Wohin wird der Weg der Lausitzer Eishockeyfüchse im Jahr 2006 führen? Sicher gibt es niemanden, der diese Frage unmittelbar nach Neujahr zuverlässig beantworten kann. Eines aber ist mehr als sicher: Der Weg wird äußerst steinig! Und sollte es gelingen, wenigstens auf gleichem Niveau weiter zu laufen, dann wäre das schon ein riesiger Erfolg.
Dabei ist zwischen dem Stammverein ES Weißwasser und der Spielbetriebsgesellschaft der Profis, dem EHC Lausitzer Füchse, zu differenzieren. Beim ESW dürften erste Weichen am 25. Januar gestellt werden. Dann nämlich soll eine außerordentliche Mitgliederversammlung stattfinden, auf der sich Ludwig Thommaschk zur Wiederwahl als Präsident stellt. "Bald ist die laufende Saison Vergangenheit und seit meinem Rücktritt hat sich nichts für die Zukunft im Eissport Weißwasser getan. Die vielen Spenden und die Einnahmen sind fast aufgebraucht, keiner denkt an Morgen", beginnt der Ex-Landtagsabgeordnete seinen Appell an die Mitglieder, bei denen er vor allem als die Person in Erinnerung ist, die in Sachen Eishallenneubau Visionen hat. Allerdings führte ein mit dem Bauunternehmer Walter Hellmich geschlossener Vorvertrag in Sachen Hallenbau im Sommer 2005 zu Zerwürfnissen, die im Rücktritt gipfelten.
Die anschließend von EHC-Geschäftsführer René Reinert initiierte Aktion "Wir sind ein Team - gemeinsam für den Eissport in Weißwasser!", wurde kurzfristig zu einem großen Erfolg (ca. 120 000 Euro Erlöse, die die Betreibung der alten Eishalle sicherte). Inzwischen aber ist das Verhältnis von ESW und EHC längst nicht mehr unbelastet. Der Versuch der Rückkehr des geschassten Ludwig Thommaschk ist unter diesem Aspekt besonders pikant.
Derweil hat sich die Profi-GmbH auch von der letzten "Altlast" befreit. Nach der Kündigung des Geschäftsführervertrages von Manager Klaus Dietze und der Beurlaubung von Trainer Horymir Sekera erhielt nun auch der Projektleiter Wirtschaft, Sport und Marketing, Wolfgang Stöber, zum 31. Januar 2006 den Laufpass. Stöber war insbesondere für die Sponsorengewinnung und -betreuung zuständig. Wer dessen Job nun übernehmen und dafür sorgen soll, das Loch im laufenden Etat von geschätzten 400 000 Euro zu schließen, ist bisher nicht bekannt. Auch gibt es keine Informationen zu (aussichtsreichen?) Verhandlungen mit neuen Großsponsoren.
Was gleichfalls fehlt, sind klare Strukturen in der GmbH. Vor diesem Hintergrund wird der Sport schon fast zur Nebensache. Heute Abend ab 19.30 Uhr empfangen die Füchse in heimischer Halle den Schwenninger ERC. Die Wild Wings aus dem Süden von Baden-Württemberg haben von den letzten zehn Partien nur zwei verloren - in Regensburg und in der Lausitz! "Die kommen bestimmt mit Wut im Bauch zu uns", ist sich EHC-Trainer Fred Carroll sicher, dass die Gäste auf Revanche aus sind. Der Oberfuchs kann Bestbesetzung aufbieten und will durch Bildung neuer "Special Teams" der Powerplayschwäche seiner Cracks zu Leibe rücken.
das Loch im laufenden Etat von geschätzten 400 000 Euro zu schließen
wo sind die hin?
2 | Jörg | 03.01.2006 @ 08:40
Die waren teils noch gar nicht da und wurden teils zur Begleichung von Verbindlichkeiten der alten Saison benötigt.Es wurde bisher der Zuschauerschnitt nicht erreicht, die Kartenpreise gesenkt und Geld für zusätzliche Spieler und einen zusätzlichen Trainer (+ "Nebengeräusche", z.B. Flüge/Wohnungen/Lizensierung) erforderlich.
3 | kojoti | 03.01.2006 @ 08:50
wenn ich das lese wird mir einfach nur schlecht... ich hoffe, dass sich da niemand zu weit aus dem fenster lehnt, damit meine ich nicht den autor des artikels. machen wirs praktisch wie bisher und freun uns über jedes spiel was wir sehen können.
4 | elFranzo | 03.01.2006 @ 09:03
400 000 Euro!!! Hoffen wir mal das wir die Saison halbwegs überstehen und egal wo wir nächstes Jahr spielen, das Team muss deutlich billiger werden :-/
5 | Senator | 03.01.2006 @ 09:04
Sollte diese Zahl stimmen, dann hat Kojoti aber den Nagel voll getroffen.
6 | montecristo | 03.01.2006 @ 10:30
Das es so kommen würde war abzusehen. Und mittlerweile sind wieder Größenordnungen erreicht worden, wo sich nur eine Konsequenz daraus ableiten lässt: Insolvenz. Wie man hört, muss Reinert ja schon Ende letzten Jahres Großsponsoren nach Krediten angefleht haben, die aber abgelehnt haben. Vielleicht kann man sich aber auch so, von sämtlichen 'Altlasten' befreien und komplett neu starten. Bin mal gespannt, wann jetzt wieder nach der Stadt gerufen wird ;o).
7 | Schneeschieber | 03.01.2006 @ 10:55
Man muss Stöber ja nicht gut finden. Aber hat man einen besseren Ersatz, um angesichts der Wahnsinnszahl so jemanden ausgerechnet jetzt in die Wüste schicken zu können? ...
8 | Klaus | 03.01.2006 @ 11:30
Warum will man die Realität nicht akzeptieren? Das Spektakel 2. BL ist für WSW mindestens eine Nummer zu groß!!! Regionalliga wäre maximal machbar. Selbst damit hätten viele der zukünftigen Spieler aus dem Nachwuchses des ESW ihre Probleme. Spieler einkaufen und "Buschzulage" zu zahlen ist UNAKZEPTABEL! Reinert will es nicht begreifen und Thommaschk kann es nicht begreifen.
9 | Taubentreter | 03.01.2006 @ 12:41
Ach der Klaus is wieder da.....*stirnrunzel*
Zum Thema Stöber nur soviel....*winke,winke*...Mit Inkompetenz (die ich hier mal dem Herrn S. unterstelle kann man so ein gigantisches Problem sowieso nicht lösen!) Mir tut nur der leid der es reissen soll....
10 | Jörg | 03.01.2006 @ 13:38
@9: Unterstellungen sind immer irgendwo subjektiv gefärbt. Gibt's Fakten für die "Inkompetenz"? War es Aufgabe von W.Stöber, "ein gigantisches Problem" (Welches?) zu lösen? Woher resultiert das "gigantische Problem"??? Ob es DEN gibt, der es reissen soll (oder überhaupt noch kann), weiß ich nicht.
11 | Frank | 03.01.2006 @ 13:44
Man darf gespannt sein, wer uns noch alles im Januar verlassen wird.
12 | ScheissHaufen | 03.01.2006 @ 13:49
Dann sagen wir *g* AUF WIEDERSEHEN,die zeit mit dir,war gar nicht schön.Gutes gelingen bei der Argentur.
Ohhhje der Arme Nachfolger tut mir ja jetzt schon leid,denn so ein Loch zu stopfen dauert lange und braucht viel,viel material.Gutes gelingen dem Nachfoger.
13 | cat | 03.01.2006 @ 15:30
@10: muß da TT recht geben, der Herr W.S. ist auch in meinen Augen nicht der fähigste Mann Probleme zu lösen. Es ist letztendlich die richtige Entscheidung der GmbH ihm den Laufpass zu geben.
Arrogantes und selbstverliebtes Auftreten hat noch nie einen Sponsoren ins Boot gezogen. Tschüß. Viel Erfolg und mehr Fingerspitzengefühl seinem Nachfolger.
14 | maikäfer | 03.01.2006 @ 17:51
Das Jahr 2005 hat schon schlimm aufgehört, das neue Jahr
fängt ja noch schlimmer an. Wer oder was soll soviel Geld heranschaffen. Immerhin ist der Verein jetzt schuldenfrei, dafür die Profis Pleite und viele Gläubiger verbittert. Also sollte man einen realistischen Neuanfang angehen. Aber nicht mit L.T., der ist sehr gut aufgehoben, wo er gerade ist, nämlich in Pension denn da kann er wenigstens keinen Schaden anrichten.
15 | rene72 | 03.01.2006 @ 20:16
L.T. ist aber der Mann hinter dem einflußreiche Leute in Politik und Wirtschaft stehen und so einen Mann braucht der Verein an der Spitze. Ob ihn hier nun einige Lichtmitglieder nun leiden können oder nicht.
16 | rene72 | 03.01.2006 @ 20:17
Nichtmitglieder natürlich
17 | maikäfer | 03.01.2006 @ 22:08
Wer sollen denn die Leute sein ? Putin ???
18 | Jörg | 04.01.2006 @ 07:56
Gegen jeden und alles zu sein,ist ja immer einfach.Wer wäre denn nach Auffassung der L.T.- Nicht-Woller ein geeigneter Präsident?
19 | Klaus | 04.01.2006 @ 10:27
Wer war denn vor Thommaschk Präsident? Und, was hat der damals für den Nachwuchs des ESW getan? Und wer hat mit welchen Machenschaften dafür gesorgt, dass dieser Dödel auf den Präsidentenstuhl gehoben wird? Es ist doch ohnehin alles versaut worden. Der ESW ist doch schon längst gestorben. Einige wollen es nur nicht wahrhaben.
20 | keeper | 04.01.2006 @ 10:40
Wie heißt es so schön "Totgesagte leben länger".
21 | Heidi | 04.01.2006 @ 21:07
Gibt es denn noch andere Kanditaten die sich zur Wahl stellen bzw. aufstellen lassen wollen?
22 | Hoywoyfux | 06.01.2006 @ 15:35
Ich sags nochmal - die Mitglieder wählen sich ihren Fürsten selbst . . .
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
Dabei ist zwischen dem Stammverein ES Weißwasser und der Spielbetriebsgesellschaft der Profis, dem EHC Lausitzer Füchse, zu differenzieren. Beim ESW dürften erste Weichen am 25. Januar gestellt werden. Dann nämlich soll eine außerordentliche Mitgliederversammlung stattfinden, auf der sich Ludwig Thommaschk zur Wiederwahl als Präsident stellt. "Bald ist die laufende Saison Vergangenheit und seit meinem Rücktritt hat sich nichts für die Zukunft im Eissport Weißwasser getan. Die vielen Spenden und die Einnahmen sind fast aufgebraucht, keiner denkt an Morgen", beginnt der Ex-Landtagsabgeordnete seinen Appell an die Mitglieder, bei denen er vor allem als die Person in Erinnerung ist, die in Sachen Eishallenneubau Visionen hat. Allerdings führte ein mit dem Bauunternehmer Walter Hellmich geschlossener Vorvertrag in Sachen Hallenbau im Sommer 2005 zu Zerwürfnissen, die im Rücktritt gipfelten.
Die anschließend von EHC-Geschäftsführer René Reinert initiierte Aktion "Wir sind ein Team - gemeinsam für den Eissport in Weißwasser!", wurde kurzfristig zu einem großen Erfolg (ca. 120 000 Euro Erlöse, die die Betreibung der alten Eishalle sicherte). Inzwischen aber ist das Verhältnis von ESW und EHC längst nicht mehr unbelastet. Der Versuch der Rückkehr des geschassten Ludwig Thommaschk ist unter diesem Aspekt besonders pikant.
Derweil hat sich die Profi-GmbH auch von der letzten "Altlast" befreit. Nach der Kündigung des Geschäftsführervertrages von Manager Klaus Dietze und der Beurlaubung von Trainer Horymir Sekera erhielt nun auch der Projektleiter Wirtschaft, Sport und Marketing, Wolfgang Stöber, zum 31. Januar 2006 den Laufpass. Stöber war insbesondere für die Sponsorengewinnung und -betreuung zuständig. Wer dessen Job nun übernehmen und dafür sorgen soll, das Loch im laufenden Etat von geschätzten 400 000 Euro zu schließen, ist bisher nicht bekannt. Auch gibt es keine Informationen zu (aussichtsreichen?) Verhandlungen mit neuen Großsponsoren.
Was gleichfalls fehlt, sind klare Strukturen in der GmbH. Vor diesem Hintergrund wird der Sport schon fast zur Nebensache. Heute Abend ab 19.30 Uhr empfangen die Füchse in heimischer Halle den Schwenninger ERC. Die Wild Wings aus dem Süden von Baden-Württemberg haben von den letzten zehn Partien nur zwei verloren - in Regensburg und in der Lausitz! "Die kommen bestimmt mit Wut im Bauch zu uns", ist sich EHC-Trainer Fred Carroll sicher, dass die Gäste auf Revanche aus sind. Der Oberfuchs kann Bestbesetzung aufbieten und will durch Bildung neuer "Special Teams" der Powerplayschwäche seiner Cracks zu Leibe rücken.
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 03.01.2006