Etwas Wehmut schwang mit. Schließlich war das gestern das letzte Sachsenderby in dieser Saison. Noch einmal durfte sich Weißwasser als Eishockey-Landeshauptstadt fühlen, doch erneut regierten die Dresdner Eislöwen. Die Elbestädter gewannen auch das vierte Duell.
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Doch diese Begegnung verlief spannender als alle anderen Partien. Die 2 229 Zuschauer sahen schöne Einzelaktionen, tolle Kombinationen und jede Menge Tore – vier auf beiden Seiten. Es ging hin und her. Dreimal führten die Hausherren, einmal die Gäste. Ihnen gelang in Unterzahl gleich zweimal der Ausgleich. In Überzahl schafften sie das nicht. „Da haben wir gepennt, waren nicht einhundertprozentig bei der Sache“, ärgerte sich Füchse-Coach Frederic Caroll. Die Eislöwen hätten in diesen Situationen nichts zu verlieren gehabt und alles richtig gemacht. Sein Kollege Jiri Kochta freute sich diebisch über diese Treffer: „Da sind wir schlau gewesen, haben lange Pässe nach vorn gespielt und so den Gegner, der sich nach vorn orientiert hat, um Druck zu machen, überrascht.“
Ein Remis wäre gerecht gewesen, aber Unentschieden gibt es in der schnellsten Mannschaftssportart der Welt nicht. So musste das Penaltyschießen entscheiden. Erst der 14. Schütze traf – Andrej Kaufmann für die Dresdner. „Ich hab’ ihn einfach reingemacht“, meinte der 30-jährige Stürmer aus Kasachstan. Etwas Dusel gehörte natürlich auch dazu. „Wir hatten heute das Glück, das wir gegen Regensburg nicht hatten“, sagte Kochta.
Das Glück des Tüchtigen wohlgemerkt. Die Eislöwen wollten diesen Sieg. „Unsere Moral ist intakt. Das hat man vor allem daran gesehen, wie wir die Spieldauerdisziplinarstrafe für Daniel Körber gegen Ende der Begegnung weggesteckt haben“, betonte Dresdens Kapitän Jan Schertz. Der 36-jährige Verteidiger fand das Schlussdrittel sowieso am besten: „Da haben wir uns weniger Strafminuten eingefangen und gleich mehr vom Spiel gehabt.“
Alles bleibt friedlich und ruhig
Caroll tröstete sich mit dem einen Punkt, den es für seine Lausitzer gab: „Den haben wir uns immerhin gegen eine Spitzenmannschaft erarbeitet.“ Trotz der Niederlage zog er den Hut vor dem Auftritt seiner Schützlinge. Der Trainer hatte sein Team vor der Partie zu einer extra-langen Sitzung gebeten: „Ich habe ihnen gesagt, dass sie an sich glauben und positiv denken sollen, auch wenn ein Tor gegen uns fällt. Das gleichen wir dann wieder aus.“ Im Spiel ging das gut. Beim Penaltyschießen klappte es nicht mehr.
Diesen Optimismus verbreitete er auch danach: „Wir haben zwar nur einen kleinen Kader, können aber auch mit zwei statt drei Reihen etwas erreichen, wenn sich alle den Hintern aufreißen.“ Gegen Dresden haben seine Füchse das wieder bewiesen. Gegen die anderen Gegner müssen sie das nun auch machen. „Wenn die Lausitzer immer so kämpfen und spielen wie gegen uns, dann bleiben sie locker in der zweiten Bundesliga und spielen dort künftig wieder eine sehr gute Rolle“, erklärte Kochta. Schließlich hätten bei den Füchsen auch noch einige Leistungsträger gefehlt. Er wunderte sich nur, warum sich die Lausitzer gegen sein Team besonders gut motivieren können. Das muss wohl an den Derbys liegen.
Auch wenn dieses Derby für diese Spielzeit das letzte war, konnten alle einen positiven Schlussstrich ziehen, denn diesmal blieb alles ruhig, gab es keine Krawalle – weder in der Halle noch außerhalb. „Ich bin froh, dass es keine Randale gab“, meinte Caroll. Eishockey sei so ein schöner Sport. Den sollten die Zuschauer nur genießen – am besten auch künftig mit so friedlichen Festen wie gestern.
Ein Remis wäre gerecht gewesen, aber Unentschieden gibt es in der schnellsten Mannschaftssportart der Welt nicht. So musste das Penaltyschießen entscheiden. Erst der 14. Schütze traf – Andrej Kaufmann für die Dresdner. „Ich hab’ ihn einfach reingemacht“, meinte der 30-jährige Stürmer aus Kasachstan. Etwas Dusel gehörte natürlich auch dazu. „Wir hatten heute das Glück, das wir gegen Regensburg nicht hatten“, sagte Kochta.
Das Glück des Tüchtigen wohlgemerkt. Die Eislöwen wollten diesen Sieg. „Unsere Moral ist intakt. Das hat man vor allem daran gesehen, wie wir die Spieldauerdisziplinarstrafe für Daniel Körber gegen Ende der Begegnung weggesteckt haben“, betonte Dresdens Kapitän Jan Schertz. Der 36-jährige Verteidiger fand das Schlussdrittel sowieso am besten: „Da haben wir uns weniger Strafminuten eingefangen und gleich mehr vom Spiel gehabt.“
Alles bleibt friedlich und ruhig
Caroll tröstete sich mit dem einen Punkt, den es für seine Lausitzer gab: „Den haben wir uns immerhin gegen eine Spitzenmannschaft erarbeitet.“ Trotz der Niederlage zog er den Hut vor dem Auftritt seiner Schützlinge. Der Trainer hatte sein Team vor der Partie zu einer extra-langen Sitzung gebeten: „Ich habe ihnen gesagt, dass sie an sich glauben und positiv denken sollen, auch wenn ein Tor gegen uns fällt. Das gleichen wir dann wieder aus.“ Im Spiel ging das gut. Beim Penaltyschießen klappte es nicht mehr.
Diesen Optimismus verbreitete er auch danach: „Wir haben zwar nur einen kleinen Kader, können aber auch mit zwei statt drei Reihen etwas erreichen, wenn sich alle den Hintern aufreißen.“ Gegen Dresden haben seine Füchse das wieder bewiesen. Gegen die anderen Gegner müssen sie das nun auch machen. „Wenn die Lausitzer immer so kämpfen und spielen wie gegen uns, dann bleiben sie locker in der zweiten Bundesliga und spielen dort künftig wieder eine sehr gute Rolle“, erklärte Kochta. Schließlich hätten bei den Füchsen auch noch einige Leistungsträger gefehlt. Er wunderte sich nur, warum sich die Lausitzer gegen sein Team besonders gut motivieren können. Das muss wohl an den Derbys liegen.
Auch wenn dieses Derby für diese Spielzeit das letzte war, konnten alle einen positiven Schlussstrich ziehen, denn diesmal blieb alles ruhig, gab es keine Krawalle – weder in der Halle noch außerhalb. „Ich bin froh, dass es keine Randale gab“, meinte Caroll. Eishockey sei so ein schöner Sport. Den sollten die Zuschauer nur genießen – am besten auch künftig mit so friedlichen Festen wie gestern.
Quelle: Sächsische Zeitung vom 06.02.2006