Komplimente für die Füchse – Sieg erneut an die Eislöwen Dresden gewinnt auch das vierte Derby in Weißwasser 5:4 n.P.
Nach dem dramatischen Spiel mit einem glücklichen Sieger gab es zwar reichlich Komplimente für die Lausitzer Füchse, der Sieg ging aber auch im vierten Sachsenderby der 2. Bundesliga an die Eislöwen aus Dresden. Sie setzten sich 5:4 nach Penaltyschießen in Weißwasser durch. Ihr Trainer Jiri Kochta lobte trotzdem die erneut dezimierten Gastgeber für ihre starke Leistung. «Wenn die Füchse immer so spielen, schaffen sie den Klassenerhalt» , sagte Kochta.
Kochtas Lobeshymnen auf die Gastgeber mag auch mit seiner Vergangenheit in Weißwasser zusammenhängen. Denn der 59 Jahre alte Coach feierte mit den Füchsen viele Erfolge, damals sogar in der ersten Liga. Nun darf sich Kochta erneut Hoffnungen auf die Erstklassigkeit machen. Durch den Auswärtssieg in Weißwasser behaupteten die Eislöwen ihren Platz in der Spitzengruppe. Für die Füchse geht es dagegen in der im März beginnenden Abstiegsrunde um den Klassenerhalt. Von einem Leistungsunterschied zwischen beiden Teams war gestern indes nichts zu spüren. Am Ende setzte sich mit Dresden im Penaltyschießen das etwas glücklichere Team durch.
Die 2229 Zuschauer sahen einen offenen Schlagabtausch von der ersten Minute an. Weißwasser, das erneut auf mehrere Stammspieler verzichten musste, erwischte dabei den besseren Start und ging durch einen Distanzschuss von Mats Lindmark in Führung (5.). Die vom Ex-Weißwasseraner Greg Schmidt angetriebenen Eislöwen hielten jedoch mit gefälligen Kombinationen dagegen. Sie benötigten allerdings einen Fehler von Füchse-Stürmer Martin Sekera, um in der 18. Minute bei eigener Unterzahl zum Ausgleich zu kommen. Im zweiten Drittel erzielte Sean Gagnon zwei Treffer für Weißwasser (23./39.). Dresden nutzte seinerseits erneut eine Schwäche in der Füchse- Defensive und markierte wiederum in Unterzahl den zweiten Treffer durch Andrej Kaufmann (34.). «In diesen Überzahl-Spielen haben wir gepennt» , bemängelte Füchse-Trainer Fred Carroll völlig zurecht die Konzentrationsschwächen.
Im letzten Drittel kamen die Gäste zu ihrer ersten Führung dank der Tore von David Musial (44.) und Daniel Körber (51.). Lars Müller schoss den 4:4-Ausgleich (51.). Nach der torlosen Verlängerung erzielte André Kaufmann im Penaltyschießen den Siegtreffer für Dresden. Er traf als einziger von insgesamt 14 Schützen. Dennoch zeigte sich Trainer Fred Carroll mit der Leistung seiner Füchse zufrieden. «Wir haben gegen eine Topmannschaft einen Punkt geholt. Auch wenn wir das Derby gern gewonnen hätten, ziehe ich den Hut vor meiner Mannschaft. Denn wir haben derzeit nur einen kleinen Kader zur Verfügung.»
Wegen der Ausschreitungen bei den vergangenen Derbys fand die Partie unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt. Polizei und Sicherheitsdienst sicherten das Gelände rund um den Eissport-Komplex ab. Sie hatten auch eine Hooligan-Gruppierung im Griff, die nach Spielschluss vor dem Eisstadion für Unruhe sorgen wollte. «Es war ein gewaltbereites Potenzial von etwa 40 bis 50 Leuten» , sagte Peter Pelk als Leiter des Sicherheitsdienstes. «Darunter befanden sich auch Mitglieder des Sicherheitsdienstes der Dresdner Eislöwen.»
1.«Es war ein gewaltbereites Potenzial von etwa 40 bis 50 Leuten» , sagte Peter Pelk als Leiter des Sicherheitsdienstes. «Darunter befanden sich auch Mitglieder des Sicherheitsdienstes der Dresdner Eislöwen.» Ist ja nicht so neu... ;-(
2. Mats Lindmark wäre gestern auch ein würdiger Top-Spieler gewesen!!!
2 | Blacki | 06.02.2006 @ 09:36
für mich würdiger als gagnon der bei beiden treffern die die ddler in unterzahl gemacht haben auf dem eis stand fazit verteidung ????
3 | Jörg | 06.02.2006 @ 10:24
Sean spielt immer zwischen Genie und Wahnsinn.Er war gestern sehr offensiv.
4 | Matze82 | 06.02.2006 @ 10:30
@ Blacki:sorry aber das erste gegentor geht nun wirklich nicht aus Gags. Da sollte sich jemand anderes an die Nase fassen. Gags war gestern Top. an drei toren direkt beteiligt sehr viele gefährliche Schüße aufs gegnerische Tore. Er war gestern der mit abstand beste Spieler auf dem Eis.
5 | Mozart | 06.02.2006 @ 12:22
Der Auffälligste ja, der Beste nein...
Ciao Mozart!
6 | wolfgang der 2 | 06.02.2006 @ 14:29
Ich fahre jetzt schon seid 1988 zum Eishockey nach WSW doch eines verstehe ich nicht so ganz!!! Seid wann ist es üblich dass das Sicherheitspersonal der Gegnerischen Mannschaft auf Auswärtsspiele fahren und so wie es die LR beschrieben hat zum Gewaltbereiten Potenzial beitragen. Betrifft dass nur díe Eislöwen "Fans" oder auch beispielsweise unsere "Fans"? Sollten diese eigentlich für die Sicherheit sorgenden Leute nicht eine gewisse Vorbildsfunktion haben?? Gruß an alle fairen Fans
7 | Odin | 06.02.2006 @ 16:16
@2, klasse Herr Schlau, mit deiner Objektivität könntest du glatt für die MpPo schreiben......koppschüttel. Ach und noch was, seit wann wird die Verteidigung an einem Spieler festgemacht (vor allem in Unterzahl)??? Das Toreschießen gehört auch nicht zu den ersten Aufgaben eines Verteidigers(und jetzt fang mal an zurechnen -2). Es ist nun mal ein miteinander und das hat der Dicke gestern wohl gut umgesetzt.
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Dresden gewinnt auch das vierte Derby in Weißwasser 5:4 n.P.
Nach dem dramatischen Spiel mit einem glücklichen Sieger gab es zwar reichlich Komplimente für die Lausitzer Füchse, der Sieg ging aber auch im vierten Sachsenderby der 2. Bundesliga an die Eislöwen aus Dresden. Sie setzten sich 5:4 nach Penaltyschießen in Weißwasser durch. Ihr Trainer Jiri Kochta lobte trotzdem die erneut dezimierten Gastgeber für ihre starke Leistung. «Wenn die Füchse immer so spielen, schaffen sie den Klassenerhalt» , sagte Kochta.
Kochtas Lobeshymnen auf die Gastgeber mag auch mit seiner Vergangenheit in Weißwasser zusammenhängen. Denn der 59 Jahre alte Coach feierte mit den Füchsen viele Erfolge, damals sogar in der ersten Liga. Nun darf sich Kochta erneut Hoffnungen auf die Erstklassigkeit machen. Durch den Auswärtssieg in Weißwasser behaupteten die Eislöwen ihren Platz in der Spitzengruppe. Für die Füchse geht es dagegen in der im März beginnenden Abstiegsrunde um den Klassenerhalt. Von einem Leistungsunterschied zwischen beiden Teams war gestern indes nichts zu spüren. Am Ende setzte sich mit Dresden im Penaltyschießen das etwas glücklichere Team durch.
Die 2229 Zuschauer sahen einen offenen Schlagabtausch von der ersten Minute an. Weißwasser, das erneut auf mehrere Stammspieler verzichten musste, erwischte dabei den besseren Start und ging durch einen Distanzschuss von Mats Lindmark in Führung (5.). Die vom Ex-Weißwasseraner Greg Schmidt angetriebenen Eislöwen hielten jedoch mit gefälligen Kombinationen dagegen. Sie benötigten allerdings einen Fehler von Füchse-Stürmer Martin Sekera, um in der 18. Minute bei eigener Unterzahl zum Ausgleich zu kommen. Im zweiten Drittel erzielte Sean Gagnon zwei Treffer für Weißwasser (23./39.). Dresden nutzte seinerseits erneut eine Schwäche in der Füchse- Defensive und markierte wiederum in Unterzahl den zweiten Treffer durch Andrej Kaufmann (34.). «In diesen Überzahl-Spielen haben wir gepennt» , bemängelte Füchse-Trainer Fred Carroll völlig zurecht die Konzentrationsschwächen.
Im letzten Drittel kamen die Gäste zu ihrer ersten Führung dank der Tore von David Musial (44.) und Daniel Körber (51.). Lars Müller schoss den 4:4-Ausgleich (51.). Nach der torlosen Verlängerung erzielte André Kaufmann im Penaltyschießen den Siegtreffer für Dresden. Er traf als einziger von insgesamt 14 Schützen. Dennoch zeigte sich Trainer Fred Carroll mit der Leistung seiner Füchse zufrieden. «Wir haben gegen eine Topmannschaft einen Punkt geholt. Auch wenn wir das Derby gern gewonnen hätten, ziehe ich den Hut vor meiner Mannschaft. Denn wir haben derzeit nur einen kleinen Kader zur Verfügung.»
Wegen der Ausschreitungen bei den vergangenen Derbys fand die Partie unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt. Polizei und Sicherheitsdienst sicherten das Gelände rund um den Eissport-Komplex ab. Sie hatten auch eine Hooligan-Gruppierung im Griff, die nach Spielschluss vor dem Eisstadion für Unruhe sorgen wollte. «Es war ein gewaltbereites Potenzial von etwa 40 bis 50 Leuten» , sagte Peter Pelk als Leiter des Sicherheitsdienstes. «Darunter befanden sich auch Mitglieder des Sicherheitsdienstes der Dresdner Eislöwen.»
Freitag: Wild Wings Schwenningen – Lausitzer Füchse 7:4 (2:1, 3:1, 2:2)
Tore: 1:0 Hassan (3.), 2:0 Frosch (8.), 2:1 Lindmark (17.), 3:1 Brezina (23.), 4:1 Frosch (27.), 5:1 Hynes (37.), 5:2 Kempf (39.), 5:3 Sekera (44.), 6:3 Junker (49.), 7:3 Zappe (55.), 7:4 Gagnon (57.); Schiedsrichter: Stefan Franz (Bergisch-Gladbach); Zuschauer: 2362; Strafminuten: 12/14.
Sonntag: Lausitzer Füchse – Dresdner Eislöwen 4:5 n.P. (1:1, 2:1, 1:2/0:1)
Tore: 1:0 Lindmark (5.), 1:1 Schmidt (18.), 2:1 Gagnon (23.), 2:2 Kaufmann (34.), 3:2 Gagnon (39.), 3:3 Musial (44.), 3:4 Körber (51.), 4:4 Müller (54.), 4:5 Kaufmann (65.); Schiedsrichter: Harald Deubert (Passau); Zuschauer: 2229; Strafminuten: 18 / 27 + Spieldauer (Körber).
RUNDSCHAU-Spieler des Tages der Füchse: Sean Gagnon
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 06.02.2006