Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Feuerlöschen im Fuchsbau
17.10.2006 | 17:12 Uhr von
Nach dem Disput zwischen Cheftrainer Carroll und Star-Stürmer Janos ist das Schlusslicht um Schadensbegrenzung bemüht
Normalerweise gehört auch nach einer Niederlage der Handschlag zwischen dem Trainer und seiner Mannschaft zum guten Ton. Im Anschluss an die 2:4-Heimpleite gegen die Landshut Cannibals hatten sich Fred Carroll und sein Star-Stürmer Branislav Janos allerdings nicht viel zu sagen. Der obligatorische Handschlag fiel aus - zumindest am Sonntag. Die Ursache der zwischenmenschlichen Eiszeit ist im letzten Drittel zu finden, als sich Janos wieder einmal eine Undiszipliniertheit leistete. Nach einer Zwei-Minuten-Strafe echauffierte sich der 35 Jahre alte Slowake derart lautstark, dass er vom Schiedsrichter gleich noch eine zehnminütige Strafe obendrauf bekam. Diese Undiszipliniertheit wiederum brachte Trainer Carroll so sehr auf die Palme, dass er Janos auch nach Verbüßung der Strafe nicht mehr auf das Eis schickte. Ausgerechnet der zweitbeste Scorer und außerdem der mit Abstand erfahrenste Akteur der Füchse wurde damit in der entscheidenden Phase der Partie gegen Landshut wie ein Jungspund zum Bankdrücker degradiert.
Diese Fakten taugen durchaus zu einem handfesten Kabinenkrach. Deshalb verwundert es nicht, dass das Schlusslicht der 2. Liga bereits einen Tag nach dem Eklat um Schadensbegrenzung bemüht war. Denn: Ein Füchse-Team ohne Branislav Janos ist derzeit nur schwer vorstellbar. "Beide Seiten müssen aufeinander zu gehen. Einerseits ist der Unmut des Trainers zu verstehen, da durch solche unnötigen Strafen die Mannschaft geschwächt wird. Andererseits wissen wir, was wir an Branislav Janos haben. Er gehört mit seiner Kreativität zu den absoluten Leistungsträgern im Team", sagte Dirk Rohrbach gestern.
Der Sportliche Berater versucht sich als Feuerlöscher, damit aus dem Zündeln zwischen Carroll und Janos kein Flächenbrand entsteht. Nach dem trainingsfreien Montag ist deshalb für heute ein Versöhnungsgespräch im Fuchsbau angesetzt. Bei dieser Gelegenheit sollen mit allen Beteiligten die Vorkommnisse vom Sonntag aufgearbeitet werden. Als Ergebnis ist ein Schulterschluss zwischen den Streithähnen angepeilt. Einen Sieger und einen Verlierer dürfte es dabei ohnehin kaum geben. Denn letztlich brauchen die Füchse sowohl einen respektierten Trainer Carroll als auch einen erfahrenen Spieler wie Janos. Für mildernde Umstände zugunsten des Routiniers könnte die Tatsache sorgen, dass er längst kein Einzelfall in der langen Sünderkartei ist. Auch Neuzugang Chris Straube hatte gegen Landshut seine Nerven nicht im Griff und kassierte wegen Reklamierens eine Zehn-Minuten-Strafe. Mit 367 Strafminuten führt Weißwasser zumindest diese Tabelle an. Trainer Carroll hat die numerische Unterlegenheit als Hauptursache für die Niederlagen ausgemacht. Auf der Strafbank gewinnen wir keine Spiele, sagt er an die Adresse seiner Profis und hat deshalb eine Verschärfung des internen Strafenkatalogs angekündigt.

Quelle: Lausitzer Rundschau, LR-Sport, Printausgabe Seite 21 vom 17.10.2006
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