Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Die Laterne bleibt in Essen
28.01.2006 | 13:18 Uhr von
Die Personalprobleme der Füchse waren riesengroß: Bei Dirk Rohrbach wurde ein Bänderriss in der linken Schulter festgestellt. Zumindest in dieser Saison wird der Füchse-Kapitän nicht mehr auflaufen. Außerdem fehlten der gesperrte Michael Kreitl (Sperre), Morgan Warren (Brustkorbprellung), Mathias Wikström (Bänderdehnung im Knie) und Robert Bartlick (Schulterprobleme). Und dann hatte sich noch Nolan McDonald krank gemeldet, so dass als zweiter Goalie (Elwing stand im Tor und Glaser ist nach Bremerhaven gewechselt) Juniorenkeeper Oliver Werlich auf der Bank Platz nahm.

Martin Sekera spielte wieder in der ersten Sturmreihe und lieferte eine starke Partie ab. Er bereitete mehrere Tore vor. Foto: SZ/Wolfgang Wittchen
Zum Glück konnten Marcel Leyva, Andre Mücke (mit mehrere Platzwunden im Gesicht) und Lars Müller , der beim Training am Donnerstag von einem Puck über dem linken Auge getroffen wurde, auflaufen. Frederick Carroll war also gezwungen, Reihen neu zusammen zu stellen und entschied sich für Müller-Pohling-Sekera, Rochefort-Ostwald-Mücke und Kempf-Leyva-Götz. Die Jungen durften (und mussten) sich also beweisen.

Der Start gelingt

Die Überraschung im Fuchsbau war dann groß, als die so durcheinander gewürfelte Füchse-Mannschaft sofort das Zepter übernahm, gegen Essener, die zwar Träger der Roten Laterne sind, zuletzt aber mit Siegen in Bad Tölz und Freiburg aufhorchen ließen und gegen Straubing unglücklich verloren.

Zuerst versuchte es Gagnon mit einem Bauerntrick (2.), dann traf er nach schöner Sekera-Vorarbeit mit einem seiner hammerharten Schüsse nur den Pfosten (6.). Nach einem Sekera-Schuss kam Essen zu einem ersten Konter, den Goalie Elwing aber entschärfen konnte.

Fast im Gegenzug fiel die verdiente Füchse-Führung. Ein Schuss von der blauen Linie blieb im Getümmel vor dem Tor hängen, sprang dann aber heraus. André Mücke stand goldrichtig und verwandelte. Danach folgten fast zwei Minuten Füchse-Powerplay mit Chancen für Pohling und Müller, die den Gäste-Coach Jari Pasanen veranlassten, eine Auszeit zu nehmen. Die verfehlte ihre Wirkung nicht. Die Füchse verloren etwas ihren Rhythmus, die Moskitos kamen aber trotzdem kaum zu Chancen – und machten Fehler: Marcel Leyva lief in einen Querpass der Essener im eigenen Drittel und zog eigentlich zu schnell ab. Wer trifft, hat aber Recht. Der Puck schlug genau im Angel ein.

Aus den Kabinen kamen die Essener stark verbessert, wurden zunächst aber nicht belohnt. Erst nutzte Pohling nach Scheibenverlust der Gäste und starker Sekera-Vorarbeit seine Chance und dann profitierte Lindmark von der Übersicht Sekeras. Wer dachte, die Partie sei nach dem 4:0 entschieden, lag falsch. Die Moskitos verkürzten binnen zwei Minuten auf 2:4 und machten überhaupt nicht den Eindruck, die Partie abschenken zu wollen. Zwar begann das Schlussdrittel dann ohne große Vorteile für eine Mannschaft, aber dann machten die Füchse Fehler. Mittendrin war der bis dahin stark haltende Sebastian Elwing. Erst behinderte er sich hinter dem eigenen Tor (!) mit Mats Lindmark gegenseitig. Die Moskitos nutzten das zum 3:4. Und dann rutschte ihm der Puck bei einem eher harmlosen Schuss von Vozar unter den Schonern hindurch ins Tor.

Die Füchse benötigten nur 14 Sekunden, dann führten sie wieder. Richard Rochefort schloss einen Konter erfolgreich ab. Aber die Gäste glichen schnell wieder aus. Der Kanadier Eric Houde profitierte dabei von einer klasse Vorarbeit des Finnen Mika Puhakka, der zwei Verteidiger auf sich zog und noch den öffnenden Pass spielte.

In der Schlussphase wurde es hektisch. Beide Kapitäne, Lars Müller und Luigi Calce mussten für zehn Minuten in die Box. Ihnen folgte Sean Gagnon, der sich nach einem Foul an ihm nicht beruhigen konnte. In den Schlussminuten einschließlich der Verlängerung passierte nicht viel. Das Penalty-Schießen gewannen die Füchse, wobei Rochefort, der junge Thomas Götz (!) und André Mücke trafen. Die Rote Laterne bleibt so in Essen.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 28.01.2006
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1 | Hoywoyfux | 28.01.2006 @ 19:56
Mal ehrlich, was soll man dazu sagen . . . So tiefblau kann das Auge gar nicht sein, wie wir diesmal davon gekommen sind. Und wenn man ehrlich ist, Essen hat im ersten Drittel nahezu körperlos gespielt (hockey-light) und wir hatten Raum ohne Ende. Zwar waren schöne Tore von uns dabei, aber Moral hat für mich Essen um Puhakka gezeigt (Spitzenmann). Das müssen wir bis März unbedingt in die Reihe kriegen !!!
2 | Manuela | 28.01.2006 @ 23:25
Glückwunsch zum Sieg, wie auch immer der zustande gekommen ist!!! Aber solche Dinger müssen auch erst mal gewonnen werden!!! Und gegen Essen drück ich euch eh noch fester die Daumen, selbst wernn es bei uns in der Halle ist...*grins*
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