Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Lausitzer Füchse deklassieren Tabellenführer
12.12.2005 | 11:31 Uhr von
Weißwasser gewinnt 4:1 und gibt die rote Laterne ab. Die Lausitzer Füchse kommen in der 2. Eishockey-Bundesliga immer besser in Schwung. Mit dem 4:1-Heimsieg gestern Abend gegen den Tabellenführer Straubing Tigers feierte Weißwasser bereits den dritten Erfolg in Serie und hat die rote Laterne des Tabellenletzten an Essen abgegeben.
«Oh, wie ist das schön. So was hat man lange nicht gesehen» , jubelten die 1397 Zuschauer nach der besten Saisonleistung der Füchse. Mattias Wikström in der 3. Minute und Lars Müller (10.) hatten die Gastgeber bereits im ersten Drittel 2:0 in Führung geschossen. Martin Sekera sorgte dann nach einer herrlicher Kombination mit dem 3:0 (39.) für die Vorentscheidung. Die ersatzgeschwächten Gäste aus Straubing schöpften zwar durch den Treffer von Niklas Hede (53.) noch einmal Hoffnung und machten vor allem im letzten Drittel viel Druck. Sean Gagnon markierte eine Minute vor dem Ende aber den 4:1-Endstand (59.) in der umkämpften Partie. «Bei Straubing haben einige Leistungsträger gefehlt. Die Gelegenheit, gegen einen solchen Gegner zu gewinnen, bekommt man nicht alle Tage. Wir haben sie heute genutzt» , freute sich Füchse-Trainer Fred Carroll. Sein Kollege Peter Draisaitl war dagegen von der Leistung seines Teams enttäuscht: «Einige sind rumgelaufen wie ferngesteuert. Wer nicht hundertprozentig bei der Sache ist, der bekommt eben eins drüber. So wie wir heute! Weißwasser hat verdient gewonnen.»
Die Füchse untermauerten mit diesem Heimsieg eindrucksvoll ihre Leistungssteigerung der vergangenen Wochen. Durch die frühe Führung im ersten Drittel bekamen die temposcharfen Aktionen der Blau-Gelben zusätzliche Sicherheit. Körperlich und auch spielerisch waren sie dem Favoriten aus Bayern absolut ebenbürtig. In der lange Zeit ausgeglichenen Partie zeigten sich die Füchse vor dem Tor allerdings viel effizienter als Straubing. Zudem stand die Abwehr sehr sicher. Torhüter Nolan McDonald offenbarte ebenfalls kaum einen Wackler. Auch am Freitag beim 5:3 bei den Moskitos Essen war Ersatzkeeper Sebastian Elwing einer der wichtigen Garanten für den Auswärtssieg.
Krönung der starken Vorstellung der Gastgeber war gestern der dritte Treffer durch Martin Sekera. Der letztjährige Topscorer wurde von Mattias Wikström sowie Mats Lindmark bei 5:4-Überzahl freigespielt und ließ mit Mike Bales dem besten Keeper der Liga keine Chance. Dennoch wurde es im letzten Drittel noch einmal eng, weil Weißwasser durch viele Strafzeiten dezimiert war und minutenlang in Unterzahl spielen musste. Nach dem 1:3 durch Niklas Hede traf Sepp Lehner die Latte des Weißwasseraner Tores. Drei Minuten vor dem Ende nahm Straubing den Keeper zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Sean Gagnon beendete die Abwehrschlacht mit einem Schuss über das gesamte Feld ins leere Gästetor.
Quelle: Lausitzer Rundschau
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