Nach einem Viertel der Vorrunde fällt eine Zwischenbilanz in der Eishockey-Bundesliga im Großen und Ganzen gemischt aus.
Die ganz großen Überraschungen blieben in der 2. Eishockey-Bundesliga im bisherigen Saisonverlauf aus. Fast wie erwartet marschiert DEL-Absteiger Kassel Huskies vornweg. Mit 31 Zählern haben die Nordhessen fünf Punkte Vorsprung vor dem Vorjahresfinalisten Bremerhaven.Dabei zeigt der Blick auf die Statistik, dass dies vor allem auch ein Verdienst der Defensivabteilung ist, denn nur 28 Gegentreffer stehen zu Buche. Kein anderes Team hat so wenige. Besonders auffällig: Mit den beiden Goalies Markus Hätinen und dem Ex-Weißwasseraner Sebastian Elwing, die fast gleiche Spielanteile erhielten, führen gleich zwei Keeper aus Kassel die Torhüterstatistik an. Hinter dem Liga-Krösus lauert ein breit gefächertes Verfolgerfeld. Zwischen Bremerhaven (2. Platz / 26 Punkte)) und Bietigheim (8. / 21) liegen lediglich fünf Zähler. Das deutet auf eine größere Ausgeglichenheit in diesem Jahr hin. Von den erwarteten Play-off-Kandidaten konnten lediglich Wolfsburg und Bietigheim die in sie gesteckten Erwartungen noch nicht erfüllen. Nach fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen glaubt jedoch Wolfsburgs Coach Toni Krinner: „Wir sind jetzt raus aus der Krise.“ In Bietigheim holte sich der Verein zur Unterstützung von Trainer Uli Liebsch den Ex-Nationalspieler Ernst Köpf als sportlichen Berater und Spielerbeobachter an Bord, um wieder erfolgreicher zu sein.
Den einzigen Trainerwechsel gab es bislang in München. Allerdings warf dort Gary Prior aus eigener Initiave das Handtuch. Für ihn übernahm jetzt der Italo-Kanadier Pat Cortina das Zepter.
Die positive Überraschung ist wohl nach wie vor Aufsteiger EV Landsberg, der als Sechster immer noch einen Play-off-Platz hält. Allerdings glaubt nicht nur Eislöwen-Manager Jan Tabor, dass die Bayern am Ende nicht unter den besten acht Mannschaften vertreten sein werden.
Aus sächsischer Sicht ist der Blick ins untere Drittel der Tabelle besonders betrüblich, denn die Lausitzer Füchse bilden das Schlusslicht und die Crimmitschauer Eispiraten rangieren nur einen Platz davor. Doch wirklich unerwartet kommt auch dies nicht. Jan Tabor hofft für die Lokalrivalen, dass sie sich noch stabilisieren. Und das hat nicht ganz uneigennützige Gründe: „Die Sachsen-Derbys sind das Salz in der Suppe für uns. Sie bescheren unserem Verein tolle Stimmung und stets eine volle Halle. Das möchten wir keinesfalls missen. Ich freue mich schon auf das Derby am Sonntag gegen Crimmitschau“, so der Eislöwen-Manager, der dann freilich kein Punktgeschenk machen möchte.
Was die Zuschauer- und Tor-Statistik anbelangt, so entwickelte sie sich im ersten Viertel der Saison diametral entgegengesetzt. Während der Besuch in den Stadien um rund zehn Prozent zurückging, stieg die Trefferausbeute gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Dabei gehen die Erklärungen für den geringeren Zuschauerschnitt bei den Verantwortlichen weit auseinander. Dagegen liegt der Grund für die Toreflut klar auf der Hand: Die „Null-Toleranz-Auslegung“ führt zu mehr Strafzeiten und damit auch zu mehr Treffern.
Zwei Vereine der Bundesliga sorgten in den vergangenen Wochen für Furore: Bremerhaven und Regensburg. Beide verwiesen im Viertelfinale des DEB-Pokals namhafte Konkurrenz aus der DEL in die Schranken. Mit 9:2 fegten die Fischtown Pinguins den DEL-Mitfavoriten DEG Metro Stars aus der Halle und die Eisbären Regensburg warfen die Straubing Tigers aus dem Rennen. Beide Teams dürfen sich nun auf das Viertelfinale Anfang Dezember freuen.(Toni Kaufmann)
zum thema Elle...... War ja klar......Wer auch immer weggeht von WSW wächst danach über sich hinaus und spielt ne super Saison....woran das wohl liegt ??? Fragen über Fragen.....
2 | Anubis | 26.10.2006 @ 12:13
wenn die abwehr super arbeitet hat man es als torwart denke ich mal auch leichter. will nun in keinster weise elle´s leistung schmälern.
3 | Axel Schweiss | 26.10.2006 @ 12:31
@1 Das war ein Volltreffer versenkt.Tschau Axel.
4 | max DD | 26.10.2006 @ 13:59
@1 und 3: Elwing hatte die letzen Saisons bei euch einen guten GTS von 2,91 bzw. 3,26. Dazu einige SO. Das muß ein Goalie in einer unterdurchschnittlichen bis grottenschlechten Manschaft erstmal schaffen. Mit ner guten Abwehr dazu ist doch klar was passiert.
5 | 3liter | 26.10.2006 @ 14:16
Elle hatte im übrigen im letzten Jahr fast den gleichen Gegentorschnitt wie McDonald (bei ähnlicher Anzahl von Spielen). Deswegen konnte ich nicht verstehen, warum Elle für dieses Jahr nicht wieder als erster Keeper gehalten wurde, da er ja offenbar nur unwesentlich schlechter war. Schließlich ging es letzte Saison auch nahc der McDonald-Verpflichtung nicht bergauf. Insofern überascht mich diese Entwicklung überhaupt nicht.
6 | Thorben | 26.10.2006 @ 20:23
@5: Lag wohl an den Gehaltsvorstellungen? 2 Torhüter mit ordentlich Gehalt waren net drin & BicMäc ist der Bessere von beiden.
7 | 3liter | 26.10.2006 @ 23:15
Kann ich mir nach dem Verlauf der letzten Saison nicht vorstellen. Außerdem hätte man Mc hätte man ja dann nicht behalten (also nurein TH mit ordentlich Gehalt ). Aber ích muss ja nicht alles verstehen, dazu habe ich zu wenig Einblick
8 | L-X | 27.10.2006 @ 02:40
*grins* hab mich ja lange zurückgehalten.... aber der letzte Tor"hüter" den ich in WSW gesehen habe hieß P.Franke, alles was danach kam, reichte von vielverspechenden Talenten über nervöse Bodenturner bis hin zu "ich lass mich beim Penalty zweimal mit dem gleichen 'Ding' verarschen und auch sonst alles nach vorn prallen-Typen". Ich kann es mit Sicherheit nicht besser - werde allerdings dafür auch nicht bezahlt... Ein Keeper, der eine schwache Abwehr hat, hat trotzdem eine Fanghand. meine Meinung
9 | L-X | 27.10.2006 @ 02:48
...sicherlich für das Gehalt okay, aber als Ausländer in einer Mannschaft... hmmm, naja, und dann noch mit privater Tormannschule....sollte mehr kommen. Trotzdem gibt es auch bei N.McD Lichtblicke.... warten wir's ab, in der Saison ist vor den Play-downs(-offs*träum*)
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
Die ganz großen Überraschungen blieben in der 2. Eishockey-Bundesliga im bisherigen Saisonverlauf aus. Fast wie erwartet marschiert DEL-Absteiger Kassel Huskies vornweg. Mit 31 Zählern haben die Nordhessen fünf Punkte Vorsprung vor dem Vorjahresfinalisten Bremerhaven.Dabei zeigt der Blick auf die Statistik, dass dies vor allem auch ein Verdienst der Defensivabteilung ist, denn nur 28 Gegentreffer stehen zu Buche. Kein anderes Team hat so wenige. Besonders auffällig: Mit den beiden Goalies Markus Hätinen und dem Ex-Weißwasseraner Sebastian Elwing, die fast gleiche Spielanteile erhielten, führen gleich zwei Keeper aus Kassel die Torhüterstatistik an. Hinter dem Liga-Krösus lauert ein breit gefächertes Verfolgerfeld. Zwischen Bremerhaven (2. Platz / 26 Punkte)) und Bietigheim (8. / 21) liegen lediglich fünf Zähler. Das deutet auf eine größere Ausgeglichenheit in diesem Jahr hin. Von den erwarteten Play-off-Kandidaten konnten lediglich Wolfsburg und Bietigheim die in sie gesteckten Erwartungen noch nicht erfüllen. Nach fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen glaubt jedoch Wolfsburgs Coach Toni Krinner: „Wir sind jetzt raus aus der Krise.“ In Bietigheim holte sich der Verein zur Unterstützung von Trainer Uli Liebsch den Ex-Nationalspieler Ernst Köpf als sportlichen Berater und Spielerbeobachter an Bord, um wieder erfolgreicher zu sein.
Den einzigen Trainerwechsel gab es bislang in München. Allerdings warf dort Gary Prior aus eigener Initiave das Handtuch. Für ihn übernahm jetzt der Italo-Kanadier Pat Cortina das Zepter.
Die positive Überraschung ist wohl nach wie vor Aufsteiger EV Landsberg, der als Sechster immer noch einen Play-off-Platz hält. Allerdings glaubt nicht nur Eislöwen-Manager Jan Tabor, dass die Bayern am Ende nicht unter den besten acht Mannschaften vertreten sein werden.
Aus sächsischer Sicht ist der Blick ins untere Drittel der Tabelle besonders betrüblich, denn die Lausitzer Füchse bilden das Schlusslicht und die Crimmitschauer Eispiraten rangieren nur einen Platz davor. Doch wirklich unerwartet kommt auch dies nicht. Jan Tabor hofft für die Lokalrivalen, dass sie sich noch stabilisieren. Und das hat nicht ganz uneigennützige Gründe: „Die Sachsen-Derbys sind das Salz in der Suppe für uns. Sie bescheren unserem Verein tolle Stimmung und stets eine volle Halle. Das möchten wir keinesfalls missen. Ich freue mich schon auf das Derby am Sonntag gegen Crimmitschau“, so der Eislöwen-Manager, der dann freilich kein Punktgeschenk machen möchte.
Was die Zuschauer- und Tor-Statistik anbelangt, so entwickelte sie sich im ersten Viertel der Saison diametral entgegengesetzt. Während der Besuch in den Stadien um rund zehn Prozent zurückging, stieg die Trefferausbeute gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Dabei gehen die Erklärungen für den geringeren Zuschauerschnitt bei den Verantwortlichen weit auseinander. Dagegen liegt der Grund für die Toreflut klar auf der Hand: Die „Null-Toleranz-Auslegung“ führt zu mehr Strafzeiten und damit auch zu mehr Treffern.
Zwei Vereine der Bundesliga sorgten in den vergangenen Wochen für Furore: Bremerhaven und Regensburg. Beide verwiesen im Viertelfinale des DEB-Pokals namhafte Konkurrenz aus der DEL in die Schranken. Mit 9:2 fegten die Fischtown Pinguins den DEL-Mitfavoriten DEG Metro Stars aus der Halle und die Eisbären Regensburg warfen die Straubing Tigers aus dem Rennen. Beide Teams dürfen sich nun auf das Viertelfinale Anfang Dezember freuen.(Toni Kaufmann)
Quelle: Sächsische Zeitung 26.10.2006