. Und nicht nur dass, plötzlich gab der Stadionsprecher eine 2+2+10 Strafe gegen den Dicken bekannt, selbige welcher beim nicht gegebenen Tor gar nicht auf dem Eis gestanden hatte. …. Soweit wir es rekonstruieren konnten, handelte es sich bei der Strafe gegen den Dicken um einen versuchten Stockstich, selbigen welchen Axel Kammerer nach dem Tor beim Linesman reklamierte. Angeblich war diese Strafe auch angezeigt worden. Da tun sich einem Beobachter dann doch Fragen auf: Warum hatte der Referee nach der angeblich angezeigten Strafe (bisher kann sich keiner dran erinnern, dass die Strafe tatsächlich von einem der Refs angezeigt worden war) und dem nicht gegeben Treffer nicht abgepfiffen? Die Füchse hatten danach doch mehrfach Kontakt zum Puck? Und wie kann ich über eine Minute nach dem „angeblichen“ Foul von Gagnon und dem zwischenzeitlichen Treffer noch eine derartige Strafe verhängen, nicht zu reden davon, dass auch das Strafmaß nicht richtig war? Kann es sein, dass aufgrund einer Reklamation des Gästetrainers die Uhr eine Minute zurück gedreht wird und man alles was zwischendurch geschehen ist rückgängig macht? Hochgradig fragwürdig der Verlauf der Geschehnisse, die wir hier aus unserer Sichtweise versuchten zu rekonstruieren. Hier kann man als Fan nur hoffen, dass die Verantwortlichen bei den Füchsen ihre Möglichkeiten ausschöpfen werden und gegen die heute abgelieferte Leistung des HSR Beschwerde einlegen.
Ein weiteres Tor der Füchse wurde nichtg gegeben, weil der Puck blitzschnell wieder aus dem Tor von Cavallin zurück prallte, unbemerkt vom Dreigespann und den meisten Zuschauern. In den TV-Aufnahmen von Radio WSW ist dieser Treffer jedoch zu erkennen, aber der Videobeweis ist in der 2. Bundesliga nicht zugelassen. Leider.
Man kann sich sicherlich vorstellen, welche Emotionen diese Geschehnisse bei den Anwesenden hervorriefen. Von diversen Flugkörpern abgesehen, entluden die meisten Fans ihren Frust in lautstarken verbalen Unmutsbekundungen und einem gellenden Pfeiffkonzert.

In der 38. Spielminute brachte John Karchur die Tölzer zum dritten Mal in Führung, darin sahen viele Fans dann den endgültigen Genickbruch für die Füchse. Dirk Rohrbach brachte durch zwei Treffer in der 41. und 54. Minute den Sieges-Dampfer wieder auf den richtigen Kurs. Die Füchse konzentrierten sich nach ihrer Führung auf die Defensive, handelten sich keine Strafzeit mehr ein und brachten den ersten „Dreier“ zu Hause erfolgreich bis zur Schlusssirene.
Bester Spieler der Füchse wurde heute Mattias Wikström.
1380 mal gelesen
 
1 | HeavensDJ | 05.12.2005 @ 00:42
tja, das hätte noch weitaus höher ausgehen müssen... aber egal wieviele tore wir geschossen hätten, irgendwo,irgendwie, irgendwann.. gabs sicher mal ein "foul" auch sehenswert die 3 hochkaretigen pfosten treffer! da sind wir mal jespannt was gegen essen drinne is! allen einen schönen montag und rest der woche!
2 | Mola | 05.12.2005 @ 07:11
War wirklich eine richtig gute Leistung. Schade nur das durch Pech und nen blöden SR nicht noch mehr Tore gefallen sind. Danke Füchse
3 | Schneeschieber | 05.12.2005 @ 09:03
Bei aller Liebe, wie kann man so einen Schmarrn schreiben? Die Strafe kann nicht angezeigt gewesen sein, denn nur der Linienrichter hat sie gesehen und der kann keine Strafen anzeigen. Entsprechend kann es auch keine Unterbrechung bei Puckberührung der Füchse geben, denn das geschieht nur, wenn der HSR auch von der vorgefallenen Regelwidrigkeit gewußt hätte. Und das Strafmaß ist 100 % ok, es gibt kein anderes für einen versuchten Stockstich.
4 | Blacki | 05.12.2005 @ 09:37
am Ende gehts doch garnich um die Strafe für die 15. sondern darum das es nen scheinheiliger Grund war nen Tor abzuerkennen...
5 | Andi | 05.12.2005 @ 10:02
@ 3: Das interessante an der Sache ist ja, dass selbst der Linienrichter das Foul nicht sah, sondern erst der Tölzer Trainer ihn darauf aufmerksam gemacht hat (sieh Artikel der LR). Die Herren pfeiffen also auf Zuruf. Desweiteren hatte der Linienrichter genügend Zeit das Foul dem Huptschiedsrichter zu melden, bevor dieser das Tor beim Kampfgericht gemeldet hat. Es wurde also eine Tatsachenentscheidung zurückgenommen, ohne dass einer der Schiris das Foul von Gagnon mit eigenen Augen sah.
6 | Andi | 05.12.2005 @ 10:04
Tschuldigung, obwohl er den Titel nicht verdient hat, war es natürlich der Hauptschiedsrichter der das Tor gemeldet hat.
7 | hutsche | 05.12.2005 @ 10:37
Es war kein Stockstich sondern ein versuchter Stockschlag vom Dicken der vorher mit noch nem anderen Fuchs vorher auf dem Eis lag. Der Tözer Spieler war aber schon zu weit weg um noch irgendwie getroffen zu werden und fuhr direkt auf die Bank. Der Kammerer hatte im ersten Drittel schon immer wie verückt versucht unseren Dicken mit verbalen Beschimpfungen zu provozieren was der da an der Bande lang gelaufen ist , sag nur Psycho
8 | Zwiebl | 05.12.2005 @ 11:08
Hauptsache, wir bekommen solche Schiris nicht in der Abstiegsrunde.
9 | Joshi | 05.12.2005 @ 12:35
Ein paar Bilder zum Spiel findet Ihr hier: -
10 | Joshi | 05.12.2005 @ 12:35
Links gehn wieder ne :(
11 | Hoywoyfux | 05.12.2005 @ 13:17
Was wir nicht vergessen sollten : 1. Der Schieri hat immer recht (auch wenn wir 1000mal) anderer Meinung sind). 2. Die Schieris sind nicht an unserem letzten Tabellenplatz schuld. 3. Für die Psychologie der Spieler war der Sieg wichtig. 4. Tölz hatte nur ne halbe echte Profi-mannschaft beisammen, der Rest kam aus der DNL. 5. Aufwärtstrend wird sachte fortgesetzt. Ich glaube,dass Abschlachten der Vorwochen ist vorbei. 6. Dennoch keine vorzeitige Euphorie, wir müssen weiter durchhalten.
12 | Hoywoyfux | 05.12.2005 @ 13:23
Achja und was den Schieri angeht - jeden Steinwurf in Richtung DEB halte ich für sinnlos und Energieverschwendung. Wir haben gewonnen. Punkt. - Im übrigen sollte sich Herr Friebel aus juristischen Gründen bei Radio WSW etwas zurückhalten. Den Schieri offen der Schieberei zu bezichtigen ( ... ich weiß ja nicht, mit wem der Frenzel vor dem Spiel telefoniert hat ..., u.a.m. ) kann sehr ins Auge gehen. - Die Vokabeln "unfähig" oder "überlastet" treffen eher die Schieri-Leistung.
13 | Stadtfuchs | 05.12.2005 @ 14:06
@11/12 Denke ich überhaupt nicht. Der Sieg wiegt die desolate Leistung des Schiri-Dreiers nicht auf. Hier muß der Verein unbedingt Schritte einleiten und schon im Interesse der Zuschauer, solches in Zukunft zu verhindern, beim ESBG Beschwerde einlegen. Als Radiohörer ist da immer leicht reden. Aber Geld bezahlen um dann so ein Affentheater zu sehen ist etwas anderes, mein Lieber.
14 | Hoywoyfux | 05.12.2005 @ 15:12
@13 Bin sonst fast jedes Mal da gewesen mein Guter (diesmal war ich K.i.) - so hab ich das Elend die letzten Monate mit angesehen. Und was die Bescherde betrifft - Papier ist geduldig. Kennst Du die 3 Dinge eines Beschwerdeformulars : formlos, fristlos, sinnlos. Und da es hier um nix mehr geht, trifft das zu. Wir haben (noch) andere Sorgen derzeit. - Und wenn es mal einen juristischen Hintergrund für eine Beschwerde gibt - (z.B. ein potentielles Nachholespiel) - dann wäre ich auch
15 | Hoywoyfux | 05.12.2005 @ 15:17
sicher dafür, alle Möglichkeiten auszuschöpfen... Deshalb - Team, wieder runterkommen, die Einlagen und Hirngespinste des Dreigespanns abhaken und die Woche fleißig trainieren - damit uns solche Schieri-Leistungen nicht jucken (wenn wir mal mit 2 oder 3 Toren vorn liegen würden...).
16 | Brian | 05.12.2005 @ 18:28
Wenn 7 Spieler der Tölzer gestern unter 21 Jahren waren ist es ehrlich gesagt sogar peinlich trotz diesen Schiries nur 3 : 4 gewonnen zu haben. Also über Punkte freuen. Selbstvertrauen tanken und auf die im letzten Drittel gezeigte Moral aufbauen.
17 | Polly | 05.12.2005 @ 19:38
@16 und dann nach essen fahren und die nächsten 3 pkt holen... weil das ist uns schon einmal diese saison gelungen... in diesem sinne bis fr in essen.Daum hoch für´s Team
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