Klassenerhalt der Lausitzer Füchse wird zur Kraftfrage Trainer Carroll muss bis zum Beginn der Abstiegsrunde am 12. März aus dem kleinen Kader ein eingespieltes Team formieren
«Wenn die Füchse immer so spielen, schaffen sie den Klassenerhalt.» Das dicke Lob von Gäste-Coach Jiri Kochta nach der 4:5-Heimniederlage im Penaltyschießen am Sonntag gegen die Eislöwen Dresden tat den Lausitzer Füchsen gut – aber wirklich weiter hilft es dem Team von Cheftrainer Fred Carroll nicht. Denn in der am 12. März startenden Abstiegsrunde der 2. Eishockey- Bundesliga geht es für die Füchse wieder bei null los.
Ihnen steht steht ein beinharter Existenzkampf bevor. «Dann geht es für uns um alles» , betont Trainer Carroll. Derbys gegen Dresden sind deshalb allenfalls eine schöne Abwechslung. Das Hauptaugenmerk gilt jedoch der Vorbereitung auf die Abstiegsrunde. In einem Monat müssen die Füchse topfit sein. Schon jetzt ist klar, dass der Klassenerhalt in erster Linie eine Frage der Kraft wird. Denn angesichts des kleinen Kaders ist die körperliche Belastung vor allem für die Leistungsträger enorm hoch. Die RUNDSCHAU zieht eine Zwischenbilanz: Wie fit sind die Füchse? Wo bestehen die größten Probleme?
* Torhüter: Die Hackordnung zwischen dem nachträglich verpflichteten Nolan McDonald und Sebastian Elwing ist zementiert. McDonald geht als Nummer eins in die entscheidende Saisonphase. Der Kanadier genießt das Vertrauen von Carroll. Der Coach lobt indes auch die Loyalität und den Trainingsfleiß von Elwing. Für McDonald spricht vor allem seine Erfahrung. Er offenbarte trotz fehlender Spielpraxis kaum Anpassungsprobleme und ist zu einer Verstärkung geworden. Doch Carroll will auch Elwing weiter Spielpraxis geben, um in der Abstiegsrunde zwei selbstbewusste Keeper zur Verfügung zu haben.
* Abwehr: Hier wurde mit Sean Gagnon ebenfalls nachgebessert. «Der Dicke» ist das Bollwerk schlechthin. Mit seinem harten Schuss setzt er auch in der Offensive wichtige Impulse. Allerdings liegen Genie und Wahnsinn oft dicht nebeneinander. Mats Lindmark scheint auf dem Weg zu alter Leistungsstärke zu sein. Allerdings haben die Füchse nur noch sieben Verteidiger im Kader. Zudem steht Pavel Vait wegen seiner Verletzungsanfälligkeit nur selten zur Verfügung. Einen Konkurrenzkampf gibt es deshalb nicht. Stattdessen sind Konzentrationsschwächen wegen der hohen Belastung vorprogrammiert.
* Angriff: Die Verletztenliste diktiert die Aufstellung. In Schwenningen waren nur acht Stürmer im Kader. Wegen der dünnen Personaldecke und des großen Leistungsgefälles spielten die Füchse gegen Dresden in der Schlussphase nur mit zwei Reihen. Doch Trainer Carroll weiß, dass diese Kraftanstrengung auf Dauer nicht durchzuhalten ist. Deshalb hat er bis zur Abstiegsrunde einen schwierigen Spagat zu bewältigen: Einerseits muss er ein eingespieltes Team formieren und auch die Fans bei Laune halten. Andererseits gilt es, mit den Kräften zu haushalten – so gut das bei zwei Spielen pro Wochenende möglich ist. (Frank Noack)
Trainer Carroll muss bis zum Beginn der Abstiegsrunde am 12. März aus dem kleinen Kader ein eingespieltes Team formieren
«Wenn die Füchse immer so spielen, schaffen sie den Klassenerhalt.» Das dicke Lob von Gäste-Coach Jiri Kochta nach der 4:5-Heimniederlage im Penaltyschießen am Sonntag gegen die Eislöwen Dresden tat den Lausitzer Füchsen gut – aber wirklich weiter hilft es dem Team von Cheftrainer Fred Carroll nicht. Denn in der am 12. März startenden Abstiegsrunde der 2. Eishockey- Bundesliga geht es für die Füchse wieder bei null los.
Ihnen steht steht ein beinharter Existenzkampf bevor. «Dann geht es für uns um alles» , betont Trainer Carroll. Derbys gegen Dresden sind deshalb allenfalls eine schöne Abwechslung. Das Hauptaugenmerk gilt jedoch der Vorbereitung auf die Abstiegsrunde. In einem Monat müssen die Füchse topfit sein. Schon jetzt ist klar, dass der Klassenerhalt in erster Linie eine Frage der Kraft wird. Denn angesichts des kleinen Kaders ist die körperliche Belastung vor allem für die Leistungsträger enorm hoch. Die RUNDSCHAU zieht eine Zwischenbilanz: Wie fit sind die Füchse? Wo bestehen die größten Probleme?
* Torhüter: Die Hackordnung zwischen dem nachträglich verpflichteten Nolan McDonald und Sebastian Elwing ist zementiert. McDonald geht als Nummer eins in die entscheidende Saisonphase. Der Kanadier genießt das Vertrauen von Carroll. Der Coach lobt indes auch die Loyalität und den Trainingsfleiß von Elwing. Für McDonald spricht vor allem seine Erfahrung. Er offenbarte trotz fehlender Spielpraxis kaum Anpassungsprobleme und ist zu einer Verstärkung geworden. Doch Carroll will auch Elwing weiter Spielpraxis geben, um in der Abstiegsrunde zwei selbstbewusste Keeper zur Verfügung zu haben.
* Abwehr: Hier wurde mit Sean Gagnon ebenfalls nachgebessert. «Der Dicke» ist das Bollwerk schlechthin. Mit seinem harten Schuss setzt er auch in der Offensive wichtige Impulse. Allerdings liegen Genie und Wahnsinn oft dicht nebeneinander. Mats Lindmark scheint auf dem Weg zu alter Leistungsstärke zu sein. Allerdings haben die Füchse nur noch sieben Verteidiger im Kader. Zudem steht Pavel Vait wegen seiner Verletzungsanfälligkeit nur selten zur Verfügung. Einen Konkurrenzkampf gibt es deshalb nicht. Stattdessen sind Konzentrationsschwächen wegen der hohen Belastung vorprogrammiert.
* Angriff: Die Verletztenliste diktiert die Aufstellung. In Schwenningen waren nur acht Stürmer im Kader. Wegen der dünnen Personaldecke und des großen Leistungsgefälles spielten die Füchse gegen Dresden in der Schlussphase nur mit zwei Reihen. Doch Trainer Carroll weiß, dass diese Kraftanstrengung auf Dauer nicht durchzuhalten ist. Deshalb hat er bis zur Abstiegsrunde einen schwierigen Spagat zu bewältigen: Einerseits muss er ein eingespieltes Team formieren und auch die Fans bei Laune halten. Andererseits gilt es, mit den Kräften zu haushalten – so gut das bei zwei Spielen pro Wochenende möglich ist. (Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 07.02.2006