Von der unglücklichen Niederlage bei den Dresdner Eislöwen (1:3) gut erholt und vom Ausfall der drei gesperrten Leistungsträger Gagnon, Müller und Rochefort unbeeindruckt bezwangen die Lausitzer Eishockeyfüchse am Mittwoch nach einem kämpferisch ganz starken Auftritt den favorisierten DEL-Absteiger EHC Wolfsburg knapp aber hochverdient mit 2:1. "Ich hatte an die Spieler appelliert, dass das Match nicht auf dem Aufstellungsbogen sondern auf dem Eis entschieden wird und verlangt, dass jeder alles für sich und den Erfolg der Mannschaft gibt. Die Jungs haben gut zugehört", freute sich Weißwassers Trainer Fred Carroll nach der teilweise dramatischen Partie. Dabei hatte der Oberfuchs selbst seine Schützlinge arg in Bedrängnis gebracht.
Denn als Referee Huber in der 34. Spielminute beim Stand von 0:1 Michael Kreitl wegen Spielverzögerung auf die Strafbank schickte, reklamierte Carroll etwas zu heftig. "Der Linienrichter hatte einen Pass an der Bande entlang aufgehalten, weil er da wie festgeklebt stand. Sonst hätte Kreitl die Chance zum Alleingang gehabt, kam dann aber so in Bedrängnis, dass ihm der Puck über die Kelle und ins Aus sprang. Da rief ich zum Linesman, er solle doch seinen kräftigen Körper mal etwas bewegen", schilderte der Sünder die Situation, die auch ihm eine Strafe und Wolfsburg damit eine doppelte Überzahl über komplette 120 Sekunden einbrachte.
In diesen zwei Minuten gab es keine Spielunterbrechung, sodass Wartenberg, Pohling und Kempf im Verbund mit dem wieder starken Nolan McDonald im Tor bis zur Erschöpfung kämpfen mussten, aber erfolgreich eine Vorentscheidung verhindern konnten. "Wir hatten das zwar nicht so geplant. Aber gerade diese überstandene brenzlige Situation bewirkte am Ende eine Art Initialzündung", schmunzelte der Füchse-Coach mit drei Punkten im Gepäck.
Die im Vorjahr so erfolgreiche Troika mit Wikström, Rohrbach und Sekera schwang sich zu neuen Heldentaten auf und drehte das Match (Rohrbach, 39./ Sekera, 47.). Klar, dass die 2211 Zuschauer im Fuchsbau völlig aus dem Häuschen waren. Dass der Eishockeyabend dennoch einen faden Beigeschmack behielt, lag am Schiedsrichtertrio und der Auslegung der neuen Regeln, nach denen Haken, Halten und Behinderung permanent geahndet werden soll. War das Spiel der Füchse gegen die Grizzly Adams alles andere als hart, so standen am Ende trotzdem insgesamt 48 Strafminuten im Protokoll. Die längste Phase, in der beide Teams mit kompletten Formationen agieren konnten, dauerte 5:21 Minuten. Soll das das Eishockey der Zukunft sein? Und wie viel Körperkontakt ist überhaupt noch erlaubt?
Die letzte Frage werden wir uns im neuen Jahr noch öfter stellen können-etwas Härte gehört einfach dazu!!!
2 | kojoti | 30.12.2005 @ 00:06
wer denkt sich diese Grütze auch aus? damit geht doch dem eh jede attaktivität verloren. man muss sich ja nicht jedesmal prügeln, aber bissel schubsen gehört dazu. da bin ich gespannt was ab januar los geht.
3 | Fuchs-Blau | 30.12.2005 @ 10:36
Hallo Leute in der NHL wird so schon Jahrelang gepfiffen und da hab ich noch keine Unattraktivität feststellen können.
4 | Jörg | 30.12.2005 @ 11:02
@3:Also wenn zwei Spieler zusammenstoßen und dabei einer hinfällt,wird das in der NHL schon jahrelang gepfiffen und erhöht die Attraktivität?Wenn der Maßstab für die Strafenverteilung der vom WOB- Spiel wird,na dann Gute Nacht!
5 | Frank | 30.12.2005 @ 11:19
@4 Absolute Zustimmung, zumal ich manchmal den Eindruck hatte, der Schiri geht den Strafenkatalog alphabetisch durch, denn nicht immer passten die Ansagen zur vorherigen Tat *g*
6 | gonzo | 30.12.2005 @ 12:38
Ich habe speziell in dieser Saison den Verdacht, dass es für die Füchse einen speziellen Strafenkatalog gibt. Wenn man vergleicht für welche Lapalien wir bestraft werden, dann muß diese Vermutung aufkommen.
7 | Jörg | 30.12.2005 @ 12:50
Am Dienstag wurden beide Teams gleich (schlecht) behandelt!
8 | Senator | 30.12.2005 @ 14:20
Durch die neue Auslegung wird, ob man's begrüsst oder nicht, das Überzahl - und Unterzahlspiel noch wichtiger. Klarer Vorteil für uns, denn wir haben ohne Druck Zeit, das einzuspielen bis März !
9 | Fuchs-Blau | 30.12.2005 @ 16:50
4und 5 es war nicht die Rede davon wenn 2 Spieler zusammen prallen es geht ums Haken ,Halten und wenn ich mich daran als Spieler halte kommt auch mehr Attraktivität zusammen weil nämlich nicht ständig ne Spielunterbrechung gepiffen wird ordentliche Schecks gibt es trotzdem. 8 hats verstanden
10 | angel185 | 30.12.2005 @ 22:22
@7 am dienstag wurden beide teams gleich schlecht behandelt? warst du beim spiel abwesend??? darf ich mal lachen? die fliegen ohne unser verschulden auf die fresse und wir gehen in die box. aber mit den füchsen kann man das ja machen...
11 | Frank | 30.12.2005 @ 22:30
@10 Ich hab auch mehr Fehlentscheidungen gegen Blau-Gelb gesehen, aber immerhin wurde u.a. ein WOB-Tor vom Schiri nicht gesehen (und das wär das möglicherweise eine Vorentscheidung gewesen)
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Denn als Referee Huber in der 34. Spielminute beim Stand von 0:1 Michael Kreitl wegen Spielverzögerung auf die Strafbank schickte, reklamierte Carroll etwas zu heftig. "Der Linienrichter hatte einen Pass an der Bande entlang aufgehalten, weil er da wie festgeklebt stand. Sonst hätte Kreitl die Chance zum Alleingang gehabt, kam dann aber so in Bedrängnis, dass ihm der Puck über die Kelle und ins Aus sprang. Da rief ich zum Linesman, er solle doch seinen kräftigen Körper mal etwas bewegen", schilderte der Sünder die Situation, die auch ihm eine Strafe und Wolfsburg damit eine doppelte Überzahl über komplette 120 Sekunden einbrachte.
In diesen zwei Minuten gab es keine Spielunterbrechung, sodass Wartenberg, Pohling und Kempf im Verbund mit dem wieder starken Nolan McDonald im Tor bis zur Erschöpfung kämpfen mussten, aber erfolgreich eine Vorentscheidung verhindern konnten. "Wir hatten das zwar nicht so geplant. Aber gerade diese überstandene brenzlige Situation bewirkte am Ende eine Art Initialzündung", schmunzelte der Füchse-Coach mit drei Punkten im Gepäck.
Die im Vorjahr so erfolgreiche Troika mit Wikström, Rohrbach und Sekera schwang sich zu neuen Heldentaten auf und drehte das Match (Rohrbach, 39./ Sekera, 47.). Klar, dass die 2211 Zuschauer im Fuchsbau völlig aus dem Häuschen waren. Dass der Eishockeyabend dennoch einen faden Beigeschmack behielt, lag am Schiedsrichtertrio und der Auslegung der neuen Regeln, nach denen Haken, Halten und Behinderung permanent geahndet werden soll. War das Spiel der Füchse gegen die Grizzly Adams alles andere als hart, so standen am Ende trotzdem insgesamt 48 Strafminuten im Protokoll. Die längste Phase, in der beide Teams mit kompletten Formationen agieren konnten, dauerte 5:21 Minuten. Soll das das Eishockey der Zukunft sein? Und wie viel Körperkontakt ist überhaupt noch erlaubt?
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 30.12.2005