Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse geben die rote Laterne ab
12.12.2005 | 11:35 Uhr von
Letzer gegen Erster – klarer können die Kräfteverhältnisse vor einer Partie nicht sein, auch wenn beim Spitzenreiter mit Norm Batherson, Steve Palmer und zwei U20-Nationalspielern einige wichtige Akteure fehlten. Aber wie gesagt – das gilt vor der Partie, auf dem Eis kann das manchmal ganz anders aus sehen. Immerhin hatten die Füchse nichts zu verlieren und in dieser Außenseiterrolle spielt es sich hin und wieder ganz gut. Es galt also, den Aufwärtstrend mit zuletzt zwei Siegen (gegen Bad Tölz und in Essen) zu bestätigen. Die Füchse begannen erstaunlich stark, nicht überhastet sondern überlegt, und kombinierten teilweise sehenswert. Den Gästen, vielleicht mit einem Schuss Unterschätzung des Gegners auflaufend, fiel dagegen im ersten Drittel nur wenig ein. Den ersten Warnschuss gab Benjamin Wildgruber nach wenigen Sekunden ab, der zweite saß. Lars Müller war zwei Mal dynamisch in das Tigers-Drittel eingedrungen. Beim ersten Mal legte er auf Sean Gagnon ab, der das Tor mit einem seiner gefürchteten Schlagschüsse nur knapp verfehlte. Beim zweiten Mal entstand eine 2:1-Situation, von der Mattias Wikström profitierte. Der deutsch-schwedische Kapitän lupfte die Scheibe über den am Boden liegenden Bales ins Straubinger Tor (3.). Weißwasser blieb danach spielbestimmend, machte in Überzahl das 2:0. Diesmal traf Lars Müller (spielte in der Powerplay-Formation Verteidiger) von der blauen Linie. Mike Bales im Straubinger Tor sah dabei nicht gut aus: Der Puck rutschte unter den Schonern hindurch in das Tor. Die Gäste wirkten im ersten Drittel ideenlos, hatten Chancen ausschließlich in Überzahl-Situationen. Da zeigte sich aber Nolan McDonald im Füchse-Tor auf dem Posten. Die 2:0-Führung zur ersten Drittelpause war hochverdient.

Das zweite Drittel verlief wesentlich ausgeglichener. Die Straubinger Tiger zeigten ihre Zähne, nachdem sie von Trainer Peter Draisaitl (feierte unter der Woche seinen 40. Geburtstag) in der Kabine wohl mächtig zusammengestaucht worden waren. Schiedsrichter Andreas Aumüller verteilte recht kleinlich pfeifend viele Strafminuten. Die Füchse überstanden mit Glück, Geschick und einem sehr gutem Torwart auch die Unterzahlsituationen ohne Gegentor. Topscorer Trevor Gallant vergab die allergrößte Chance für Straubing, als er während einer 5:4-Überzahl das schon leere Füchse-Tor nicht traf (25.). Auf der anderen Seite hatte Michael Kreitl eine gute Möglichkeit. Er musste die Scheibe nur noch über die Schoner von Bales heben, kam aber nicht richtig unter den Puck. Dann hatten die Füchse zweimal Glück, als erst eine Tiger nach einer 2:1-Situation den Puck nicht richtig traf und dann ein Straubinger nur auf Kosten einer Zwei-Minuten-Strafe aufgehalten werden konnte.

Kurz vor Ende des Drittels machte dann Martin Sekera das so wichtige 3:0. Den Hauptverdienst an dem Tor hatte allerdings Mats Lindmark, der nach einem Puckgewinn an der eigenen blauen Linie auf und davon zog, vor dem Straubinger Tor noch einen Schuss antäuschte, dann aber auf den freien Sekera ablegte. Der musste nur noch in das leere Tor einschieben.

Das Schlussdrittel verlief recht hektisch, mit vielen Strafen und dem unrühmlichen Höhepunkt einer Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Jason Dunham, der Jörg Pohling nieder streckte. Die Füchse standen in der Defensive recht sicher und versetzten den angreifenden Straubingern immer wieder Nadelstiche. Auch als Niklas Hede gut sieben Minuten vor Schluss den Puck völlig frei vor dem Tor unter den Schonern des stark haltenden McDonald (als bester Spieler ausgezeichnet) ins Tor schob, hatte man nicht das Gefühl, dass die Partie noch kippen könnte.

Die größte Gefahr bestand, als die Füchse danach für 57 Sekunden in eine 3:5-Unterzahl gerieten. Aber Mc Donald hielt seinen Kasten gegen gut herausgespielte Schuss-Chancen der Straubinger sauber. Drei Minuten vor Schluss nahmen die Gäste den Goalie vom Eis und übten noch einmal mächtigen Druck aus. Aber auch das überstanden die Füchse und Sean Gagnon traf von hinter der eigenen Torlinie über 60 Meter ins verwaiste Tor der Straubinger. Der Aufwärtstrend geht also weiter! (Von Ronny Reddo und Frank Thümmler)

Quelle: sz-online
777 mal gelesen
 
1 | zochi | 12.12.2005 @ 17:43
Jo,so war es.Ist mal wieder ein richtig gut geschriebener Artikel.Mit der Leistung ist auch am Freitag was drin.
2 | Zewa | 13.12.2005 @ 15:41
Hallo, jo war ein supergeiles Spiel :-), so kann/muß es weitergehen!! Mal was anderes - habe gehört, daß jetzt schon klar ist, daß Wikki uns verläßt - IST DAS WAHR? - wäre echt schade, da er für mich einer der begnadetsten Techniker der Liga ist! Hoffe an dem Gerücht ist nicht allzuviel dran!-Zumal er ja nun Deutscher ist (und sich somit andere um ihn reissen werden - er hat dadurch seinen Marktwert erheblich gesteigert!) Servus Zewa
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