Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Sieger und Sammler
05.01.2006 | 08:19 Uhr von
Die Lausitzer Füchse werben mit Erfolgen wie dem 6:4 gegen Schwenningen um Zuschauer und zahlungskräftige Sponsoren. Nach dem Spiel wurde es noch einmal ganz eng. Denn bei der Pressekonferenz mussten sich Füchse-Trainer Fred Carroll und sein Schwenninger Kollege Marcel Breil um einen einzigen runden Stehtisch auf dem Podium drängeln, bevor sie ihre Einschätzungen abgeben konnten. Bisher standen für solche Gelegenheiten immer zwei Tische zur Verfügung. «Wir müssen eben sparen!» Mit diesem lockeren Spruch überspielte Pressesprecher Andreas Friebel das kleine Logistikproblem. Wirklich lustig ist die finanzielle Situation des Traditionsvereins allerdings nicht. Denn gespart werden muss in der Tat – und zwar längst nicht nur bei den Möbelstücken. Die Talfahrt zum Anfang der Saison und der Ausfall von Sponsorengeldern in sechsstelliger Höhe hat die Füchse gehörig unter Druck gebracht. Geschäftsführer René Reinert dementiert zwar mit Nachdruck jüngste Medienberichte über ein angebliches Loch im Etat von 400 000 Euro. «Diese Zahl ist definitiv viel zu hoch» , sagt Reinert. Aber Fakt ist, dass den Füchsen durch die Insolvenz des Abfallverwerters SVZ in Schwarze Pumpe rund 100 000 Euro verloren gegangen sind. Durch die Übereinkunft mit den Gläubigern bei der Entschuldung des Stammvereins ES Weißwasser steht eine Summe in etwa der gleichen Größenordnung ebenfalls nicht mehr für den Etat der Profimannschaft zur Verfügung. Dazu kommen die personellen Mehrkosten durch die nachträgliche Verpflichtung von Cheftrainer Fred Carroll sowie den Spielern Nolan McDonald und Sean Gagnon. Deshalb macht Geschäftsführer Reinert kein Hehl aus der Vorgabe für die nächsten Wochen. «Wir müssen einerseits auf die Kostenbremse treten und brauchen andererseits neue Sponsoren.» Das ehrgeizige Ziel ist laut Reinert nach wie vor, «die Saison mit Plus-Minus-Null abzuschließen» .
Eishockey-Feste wie das 6:4 am Dienstag gegen die Wild Wings Schwenningen sind deshalb wertvoller denn je für die Verantwortlichen hinter der Bande. Trotz eines 0:3-Rückstandes nach dem ersten Drittel kamen die Blau-Gelben zurück in die Partie und gingen dank einer furiosen Aufholjagd doch noch als Sieger vom Eis. Es war eines jener Spiele, die mit ihrer Dramatik sowohl Fans als auch Geldgeber begeistern.
Beim Einsammeln der dringend nötigen Sponsorengelder soll demnächst Dieter Krein helfen (die RUNDSCHAU berichtete exklusiv). Über die genauen Modalitäten der Zusammenarbeit mit dem langjährigen Präsidenten von Fußball-Zweitligist Energie Cottbus muss zwar in den nächsten Tagen erst noch verhandelt werden. Aber Geschäftsführer René Reinert ist überzeugt davon, mit der Verpflichtung des 64-Jährigen einen Meilenstein setzen zu können. «Wir freuen uns, dass Dieter Krein uns seine Hilfe versprochen hat. Er verfügt über hervorragende Kontakte zur Wirtschaft» , betont Reinert. Er sieht in Krein deshalb mehr als nur den Nachfolger des in dieser Woche beurlaubten Marketing-Mitarbeiters Wolfgang Stöber. «Dass sich Dieter Krein mit seinem bekannten Namen für uns engagiert, bedeutet eine enorme Aufwertung für den Eissport in Weißwasser.»

Quelle: Lausitzer Rundschau
517 mal gelesen
 
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
MATCHUP
 
SOMMERPAUSE
LETZTER SPIELTAG
So. 29.03.26
  1 2 3 F
LF 0 0 0 0
KH 0 0 0 0
KURZTABELLE
1. Krefeld Pinguine 114
2. Kassel Huskies 106
3. Star Bulls Rosen 97
4. Ravensburg Tower 91
5. SC Bietigheim St 89
6. EV Regensburg 81
7. Lausitzer Füchse 79
8. EV Landshut 76
9. Düsseldorfer EG 74
10. Eispiraten Crimm 68
11. EHC Freiburg 61
12. Blue Devils Weid 57
13. EC Bad Nauheim 55
14. ESV Kaufbeuren 44
KALENDER
LINKS
ADMINISTRATION