Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Presseschau: Sächsische Zeitung 27.12.05
27.12.2005 | 14:11 Uhr von
Kochta behält Geschenk
Die Dresdner Eislöwen reisen morgen als Tabellenführer der 2. Eishockey-Bundesliga zum Spitzenspiel gegen den Zweiten nach Straubing. Im Feiertags-Derby bezwangen die Elbestädter gestern in ausverkaufter Halle den Rivalen aus Weißwasser nach einer hart umkämpften Partie mit 3:1. Die Gäste aus der Lausitz gingen nach ihrem Auswärtssieg vorige Woche in Straubing (4:2) selbstbewusst ins Spiel und auch verdient durch Morgan Warren zu Beginn des zweiten Drittels in Führung. Doch nach der Partie musste Frederick Carroll, Trainer des Tabellenvorletzten, erneut konstatieren: „Wir haben bravourös gekämpft, und fahren doch wieder mit leeren Händen heim. So einfach und schmerzhaft kann Eishockey sein.“ Dabei nahm der Kanadier, dessen Truppe die Partie im ersten Drittel klar dominierte und jeweils mit straffen Schüssen nur Pfosten und Latte des Dresdner Tores trafen, seine Spieler bewusst von der Kritik aus: „Heute haben nicht die beiden Mannschaften das Spiel entschieden, sondern die Schiedsrichter. Es war ein rassiges Derby und es gab ganz sicher Fouls der härteren Art. Aber warum mein Team 40 Strafminuten und dazu drei Matchstrafen kassierte, kann ich einfach nicht erklären.“

Bei Schiedsrichter Breiter aus Stuttgart und den beiden Assistenten war am 2. Feiertag von Weihnachtsfriede wahrlich nichts zu spüren. Der erste Eisverweis gegen Kreuzmann schien dabei noch die vertretbarste Entscheidung gewesen zu sein. Der junge Dresdner rangelte an der Bande mit einem Gegenspieler aus Weißwasser. Im Eifer des Gefechts schlug er dem herbeigeeilten Referee mit der Kelle ins Gesicht. Der ahndete den Angriff auf sich mit Platzverweis. Damit zog er sich den Unmut der weit über 3 000 Zuschauer in der rappelvollen Arena an der Pieschener Allee. Wohl im Bemühen um Ausgleich unterliefen dem Schwaben später mehrere unglückliche Entscheidungen. In deren Folge fehlen den Füchsen morgen auswärts in Wolfsburg mit Sean Gagnon, Richard Rochefort und Kapitän Lars Müller drei Leistungsträger.

Dresdens Trainer Jiri Kochta, hatte schon vor der Partie vor den Füchsen gewarnt: Sie sind nicht zu unterschätzen. Ihr Tabellenplatz ist nicht dem Leistungsvermögen entsprechend.“ Dennoch wollte er den Sieg der Füchse bei Mitkonkurrent Straubing nicht als Weihnachtsgeschenk betrachten: „Für mich sind die gewonnenen drei Punkte das schönste Geschenk. Das behalte ich gern. Wo Straubing steht, ist mir egal. Für mich zählt immer nur das Erreichen der Playoffs. Daran werden wir am Saisonende gemessen.“

Quelle: Sächsische Zeitung
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