Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse am Sonntag in Wolfsburg
17.12.2005 | 17:31 Uhr von
Die Aufholjagd geht weiter. Nach dem 5:2 Sieg am gestrigen Freitag und dem damit vierten Sieg in Serie knüpfen die Füchse wieder zarte Bande zu den weiter vorn gelagerten Plätzen. Nächstes Opfer auf der Jagd nach Punkten sollen nun die Wolfsburger Grizzly Adams werden. Der DEL-Absteiger ist zusammen mit den Essener Moskitos die bislang größte Enttäuschung der laufenden Zweitligasaison. Wurde der Kader noch im Sommer mit dem Hinblick auf eine mögliche DEL Teilnahme mit viel Geld von Hauptsponsor Skoda zusammengestellt fallen die Mannen von Trainer Bob Leslie bislang nur durch teils peinliche Niederlagen wie zuletzt vergangenes Wochenende daheim gegen die Schwenniger Wild Wings (4:7) auf. Die bisher erbrachten Darbietungen und die Tatenlosigkeit seitens Vorstands und Geldgeber lassen einen Ausstieg des Automobilherstellers im immer wahrscheinlicher werdenden Ernstfall „Nicht-Wiederaufstieg“ vermuten. Bieten sie auswärts oft ansprechende Leistungen (Auswärtstabelle Platz 2 mit 21 Punkten) wie zum Beispiel gestern abends bei der 2:4 Niederlage bei Tabellenführer Straubing stehen dem ganze 12 Punkte aus ebenso vielen Heimspielen gegenüber. Dieser Fakt und das gewachsenen Vertrauen in die eigenen Kräfte sollten es unser Mannschaft es ermöglichen die Siegesserie fortzuführen. Ferner sollte es Ziel der Mannschaft sein sich für die am 2. Spieltag erlittene 2:3 n.P. Niederlage zu revanchieren. Nach der schweren Verletzung des aus Köln gekommen Stargoalies Chris Rogles übernahm die etatmäßige Nummer 2 Jan Münster in den letzten Wochen den Platz zwischen den Pfosten. Am Freitag in Straubing saß der Kanadier zwar zum ersten Mal wieder auf der Bank aber ein möglicher Einsatz erscheint im Moment eher unwahrscheinlich. Allerdings ist Münster als Nummer 2 mit DEL Erfahrung sicherlich eine Alternative die andere Clubs nicht einmal als Nummer Eins haben. Dritter Keeper bei den Niedersachsen ist Kultgoalie Kevin Mc Gibney. Der mittlerweile 46-jährige sprang vor wenigen Wochen wieder einmal in die Bresche als sich auch Jan Münster verletzt hatte und bot dabei eine überzeugende Leistung.

Wichtigste Spieler in der Verteidigung sind die beiden Kontingentspieler Jesse Fibiger und Justin Kurtz mit starken 16 bzw. 22 Scorerpunkten. Allerdings stehen bei Kurtz auch 117 Strafminuten zu Buche was ligaweit mit großem Abstand spitze ist. Weitere Stützen in der Defensive die DEL-erfahrenen Lars Brüggemann und Alexander Genze sowie die starken jungen Deutschen Thomas Gödtel, Matthias Frenzel und Andreas Geisberger.

Nominell stärkster Mannschaftsteil ist die Offensive der Wolfsburger. Leistungsträger aus der vergangenen Erstligasaison wie die Topscorer Todd Simon (36 Punkte) und Xavier Delisle (27 Punkte), der erfahrenen Jan Zurek sowie der in Weißwasser noch gut bekannte Christoph Wietfeldt (ehemals Paepke) konnten gehalten werden. Dazu kamen mit den Deutsch-Kanadiern Preston Callander, Tim Regan und Mark Kosick überdurchschnittliche Neuzugänge wobei aber insbesondere Tim Regan mit mageren 8 Punkten eine bisher enttäuschende Saison spielt. Ergänzt wird der Kader durch Boris Lingemann, Tobias Samendinger sowie jüngeren Spieler wie Herbert Geisberger und Marcus Sommerfeld.

Auf Grund der von beiden Mannschaften in den letzten Wochen gebotenen Leistungen kann man das erste Mal seit langem den Füchsen eine leichte Favoritenrolle nicht absprechen. Dies soll jedoch nicht zum Ballast werden sondern Ansporn sein die Darbietungen auf dem selben hohen Niveau fortzuführen. Sollten keine Verletzungen den Einsatz einzelner unmöglich machen werden die Füchse sicherlich mit der identischen Aufstellung aus dem Schwenningen-Spiel auflaufen.

Durch den Essener Sieg am Freitag gegen Kaufbeuren haben beide Mannschaften nunmehr 21 Punkte auf der Habenseite und da die Moskitos morgen beim Gastspiel in München auch nicht chancenlos sind gilt es also weiter, die rote Laterne vom Fuchsbau fernzuhalten. Behalten unsere Mannen die konzentrierte Leistung vom Freitag bei und vermeiden überflüssige Strafzeiten gegen die zweitbeste Mannschaft in Überzahl sollten sie gegen das unfairste Team der Liga (23,68 Strafminuten im Schnitt) ihrerseits zu Chance bei Unterzahl des Gegners kommen.

Spielbeginn ist um 18.30 Uhr im Wolfsburger „Eispalast“, der nach dem gescheiterten Arena-Neubau nun für den Fall eines DEL-Aufstiegs erstligatauglich gemacht werden soll.
Hauptschiedsrichter ist an diesem Abend Thomas Frenzel von der Zweibrücker EG. Assistiert wird er an den Linien von Jörg Edler (EHC Osterrode) sowie Dennis Krah vom EHC Adendorf.
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1 | Jörg | 18.12.2005 @ 16:43
Der Schiri steht noch in unserer Pflicht. Das ist der, der gegen Tölz die grandiose Vorstellung mit dem erst gegebenen und dann auf Kammerer- Wunsch zurückgenommene Tor bot. Bleibt zu hoffen, dass Bob Leslie nicht nach jedem unserer vier Tore was einzuwenden hat... ;-))
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