Nach einem Heimsieg gegen den vor dieser Partie Tabellenzehnten Essen und einem Auswärtspunkt beim Zwölften kam gestern mit dem EHC München der Tabellenelfte zur dritten Partie binnen vier Tagen in die Lausitz – die nächste machbare Aufgabe also? Zumindest hatten die Füchse die Chance, die rote Laterne endlich abzugeben und auch bis auf einen Punkt an die Münchener heran zu kommen.
Verwirrung vor dem Gästetor – aber auch diese Chance vergeht ungenutzt. Thomas Götz (Nummer 96) kann den Puck nicht am Münchener Torwart Leonhard Wild vorbei bringen. Foto: Gunnar Schulze
Zwei personelle Entscheidungen gab es vor der Partie: Während Johannes Saßmannshausen seinen Kurzvertrag nicht verlängert bekam und gegen München das letzte Mal für die Füchse auf der Bank Platz nahm, durfte sich Benjamin Thiede über einen Verlängerung bis zum Saisonende freuen. Gut 1 600 Zuschauer kamen zu der Partie am Feiertag, die auf Wunsch der Füchse auf 17 Uhr vorverlegt wurde. Das sollte allerdings der einzige Wunsch bleiben, den die Münchener den Lausitzern gestern erfüllen sollten.
Füchse gehen in Führung
Dabei begann die Partie noch ganz gut für die Füchse, die zwar zunächst nicht zu ihrem Spiel fanden, aber gerade als die erste Strafe für die Gäste abgelaufen war, durch Matt Hubbauer mit 1:0 in Führung gingen. Branislav Janos, dessen Einsatz sich erst kurz vor dem Spiel entschieden hatte, war der Vorlagengeber. Danach aber lief erst einmal gar nichts mehr für die Gastgeber, die in ihrer Abwehr katastrophale Fehlpässe begingen. Die Münchener kamen noch in ihrem Angriffsdrittel an den Puck und spielten die Angriffe konsequent aus. Beim dritten Gegentreffer patzte Nolan McDonald, der nach einem ordentlichen Niemz-Auftritt in Kaufbeuren wieder zwischen den Pfosten stand. Er ließ einen Schuss des Kandiers Brent Robinson durch die Schoner rutschen. Das erste Drittel ging mit 1:3 an die Gäste. Die Füchse zeigten Schwächen, die den derzeit letzten Tabellenplatz erklären.
Das Mitteldrittel begann, als hätte es keine Kabinensprache von Trainer Frederick Carroll gegeben: Die Füchse liefen dem Puck fast nur hinterher, hatten kaum eigene Chancen, bekamen aber wenigstens kein Gegentor. Dann änderte sich das Spiel plötzlich doch: Als ein Münchener auf der Strafbank saß, nutzte Patrick Vozar das mit einer schlitzohrigen Aktion zum Anschlusstreffer. Er lupfte den Puck von hinter der Grundlinie dem in diesem Moment orientierungslosen Münchener Goalie Leonhard Wild an den Rücken, von wo er in das Tor abprallte.
Diese Aktion gab den Gastgebern offensichtlich Auftrieb. Auf einmal lief das Spiel besser und nur wenig später gelang der Ausgleich. Branislav Janos, der sichtbar unzufrieden mit dem Zusammenspiel mit seinen Mitspielern war, legte all seinen Frust darüber in einen Schuss aus Mittelstürmerposition und ließ Wild im Gästetor keine Chance. Zwei Minuten später war er mit einem Pfostenkracher dem Führungstreffer ganz nahe. Die Drittelpause kam den Gästen wie gelegen.
Und die Pause drehte das Spiel wieder völlig: Bei den Füchsen ging gar nichts mehr, die Gäste kamen zu leichten Toren und einem letztlich ungefährdeten Sieg. Nach nur 33 Sekunden im Schlussdrittel führten die Gäste schon wieder. Die Füchse hatten durch Hubbauer zwar sofort die Ausgleichschance, aber das sollte es schon gewesen sein. Eine weitere Unterzahlsituation für die Füchse nutzten die Gäste zum 5:3.
Danach versuchten die Füchse zwar noch einmal alles, aber im dritten Spiel binnen 96 Stunden fehlte jetzt wohl auch die Kraft. Eine Minute vor Schluss, bei eine 5:4-Überzahl, nahm Carroll Goalie McDonald vom Eis, aber auch das brachte nichts mehr. Der Abstand auf München beträgt nun sieben statt des erhofften eines Punktes und am Freitag geht es schon zum Rückspiel…
Stimmen:
Pat Cortina (Trainer EHC München): Ich bin zufrieden mit meiner Mannschaft, besonders mit dem ersten und dritten Drittel. Da haben wir die Zweikämpfe gewonnen und das hat heute die Partie entschieden.
Frederick Carroll (Trainer Lausitzer Füchse): An den vergangenen drei Spieltagen haben wir insgesamt recht ordentlich gespielt. Heute hat uns aber einfach die Spritzigkeit gefehlt. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen und deshalb das Spiel verloren. Auch unsere Individualisten konnten heute nicht die entscheidenden Akzente setzen.
Torfolge
1:0 Matt Hubbauer 9.26
1:1 Johann Ejdelpalm 10.39
1:2 Neville Rautert 13.57
1:3 Brent Robinson 16.01
schon komisch das wieder nur die spieler getroffen und gepunktet haben( auf münchner seite) die sogar bekannt waren das sie es können... und sogar die presse vorgewarnt hatte!!!! kopfschüttel
2 | 3liter | 01.11.2006 @ 02:54
was ist denn daran komisch? Wenn sie es können, da treffen sie auch. Bei uns stehen doch auch regelmäßig Janos uind Hubbauer in der Torschützenliste ... ist das auch komisch?
3 | Locke | 01.11.2006 @ 11:02
es geht darum das genau diesen namen die vorher erwehnt wurden auch noch alles getroffen und gepunktet haben und kein anderer dabei ist!und das sollte die abwehr auch wissen aber das zweikampf verhalten war ja gestern hui ne danke
4 | 3liter | 01.11.2006 @ 14:21
Pat Lebeau ist in der DEL auch ein bekannter Name und schafft es trotzdem jedes Jahr auf den ersten oder einen der vorderen Plätze. Dabei müssten eigentlich alle Mannschaften, wissen, wie gefährich der ist. Diese Argumentation ist doch völlig daneben.
5 | Fuchs-Blau | 01.11.2006 @ 17:17
So komisch find ich das gar nicht ich denke nur das die Abwehr deswegen völlig versagt hat weil sie Angst hatte dort hinzugehen wo es weht tut. keine zweikämpfe. Und im übriegen würde mich mal Intereesieren wer sich die klugen
Sprüche für unsere Manschaft bei Radio WSW einfallen lässt ein bischen mehr zurückhaltung wäre da auch angebracht.
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Füchse gehen in Führung
Dabei begann die Partie noch ganz gut für die Füchse, die zwar zunächst nicht zu ihrem Spiel fanden, aber gerade als die erste Strafe für die Gäste abgelaufen war, durch Matt Hubbauer mit 1:0 in Führung gingen. Branislav Janos, dessen Einsatz sich erst kurz vor dem Spiel entschieden hatte, war der Vorlagengeber. Danach aber lief erst einmal gar nichts mehr für die Gastgeber, die in ihrer Abwehr katastrophale Fehlpässe begingen. Die Münchener kamen noch in ihrem Angriffsdrittel an den Puck und spielten die Angriffe konsequent aus. Beim dritten Gegentreffer patzte Nolan McDonald, der nach einem ordentlichen Niemz-Auftritt in Kaufbeuren wieder zwischen den Pfosten stand. Er ließ einen Schuss des Kandiers Brent Robinson durch die Schoner rutschen. Das erste Drittel ging mit 1:3 an die Gäste. Die Füchse zeigten Schwächen, die den derzeit letzten Tabellenplatz erklären.
Das Mitteldrittel begann, als hätte es keine Kabinensprache von Trainer Frederick Carroll gegeben: Die Füchse liefen dem Puck fast nur hinterher, hatten kaum eigene Chancen, bekamen aber wenigstens kein Gegentor. Dann änderte sich das Spiel plötzlich doch: Als ein Münchener auf der Strafbank saß, nutzte Patrick Vozar das mit einer schlitzohrigen Aktion zum Anschlusstreffer. Er lupfte den Puck von hinter der Grundlinie dem in diesem Moment orientierungslosen Münchener Goalie Leonhard Wild an den Rücken, von wo er in das Tor abprallte.
Diese Aktion gab den Gastgebern offensichtlich Auftrieb. Auf einmal lief das Spiel besser und nur wenig später gelang der Ausgleich. Branislav Janos, der sichtbar unzufrieden mit dem Zusammenspiel mit seinen Mitspielern war, legte all seinen Frust darüber in einen Schuss aus Mittelstürmerposition und ließ Wild im Gästetor keine Chance. Zwei Minuten später war er mit einem Pfostenkracher dem Führungstreffer ganz nahe. Die Drittelpause kam den Gästen wie gelegen.
Und die Pause drehte das Spiel wieder völlig: Bei den Füchsen ging gar nichts mehr, die Gäste kamen zu leichten Toren und einem letztlich ungefährdeten Sieg. Nach nur 33 Sekunden im Schlussdrittel führten die Gäste schon wieder. Die Füchse hatten durch Hubbauer zwar sofort die Ausgleichschance, aber das sollte es schon gewesen sein. Eine weitere Unterzahlsituation für die Füchse nutzten die Gäste zum 5:3.
Danach versuchten die Füchse zwar noch einmal alles, aber im dritten Spiel binnen 96 Stunden fehlte jetzt wohl auch die Kraft. Eine Minute vor Schluss, bei eine 5:4-Überzahl, nahm Carroll Goalie McDonald vom Eis, aber auch das brachte nichts mehr. Der Abstand auf München beträgt nun sieben statt des erhofften eines Punktes und am Freitag geht es schon zum Rückspiel…
Stimmen:
Pat Cortina (Trainer EHC München): Ich bin zufrieden mit meiner Mannschaft, besonders mit dem ersten und dritten Drittel. Da haben wir die Zweikämpfe gewonnen und das hat heute die Partie entschieden.
Frederick Carroll (Trainer Lausitzer Füchse): An den vergangenen drei Spieltagen haben wir insgesamt recht ordentlich gespielt. Heute hat uns aber einfach die Spritzigkeit gefehlt. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen und deshalb das Spiel verloren. Auch unsere Individualisten konnten heute nicht die entscheidenden Akzente setzen.
Torfolge
1:0 Matt Hubbauer 9.26
1:1 Johann Ejdelpalm 10.39
1:2 Neville Rautert 13.57
1:3 Brent Robinson 16.01
2:3 Patrick Vozar 29.10
3:3 Branislav Janos 35.18
3:4 Dylan Gyori 40.33
3:5 Robby Sandrock 47.13
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW om 01.11.2006