Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Sohn Wyatt freut sich auf Papa und leckere Fritten
08.11.2006 | 00:13 Uhr von
Sehnsüchtig warteten die Eishockey-Profis des Bundesliga-Schlusslichts Lausitzer Füchse auf die 13-tägige Pause. Ausruhen im harten Rhythmus von fünf Spielen in neun Tagen, vom nerven- und kraftraubenden Wechsel zwischen Training und öden Busfahrten zu Auswärtspartien. Die Verschnaufpause wegen des morgen in Hannover beginnenden Deutschland-Pokals ist willkommen.

Spielt beim Deutschland-Cup für das Team Kanada: Nolan McDonald von den Lausitzer Füchsen. Foto: Steffen Unger
Füchse-Stürmer Matt Hubbauer flog für ein paar Tage mit Freundin Jess nach Paris. Sein kanadischer Landsmann und Kollege Nolan McDonald gönnt sich dagegen keine Ruhe. Der 29-jährige Torhüter wurde von Mannschaftsleiter Ron Kennedy, Trainer des DEL-Vereins ERC Ingolstadt, für den Deutschland-Cup ins „Team Canada“ berufen. Die Einladung zum Turnier sieht Nolan als Ehre. „Hier laufen in Europa beschäftigte Kanadier für die Nationalmannschaft auf. NHL-Spieler bekommen von ihren nordamerikanischen Teams dafür nicht frei. So ist die Verantwortung für uns besonders groß“, erklärt der bullige Schlussmann, der am Montag nach Zürich flog, wo Kanada gestern Abend ein Testspiel gegen die Schweiz bestritt. Heute folgt die nächste Prüfung in der Hamburger Color-Line-Arena gegen Turnier-Gastgeber Deutschland. Team-Manager Ron Pyatte legte fest, dass McDonald heute für den 23-maligen Weltmeister gegen die junge Truppe von Bundestrainer Uwe Krupp im Kasten stehen soll.

Kurz vergessen ist die Pleitenserie der Füchse, auch die 1:5-Schlappe gegen Landsberg, an der McDonald selbstkritisch seinen Anteil gesteht. „Bei der Auswahl treffe ich Leute, mit denen ich als 19-Jähriger im Camp der Vancouver Canucks oder bei den Tampa Bay Lightnings spielte. Die Stimmung ist grandios. Ich hoffe, dass ich etwas für den Liga-Alltag mitnehmen kann“, erklärt der Eishockey-Arbeiter, der seine Füchse nicht aufgibt: „Wir kommen wieder, wenn alle gesund und fit sind. Dresden und Regensburg haben wir doch schon geschlagen.“

1998 wechselte er nach Grefrath in die erste Bundesliga, weil er „öfter spielen und nicht neben anderen auf der Reservebank sitzen“ wollte. Puck und Schläger sind sein Leben. In St. John in der Provinz New Brunswick betreibt er im spielfreien Sommer eine Torhüter-Schule für Kinder, zu der neben einer Eisfläche ein Internet-Cafe, Büro, Fitness-Center und die Schlittschuh-Schleiferei gehören. „In Kanada ist Eishockey so populär wie Fußball in Deutschland. Jedes Kind will mitmachen.“

Irgendwann auch sein zweieinhalbjähriger Sohn Wyatt, der in Landshut zur Welt kam. Der freut sich momentan erstmal auf das Schwesterchen, dass Mama Candace im Januar erwartet. Und auf die Rückkehr von Nolan vom Deutschland-Cup. Wyatt mag den Papa, auch weil der mit ihm zu McDonalds nach Spremberg fährt, wo es die leckeren Fritten gibt.

Nolan McDonald: geboren: 29. Juli 1977 in Thunder Bay (Kanada). Position: Torwart. Familie: verheiratet mit Candace (Sohn Wyatt 2½). Größe: 1,84 m. Gewicht: 83 kg. bei den Füchsen seit: 2005.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 08.11.2006
1004 mal gelesen
 
1 | Fuchs-Blau | 08.11.2006 @ 10:19
Ich kann dazu nur sagen beweis allen Skeptikern was in Dir Steckt
2 | p.e.187 | 08.11.2006 @ 12:27
Kanada verliert in zh 6:4, und nolan war nicht zwischen den pfosten.
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