Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Ein Schritt zurück zur Normalität
06.12.2005 | 07:39 Uhr von
Schlusslicht Weißwasser hofft nach dem Sieg gegen Bad Tölz auf einen versöhnlichen Jahresausklang
Für einen Moment war alles wie so oft in der vergangenen Saison im Fuchsbau. Kapitän Mattias Wikström entzückte die Fans nach dem Spiel mit einer artistischen Breakdance-Einlage auf dem Eis. Zuvor hatte sein Team die Tölzer Löwen 4:3 bezwungen.
Mit dem Doppeltorschützen Dirk Rohrbach und dessen Sturmpartner Martin Sekera hatten zwei Spieler wesentlichen Anteil an diesem Erfolg, die damals gemeinsam mit Mattias Wikström die Topreihe der Lausitzer Füchse gebildet hatten. Der Blick auf die aktuelle Tabelle erstickt jedoch nostalgische Erinnerungen sehr schnell. Denn die Gegenwart ist nach wie vor schmerzlich. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres spielten die Füchse an der Spitze der 2. Bundesliga mit. Nur zwölf Monate später sind sie Tabellen-Schlusslicht.
Um so größer war bei allen Beteiligten am Sonntag die Erleichterung über den dritten Saisonsieg, der zumindest einen kleinen Schritt zurück zur Normalität bedeutet. Ob er allerdings auch zum erhofften Befreiungsschlag taugt, muss die Mannschaft von Trainer Fred Carroll erst noch unter Beweis stellen. «Mit Ausnahme der Partie gegen Regensburg zeigt die Leistungskurve deutlich nach oben. Wir waren immer dann gut, wenn wir als Mannschaft aufgetreten sind. Ich hoffe, die Jungs merken sich das für die nächsten Spiele» , betont der Coach.
Auch der 42-Jährige weiß, dass es in der Statistik noch erheblichen Korrektur-Bedarf gibt. Mit nur zwölf Punkten aus 23 Spielen haben die Füchse den Kampf um die Play-off-Runde der besten acht Teams praktisch schon verloren. Selbst die Moskitos Essen als Tabellen-13. sind immer noch sechs Punkte entfernt. „Wir müssten jetzt unsere Negativserie noch einmal als positive Serie hinlegen“, wünscht sich Geschäftsführer René Reinert.
Zumal es die Mannschaft in der Hand hat, für einen halbwegs versöhnlichen Jahresausklang zu sorgen. Immerhin haben sich die Füchse mit ihren Weihnachtstrikots, die sie am 20. Dezember gegen Kaufbeuren, am 28. Dezember gegen Wolfsburg und am 3. Januar gegen Schwenningen tragen werden, selbst unter Druck gesetzt. «Happy Hockey Days» – so lautet die Vorgabe auf den festlichen Shirts. Siege in der Weihnachtszeit wären für die Fans ohnehin das schönste Geschenk. Denn so viele fröhliche Eishockey-Tage habe sie in dieser Saison im Fuchsbau noch nicht erlebt. (Frank Noack)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 06.12.2005
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1 | Hoywoyfux | 06.12.2005 @ 13:21
Topreihe . . . - nostalgische Erinnerungen . . . - jawohl genau getroffen. Wie sehr wünsche ich den Dreien, dass die wieder zusammen finden. Dazu noch dem Markus Kempf, den ich für eine total ehrliche Haut halte, endlich mal Glück beim Durchsetzen ... Ich sag es immer wieder - schaut Euch den Mannschaftsbus an, was da steht - dann können uns die Schieris (fast) egal sein. - Danke nochmal für die Moral im 3. Drittel vom Sonntag.
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