Die Füchse starteten druckvoll. Das war nicht neu. Dass sie gestern Abend aber nach acht Minuten bereits mit 2:0 vorne lagen, das war schon eine kleine Überraschung.
Wie Lanny Gare, so jubelten gestern alle Fans und Spieler der Füchse. Nachdem die Mannschaft im ersten Drittel noch kurz zittern musste, gelang am Ende ein hochverdienter Sieg. Foto: Gunnar Schulze
Aber Weißwasser war in den ersten Minuten tatsächlich die klar bessere Mannschaft. Mit einem sehr engagierten Spiel und aggressivem Einsatz brachten sie die Gäste aus Essen schnell in Bedrängnis. Und diesmal schafften es die Lausitzer auch, diese Überlegenheit in zählbaren Erfolg umzusetzen. Nach einem schönen Doppelpassspiel mit Andrè Mücke war es zuerst Patrick Vozar, der Essens Torwart Joaquin Gage prüfte. Der konnte das Tor zwar noch verhindern, den Puck aber nicht festhalten. Den angelte sich Mücke mit einem wahrhaft meisterlichen Hechtsprung zurück und lupfte ihn zum 1:0 ein.
Moskitos unter Beschuss
Und es ging sofort weiter, die Füchse legten nach. Branislav János feuerte die Scheibe nach einem schönen Solo aus der Mittelposition auf das gegnerische Gehäuse. Wieder parierte Gage zuerst und wieder konnte er den Puck nicht sichern. Erneut jubelten die Lausitzer, denn Matt Hubbauer bugsierte den Puck in den Kasten.
Ein Einstand nach Maß, den sich die Füchse im Anschluss selbst vermiesten. Nahm Essen nach dem 2:0 noch eine wirkliche Auszeit, so schienen sich nun auch die Füchse nicht mehr komplett auf dem Eis präsentieren zu wollen. Es hagelte unnötige Strafen. Die konnte der Gegner vorerst nicht nutzen. Füchsetorwart Nolan McDonald hielt hervorragend und konnte so mehrmals den Anschlusstreffer verhindern. Eine Minute vor der Pause hatten sich die Essener aber warm geschossen und machten das Tor. Carl-Johan Johannson war von der blauen Linie aus erfolgreich. Die Moskitos hätten sogar noch zum Ausgleich kommen können. Allein McDonald war es erneut zu verdanken, dass Weißwasser mit einer Führung in die Kabine ging.
Aus dieser erschienen die Füchse mit neuer Spielfreude. Anstatt die knappe Führung nur zu verteidigen, drängten sie wieder nach vorne. Mit Erfolg. Lanny Gare machte nach einem schönen Angriff das 3:1 und stellte damit den alten zwei Tore Abstand wieder her. János hatte ihn zuvor freigespielt.
Jetzt machten die Lausitzer auch nicht mehr den Fehler, die Essener durch Strafen zurück in das Spiel zu bringen. Die Moskitos selbst waren es nun, die immer wieder in Unterzahl gerieten. Weißwasser konnte das aber lange Zeit nicht nutzen. Bis 20 Sekunden vor Schluss des zweiten Drittels. Da war es Jörg Pohling, der zum 4:1 erhöhte.
Souveräner Dreipunkteerfolg
Der letzte Abschnitt konnte damit etwas ruhiger angegangen werden. Trotzdem war das Spiel zerfahren und von vielen Strafen auf beiden Seiten geprägt.
Fünf Minuten vor Spielende gelang Hubbauer trotzdem noch das krönende 5:1. Er machte damit den ersten Dreipunkteerfolg für Weißwasser perfekt. Der fiel auch in dieser Höhe absolut verdient aus. Die Füchse waren die dominante Mannschaft und verloren nur im ersten Drittel kurzzeitig die Kontrolle über die Partie.
Die Treue der Zuschauer wurde nicht nur mit diesem schönen Sieg, sondern auch einer Ehrenrunde des Teams belohnt. Die Füchse sollten in den nächsten Spielen an dieser Leistung anknüpfen.
Stimmen
Fred Carroll (Trainer Lausitzer Füchse):
Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Die Mannschaft hat gezeigt, wie es funktionieren kann.
Wir sind heute in die Räume gegangen, wo es auch weh tut. Dadurch haben wir uns eine Vielzahl von Chancen erarbeitet, die wir sonst so nicht erhalten hätten. Und wenn diese am Ende auch erfolgreich genutzt und verwandelt werden, dann tun auch die Schläge nicht mehr weh, die wir innerhalb dieser Räume abbekommen.
Wir haben die Zweikämpfe gesucht und sind aggressiv in das Spiel gegangen. Das war die richtige Einstellung, die wir im Vorfeld immer wieder trainiert haben und die ich von der Mannschaft fordere.
Wenn wir so bei den nächsten Spielen weitermachen, dann sind wir auf dem richtigen Weg.
Jari Pasanen (Trainer Moskitos Essen):
Mein Team hat mich heute sehr enttäuscht. Ich habe etwas anderes erhofft.
Die Einstellung war nicht akzeptabel. Wir sind eine Profitruppe. Da erwarte ich mehr Einsatz, als den, den wir gesehen haben.
Wahrscheinlich haben einige der Spieler gedacht, dass wir jetzt, wo wir einen neuen Torwart haben und auch Johansson wieder mit dabei ist, den Sieg automatisch einfahren.
Doch mit dieser Einstellung kommen wir auch mit der besten Besetzung nicht zum Erfolg. Ich bin wirklich richtig sauer.
Wir hatten während der vergangen Spieltage eigentlich einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Deshalb kann ich die heutige Leistung nicht nachvollziehen.
Torfolge:
Füchse – Moskitos
5:1 (2:1;2:0;1:0)
1:0 Andrè Mücke 06.31
2:0 Matt Hubbauer 07.39
2:1 Carl-Johan Johansson 19.01
3:1 Lanny Gare 25.25
4:1 Jörg Pohling 39.40
5:1 Matt Hubbauer 54.22
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 28.10.2006
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Moskitos unter Beschuss
Und es ging sofort weiter, die Füchse legten nach. Branislav János feuerte die Scheibe nach einem schönen Solo aus der Mittelposition auf das gegnerische Gehäuse. Wieder parierte Gage zuerst und wieder konnte er den Puck nicht sichern. Erneut jubelten die Lausitzer, denn Matt Hubbauer bugsierte den Puck in den Kasten.
Ein Einstand nach Maß, den sich die Füchse im Anschluss selbst vermiesten. Nahm Essen nach dem 2:0 noch eine wirkliche Auszeit, so schienen sich nun auch die Füchse nicht mehr komplett auf dem Eis präsentieren zu wollen. Es hagelte unnötige Strafen. Die konnte der Gegner vorerst nicht nutzen. Füchsetorwart Nolan McDonald hielt hervorragend und konnte so mehrmals den Anschlusstreffer verhindern. Eine Minute vor der Pause hatten sich die Essener aber warm geschossen und machten das Tor. Carl-Johan Johannson war von der blauen Linie aus erfolgreich. Die Moskitos hätten sogar noch zum Ausgleich kommen können. Allein McDonald war es erneut zu verdanken, dass Weißwasser mit einer Führung in die Kabine ging.
Aus dieser erschienen die Füchse mit neuer Spielfreude. Anstatt die knappe Führung nur zu verteidigen, drängten sie wieder nach vorne. Mit Erfolg. Lanny Gare machte nach einem schönen Angriff das 3:1 und stellte damit den alten zwei Tore Abstand wieder her. János hatte ihn zuvor freigespielt.
Jetzt machten die Lausitzer auch nicht mehr den Fehler, die Essener durch Strafen zurück in das Spiel zu bringen. Die Moskitos selbst waren es nun, die immer wieder in Unterzahl gerieten. Weißwasser konnte das aber lange Zeit nicht nutzen. Bis 20 Sekunden vor Schluss des zweiten Drittels. Da war es Jörg Pohling, der zum 4:1 erhöhte.
Souveräner Dreipunkteerfolg
Der letzte Abschnitt konnte damit etwas ruhiger angegangen werden. Trotzdem war das Spiel zerfahren und von vielen Strafen auf beiden Seiten geprägt.
Fünf Minuten vor Spielende gelang Hubbauer trotzdem noch das krönende 5:1. Er machte damit den ersten Dreipunkteerfolg für Weißwasser perfekt. Der fiel auch in dieser Höhe absolut verdient aus. Die Füchse waren die dominante Mannschaft und verloren nur im ersten Drittel kurzzeitig die Kontrolle über die Partie.
Die Treue der Zuschauer wurde nicht nur mit diesem schönen Sieg, sondern auch einer Ehrenrunde des Teams belohnt. Die Füchse sollten in den nächsten Spielen an dieser Leistung anknüpfen.
Stimmen
Fred Carroll (Trainer Lausitzer Füchse):
Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Die Mannschaft hat gezeigt, wie es funktionieren kann.
Wir sind heute in die Räume gegangen, wo es auch weh tut. Dadurch haben wir uns eine Vielzahl von Chancen erarbeitet, die wir sonst so nicht erhalten hätten. Und wenn diese am Ende auch erfolgreich genutzt und verwandelt werden, dann tun auch die Schläge nicht mehr weh, die wir innerhalb dieser Räume abbekommen.
Wir haben die Zweikämpfe gesucht und sind aggressiv in das Spiel gegangen. Das war die richtige Einstellung, die wir im Vorfeld immer wieder trainiert haben und die ich von der Mannschaft fordere.
Wenn wir so bei den nächsten Spielen weitermachen, dann sind wir auf dem richtigen Weg.
Jari Pasanen (Trainer Moskitos Essen):
Mein Team hat mich heute sehr enttäuscht. Ich habe etwas anderes erhofft.
Die Einstellung war nicht akzeptabel. Wir sind eine Profitruppe. Da erwarte ich mehr Einsatz, als den, den wir gesehen haben.
Wahrscheinlich haben einige der Spieler gedacht, dass wir jetzt, wo wir einen neuen Torwart haben und auch Johansson wieder mit dabei ist, den Sieg automatisch einfahren.
Doch mit dieser Einstellung kommen wir auch mit der besten Besetzung nicht zum Erfolg. Ich bin wirklich richtig sauer.
Wir hatten während der vergangen Spieltage eigentlich einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Deshalb kann ich die heutige Leistung nicht nachvollziehen.
Torfolge:
Füchse – Moskitos
5:1 (2:1;2:0;1:0)
1:0 Andrè Mücke 06.31
2:0 Matt Hubbauer 07.39
2:1 Carl-Johan Johansson 19.01
3:1 Lanny Gare 25.25
4:1 Jörg Pohling 39.40
5:1 Matt Hubbauer 54.22
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 28.10.2006