Das Schlusslicht der 2. Bundesliga und sein Coach brauchen Erfolge, damit wieder Ruhe in Weißwasser einkehrt
Fred Carroll kennt die Mechanismen der Branche. Der 43 Jahre alte Deutsch-Kanadier stand schließlich jahrelang selbst auf dem Eis. Seit gut einem Jahr ist er Cheftrainer der Lausitzer Füchse in Weißwasser. Derzeit belegt Carroll mit seinem Team den letzten Tabellenplatz der 2. Eishockey-Bundesliga. Zuletzt kassierten die Füchse vier Niederlagen in Folge. Und weil Carroll die Mechanismen der Branche kennt, war ihm klar, dass früher oder später auch über seinen Job diskutiert werden würde.
Diese Diskussion ist inzwischen in vollem Gange. Im Internet warf ein Fan schon mal vorsichtig die Frage auf, ob denn Carroll morgen beim Sachsenderby gegen den ETC Crimmitschau überhaupt noch als Coach auf der Bank sitzt. "Ich werde weiter kämpfen und meinen Job so gut wie möglich machen. Den Rest müssen andere Leute entscheiden", betont der Trainer vor dem Duell der Kellerkinder (Beginn um 19.30 Uhr). Carroll weiß, dass er und die Mannschaft jetzt vor allem Erfolgserlebnisse brauchen, damit wieder Ruhe in den Fuchsbau einkehrt. "Ich habe das Gefühl, einige Menschen haben etwas die Realität aus den Augen verloren. Immerhin lassen sich die Verletzungsprobleme, die wir zuletzt hatten, mit unserem Kader nur schwer kompensieren", kritisiert er.
Fakt ist: Carroll sitzt auch morgen gegen Crimmitschau auf der Bank. "Wir wollen gemeinsam mit dem Trainer aus dem Tal herauskommen. Denn, dass die Jungs Eishockey spielen können, haben sie ja schon bewiesen", spricht der Sportliche Berater der Füchse, Dirk Rohrbach, dem Coach die branchenübliche Unterstützung aus. Branchenüblich ist aber auch eine regelmäßige Überprüfung des Erfolges. Auf eine Punktezahl aus der bevorstehenden "englischen Woche" mit fünf Spielen innerhalb von zehn Tagen will sich Rohrbach nicht festlegen. Immerhin warten im Anschluss an das Derby gegen Crimmitschau mit Landshut, Bremerhaven, Bietigheim und Schwenningen durchweg höchst ambitionierte Konkurrenten auf die Füchse.
Es gehe laut Rohrbach jetzt vor allem darum, "Selbstvertrauen zu tanken. Die Jungs müssen wieder an sich glauben".
Der ehemalige Stürmer mit langjähriger Erfahrung im Profigeschäft ist noch näher an das Team herangerückt. Seit dieser Woche steht Rohrbach bei jedem Training gemeinsam mit Coach Carroll auf dem Eis, um die Übungseinheiten individueller gestalten zu können. Zudem ruhen viele Hoffnungen auf der Rückkehr von Jerry Galway und Chris Straube. Sie werden morgen gegen Crimmitschau das Comeback nach der Verletzungspause feiern und sollen ihre Rolle als Leistungsträger wahrnehmen. "Obwohl ihnen natürlich Spielpraxis fehlt, sind sie allein durch ihre Präsenz wertvoll", zeigt sich Carroll zuversichtlich und hofft auf einen anderen Mechanismus der Branche: Denn auch im Eishockey heilen Erfolge viele Wunden. Und sie bringen die Diskussionen über den Trainer oft zum verstummen.
Quelle: Lausitzer Rundschau LR-Sport Printausgabe Seite 21
1 | Frank aus BZ | 16.11.2006 @ 12:35
"Der ehemalige Stürmer mit langjähriger Erfahrung im Profigeschäft ist noch näher an das Team herangerückt." Noch näher als beim Saufgelage in der CyBar nach dem Schwenningen Spiel gehts ja gar nicht mehr!
2 | Rocco Roletti | 16.11.2006 @ 12:44
Is das so wild nach einem Erfolg mal was zu trinken, die Diskussion ist ausgelutscht
3 | Mozart | 16.11.2006 @ 13:04
"Rohre" ist aber kein Spieler mehr, sondern Mitglied der sportlichen Leitung. Geht dein Chef mit dir saufen? Wie soll da ein Autoritätsverhältnis aufgebaut werden?
4 | Rocco Roletti | 16.11.2006 @ 13:09
es kommt doch drauf an wer dort gewesen ist.
Wenn Rohre mit Golle nachm Spiele einen trinken geht ist das doch OK, schließlich haben sie letztes Jahr noch zusammen gespielt,
Stell dir mal vor dein Arbeitskollege mit dem du gut befreundet bist, wird befördert und wird dein Chef bzw. Vorgesetzter hörst du dann einfach so auf ihn zu einer Feier einzuladen?
5 | Frank aus BZ | 16.11.2006 @ 13:15
@4 Denke nicht das ein gemütliches trinken das Problem wäre, Saufgelage in meinen Augen schon.
6 | Rocco Roletti | 16.11.2006 @ 13:25
@5 Sowas geht manchmal halt schnell
7 | muc_fuchs | 16.11.2006 @ 13:29
Irgendetwas ist immer, ich finde es Ok wenn quasi Angestellte mit dem Chef einen trinken gehen. Haben Sie sich denn so daneben benommen ? Und es gibt weiss Gott wichtigeres um sich über so etwas jetzt ein Kopf zu machen.
8 | eis-fuchsi | 16.11.2006 @ 13:48
au man, irgendwie...vielleicht hatte jemand Geburtstag, oder einer von den Spielern ist Vater geworden, oder irgendeine Schwiegermutter ist abgereist..gibt's haufen Gründe zum Feiern :-) finde sowas nicht schlimm..Beruf ist Beruf, und Privat ist Privat :-)
9 | eis-fuchsi | 16.11.2006 @ 13:50
oder hatten die beim "Saufgelage" etwa noch die Spielerkleidung an ;o)
10 | Mozart | 16.11.2006 @ 14:22
Trainingsanzug mit Füchse-Logo ist auch nicht gerade clever. Hier gehts aber nicht darum, ob die Spieler mal einen saufen gehen. Wenn dann sollen sie´s zu Hause oder dort machen, wo man sie nicht kennt. Hauptpunkt ist, dass zwischen Spielern und Trainer/sportlicher Berater/Geschäftsführung eine gewisse Distanz gewahrt wird, die aber bei einem Saufgelage deutlich unterschritten wird...
11 | rene72 | 16.11.2006 @ 14:52
Das ist doch alles totaler Quark. Wenn die am Sonntag zusammen in die Kneipe gehen und das nächste Spiel ist erst Freitag, dann ist das gelinde gesagt fuck egal. Die Spieler haben ein Anrecht auf ein Privatleben! es kann nicht sein, dass sie nichtmal unter der Woche mit ihrer Frau oder wem auch immer essen gehen und auch ein Bier trinken können, ohne dass sich hier irgendein Moralapostel darüber aufregt.
12 | martenn | 16.11.2006 @ 15:06
@11: genau richtig
13 | Matzl | 16.11.2006 @ 15:10
@11 Ich denk mal gegen "ein Bier trinken" hat doch keiner was. Aber Mozart spricht von "Saufgelage". Das iss schon ein kleiner Unterschied. Und es hat niemabn etwas dagegen wenn sie in Ihrer Freizeit ein Bierchen trinken. Aber dann auch bitte die Leistung auf dem Eis zeigen!!!!! Es stimmt schon hier geht es einigen zu gut!
14 | Rocco Roletti | 16.11.2006 @ 15:15
Jeder definiert Suafgelage anders, und meine Meinung ist soll sie machen...hat ja geholfen
den Spieltag danach gabs ja schließlich den deutlichsten Sieg
15 | rene72 | 16.11.2006 @ 15:27
"Saufgelage"-> beide sind also sturzbetrunken vom Barhocker gefallen und mussten ins Taxi/Auto getragen werden? Hört auf mit solchen Behauptungen.
@Mozart: Ich kann mit meinem Chef locker mal einen drauf machen und ihn trotzdem noch respektieren.
16 | Wikinger | 16.11.2006 @ 15:34
@ 14 richtig!!!Was ist ein Saufgelage?? Für den einen ist es normal am Abend 4 Bier zutrinken und ein anderer würde den mit den 4 Bier, sofort einweisen lassen!! Alleholiker *hicks*
@ Mozart sollen die sich jetzt in ihr "Loch" verkriechen nur weil die Spieler aus Weisswasser sind?? Wenn es danach geht machen die doch alles richtig, oder ist die Stadt Weisswasser etwa kein Loch!! ;-))) Halt ein Loch mit Kneipen, etc.
17 | muc_fuchs | 16.11.2006 @ 15:45
macht doch im Forum ein Thread über das Trinkverhalten der Spieler auf. Wie schon gesagt wir haben andere sorgen.
18 | Scottie | 16.11.2006 @ 16:07
Habt ihr keine Anderen Probleme als wenn die mal was trinken? lasst sie doch sind schliesslich auch nur Menschen und die wollen auch mal was trinken. Und wenn das die einzigsten Probleme wären dann könntet ihr vllt. drüber reden aber nicht so!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
19 | Mozart | 16.11.2006 @ 17:31
Zitate: "Hier gehts aber nicht darum, ob die Spieler mal einen saufen gehen." "Hauptpunkt ist, dass zwischen Spielern und Trainer/sportlicher Berater/Geschäftsführung eine gewisse Distanz gewahrt wird, die aber bei einem Saufgelage deutlich unterschritten wird..." Jetzt alle nochmal nachdenken...
20 | Jörg | 16.11.2006 @ 17:44
Saufgelage hin- Biertrinken her: Problematisch wird's und ist es, wenn der Trainer derartige Ereignisse nicht wünscht und in "kollektivbildende Feierlichkeiten" in keiner Weise eingeweiht ist, dafür der sportliche Berater praktisch am Trainer vorbei derartige Events mitgestaltet. Fraglich ist auch, ob die Feier zweier Punkte erst mit einem "Sektfrühstück" in der Bäckerei Dreißig beendet werden muss. Hin wie her: Wäre die Truppe Zehnter, würden solche Ereignisse keine Sau jucken. Erfolg muss her!
21 | Frank aus BZ | 16.11.2006 @ 18:59
@ 20 Treffender kann man es nicht formulieren."Wäre die Truppe Zehnter, würden solche Ereignisse keine Sau jucken. Erfolg muss her! "
22 | Brian | 16.11.2006 @ 19:08
Tja da wissen wir wenigstens das sie feiern können wie die Meister wenn sie auch noch so spielen würden. Eishockeygott Golle du bist ein toller Kapitän du lebst die Weißwasseraner Vorbildfunktion richtig aus.
23 | Hoywoyfux | 16.11.2006 @ 20:01
Golle = Eishockeygott ??? - Ich falle vor Lachen fast vom Stuhl... UND @mozart DU HAST ABSOLUT RECHT !!! PUNKT.
24 | Fredi | 16.11.2006 @ 20:13
Ich komme mir vor wie auf einer Seite für Suchtkranke oder -gefährdete. Ab wieviel Bier ist es ein Saufgelage ... wenn sie auf Platz 10 stehen würden, hätte keiner was dagegen... ab Platz 3 könnte man sich dann wohl täglich besaufen?
Wo bleibt eigentlich die normale Diskussion, die auf einer Hockeyseite geführt werden sollte???
25 | Mozart | 16.11.2006 @ 20:19
@Fredi Bitte Statement Nummer 19 & 20 ganz langsam durchlesen...
26 | Fredi | 16.11.2006 @ 20:47
19 und 20 sind aber nur 2 von 25!
27 | Mozart | 16.11.2006 @ 20:51
Sorry, wenn die anderen das Wesentliche nicht erkannt haben. ;-)
28 | Matzl | 16.11.2006 @ 21:30
@27, ej!!!
29 | Taubentreter | 17.11.2006 @ 15:14
@ Admin's.....Geht's euch nimmer gut oder wat??? Warum bin ich hier denn editiert bzw. gelöscht worden??? was ist falsch an "Richtig so....und Zieh durch Fred"??? *koppschüttel*
30 | Mozart | 17.11.2006 @ 16:23
@TT Der Artikel wurde nochmal reingestellt und deshalb wurde der alte Artikel nebs Comment gelöscht. Sorry, war nix gegen dich, bin eher deiner Meinung!
31 | Taubentreter | 17.11.2006 @ 18:26
man man man.....ihr macht Sachen...*g*
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Fred Carroll kennt die Mechanismen der Branche. Der 43 Jahre alte Deutsch-Kanadier stand schließlich jahrelang selbst auf dem Eis. Seit gut einem Jahr ist er Cheftrainer der Lausitzer Füchse in Weißwasser. Derzeit belegt Carroll mit seinem Team den letzten Tabellenplatz der 2. Eishockey-Bundesliga. Zuletzt kassierten die Füchse vier Niederlagen in Folge. Und weil Carroll die Mechanismen der Branche kennt, war ihm klar, dass früher oder später auch über seinen Job diskutiert werden würde.
Diese Diskussion ist inzwischen in vollem Gange. Im Internet warf ein Fan schon mal vorsichtig die Frage auf, ob denn Carroll morgen beim Sachsenderby gegen den ETC Crimmitschau überhaupt noch als Coach auf der Bank sitzt. "Ich werde weiter kämpfen und meinen Job so gut wie möglich machen. Den Rest müssen andere Leute entscheiden", betont der Trainer vor dem Duell der Kellerkinder (Beginn um 19.30 Uhr). Carroll weiß, dass er und die Mannschaft jetzt vor allem Erfolgserlebnisse brauchen, damit wieder Ruhe in den Fuchsbau einkehrt. "Ich habe das Gefühl, einige Menschen haben etwas die Realität aus den Augen verloren. Immerhin lassen sich die Verletzungsprobleme, die wir zuletzt hatten, mit unserem Kader nur schwer kompensieren", kritisiert er.
Fakt ist: Carroll sitzt auch morgen gegen Crimmitschau auf der Bank. "Wir wollen gemeinsam mit dem Trainer aus dem Tal herauskommen. Denn, dass die Jungs Eishockey spielen können, haben sie ja schon bewiesen", spricht der Sportliche Berater der Füchse, Dirk Rohrbach, dem Coach die branchenübliche Unterstützung aus. Branchenüblich ist aber auch eine regelmäßige Überprüfung des Erfolges. Auf eine Punktezahl aus der bevorstehenden "englischen Woche" mit fünf Spielen innerhalb von zehn Tagen will sich Rohrbach nicht festlegen. Immerhin warten im Anschluss an das Derby gegen Crimmitschau mit Landshut, Bremerhaven, Bietigheim und Schwenningen durchweg höchst ambitionierte Konkurrenten auf die Füchse.
Es gehe laut Rohrbach jetzt vor allem darum, "Selbstvertrauen zu tanken. Die Jungs müssen wieder an sich glauben".
Der ehemalige Stürmer mit langjähriger Erfahrung im Profigeschäft ist noch näher an das Team herangerückt. Seit dieser Woche steht Rohrbach bei jedem Training gemeinsam mit Coach Carroll auf dem Eis, um die Übungseinheiten individueller gestalten zu können. Zudem ruhen viele Hoffnungen auf der Rückkehr von Jerry Galway und Chris Straube. Sie werden morgen gegen Crimmitschau das Comeback nach der Verletzungspause feiern und sollen ihre Rolle als Leistungsträger wahrnehmen. "Obwohl ihnen natürlich Spielpraxis fehlt, sind sie allein durch ihre Präsenz wertvoll", zeigt sich Carroll zuversichtlich und hofft auf einen anderen Mechanismus der Branche: Denn auch im Eishockey heilen Erfolge viele Wunden. Und sie bringen die Diskussionen über den Trainer oft zum verstummen.
Quelle: Lausitzer Rundschau LR-Sport Printausgabe Seite 21