Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Andrej Kaufmann trifft zum vierten Derby-Sieg
06.02.2006 | 00:17 Uhr von
Die Eislöwen haben am Wochenende wieder fleißig Punkte gesammelt. Am Freitag setzten sie sich daheim gegen die Tölzer Löwen mit 5:1 (1:0, 3:1, 1:0) durch und gestern bezwangen sie im vierten Sachsenderby der Saison die Lausitzer Füchse mit 5:4 (1:1, 1:2, 2:1, 1:0) nach Penaltyschießen. Damit haben die Elbestädter bereits 83 Zähler auf ihrem Konto.

Beim vierten und vorerst letzten Sachsenderby wollten es die Weißwasseraner Füchse wissen. Und so begannen sie im eigenen Fuchsbau vor reichlich 2200 Zuschauern druckvoll und engagiert. Folgerichtig netzte Mats Lindmark in der 5. Minute im Powerplay zum 1:0 für die Gastgeber ein, die das Spiel erst einmal im Griff hatten. Dagegen konnten die Eislöwen, die neben Petr Sikora auch noch auf den erkrankten Jakub Körner (Bronchitis) verzichten mussten, selbst ein 5:3-Überzahlspiel in der 15. Minute nicht nutzen. Doch als die Elbestädter drei Minuten darauf in Unterzahl spielten, schob Greg Schmidt nach einem Puckverlust von Weißwassers Martin Sekera die Scheibe zum 1:1 ins Netz.

Bis zur Pausensirene machten nun die Kochta-Männer Dampf. Doch auch zu Beginn des zweiten Abschnittes kamen die Füchse bissig aus der Kabine und setzten die Dresdner, die etwas passiv agierten, unter Druck. In der 23. Minute dann der Riesenjubel, als Sean Gagnon mit einem schönen Schlagschuss Marek Mastic zum 2:1 überwand. Weitere Chancen aber konnten die Füchse nicht verwerten. Anders dagegen die Elbestädter, wiederum bei einem Unterzahlspiel markierte Andrej Kaufmann in der 34. Minute den 2:2-Ausgleich. Dann aber musste zuerst Daniel Menge in die Kühlbox, anschließend noch Robert Hoffmann. Und so kam, was kommen musste. Das 5:3-Powerplay brachte die erneute Führung der Gastgeber. Wieder war es Sean Gagnon, der Mastic mit einem Schlagschuss von der blauen Linie bezwang. Mit der knappen Führung der Lausitzer ging es in die letzte Pause. Die Eislöwen zeigten sich nun bissiger. In der 44. Minute vollendete David Musial, der ganz allein vor Nolan Mc Donald auftauchte, zum 3:3.

Die Kochta-Männer gaben weiter Gas, während bei den Füchsen, die fast durchweg mit nur zwei Reihen gespielt hatten, offenbar die Kräfte schwanden. Mit einem schönen Treffer ins kurze Eck sorgte Daniel Körber für die erste Gäste-Führung. Aber die Weißwasseraner schlugen noch einmal zurück. Lars Müller beförderte die Scheibe zum 4:4-Ausgleich ins Tor. Inzwischen musste Daniel Körber mit Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis, weil er mit hohem Stock Mats Lindmark verletzt hatte. Damit fehlt Körber den Elbestädtern am Freitag in Essen. Beide Teams versuchten danach vergebens, die Entscheidung in regulärer Spielzeit herbeizuführen. Als auch die Verlängerung torlos blieb, durften sich die Fans auf einen Penalty-Krimi freuen.

Sechsmal gingen die Schützen beider Teams zum Punkt und konnten nichts ausrichten. Als dann der siebente Schütze der Füchse, Richard Rochefort an Marek Mastic scheiterte, trat Andrej Kaufmann zum zweiten Mal für die Eislöwen an. Und diesmal netzte er eiskalt ein. Eislöwen-Kapitän Jan Schertz freute sich: "Wir haben im letzten Drittel besser gespielt, wollten den Sieg unbedingt." Trainer Jiri Kochta meinte: "Ein Unentschieden war schon gerecht. Weißwasser hat stark gespielt. Es war spannend wie jedes Derby bisher. Wenn die Füchse immer so kämpfen wie heute, werden sie den Klassenerhalt schaffen."

Am Freitag hatten die Eislöwen gegen die Tölzer Löwen einen sicheren Sieg herausgespielt. Dabei gab Jaroslav Buchal einen glänzenden Einstand, denn ihm gelang gleich in der 9. Minute das erste Tor für die Gastgeber. Im zweiten Abschnitt setzten sich die Löwen durch Treffer von Daniel Menge (2) und Greg Schmidt auf 4:1 ab. Im letzten Abschnitt erhöhte Robin Sochan dann noch auf 5:1.

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 06.02.2006
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