Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Landshut hält Fans bei Laune
16.11.2006 | 18:00 Uhr von
Die Sachsen gastieren in der Eishockey-Bundesliga bei den Cannibals. Die Bayern halbieren gegen Ost-Teams den Eintritt.
Erfolge gibt es auch im Eishockey nicht im Selbstlauf. Diese Erkenntnis gewann die Gastgeber-Auswahl des Deutschen Eishockeybundes am vorigen Wochenende. Beim Deutschland-Cup in Hannover reichte es für die Mannen von Bundestrainer Uwe Krupp nicht zum erhofften Einzug ins Finale. Im Spiel um Platz drei verloren die Cracks aus der Deutschen Eishockey-Liga gegen Kanada 4:5.

Beim Rekord-Weltmeister saß Nolan McDonald, Torwart der Lausitzer Füchse, auf der Reservebank. Während seine Liga-Kollegen in der Pause Urlaub machten, reisten die Trainer als Hospitanten und zur Verlängerung ihrer Lizenz zum Deutschland-Cup. Füchse-Trainer Fred Carroll sah beim Video-Studium sogar Parallelen: „Natürlich ist das Niveau in der Nationalmannschaft höher als im Verein. Aber Krupps Mannschaft ist auch noch sehr jung, hat Reserven im Drei-gegen-drei in der Defensive oder bei der Raumdeckung. Erstaunlich war auch, dass sich bei Kanada 13 Trainer um die einzelnen Mannschaftsteile kümmerten.“

Die drei Bundesliga-Teams aus dem Osten der Republik gastieren in den nächsten acht Tagen bei den Landshut Cannibals. Zum Auftakt am Sonntag erwarten die Niederbayern die Lausitzer Füchse, zwei Tage später gibt der ETC Crimmitschau seine sportliche Visitenkarte in der Dreihelmestadt ab und am Sonntag darauf kommen Dresdens Eislöwen. Die Schützlinge von Trainer Dany Naud wollen ihren Anspruch einer Spitzenmannschaft rechtfertigen und das Zählermaximum daheim einfahren.

Trainer zahlt aus seiner Tasche

Die Kannibalen siegten in Weißwasser und Crimmitschau, lieferten jedoch in Dresden ihr schlechtestes Auswärtsspiel der Saison ab. Coach Naud entschuldigte sich bei den wenigen mitgereisten Fans für das Gebotene. Als Entschädigung erstattete er dem „harten Kern“ die Reisekosten aus der eigenen Tasche. Füchse-Trainer Fred Carroll reagierte selbstironisch auf diese Versöhnung: „Zum Glück fahren viele unserer Fans zu Auswärtsspielen mit. Wenn ich nach jedem verpatzten Auftritt meiner Jungs zahlen müsste, wäre ich bettelarm.“ Der Coach des Tabellenletzten hat seinen Humor nicht verloren und versprach, dass sich seine Truppe „auch in Landshut so teuer wie möglich verkaufen“ werde.

Die Landshuter halten ihren Anhang bei Laune. Bei der Aktion „pay one, get one free“ kann jeder Besucher mit einer Eintrittskarte gegen die Füchse anschließend auch die Eispiraten bewundern. Das sei keine Reaktion auf die indiskutable Leistung im letzten Heimspiel gegen München. „Das hatten wir uns schon vorher ausgedacht,“ versicherte Geschäftsführer Bernd Truntschka. (Andree Merbt)

Quelle: Sächsische Zeitung vom 16.11.2006
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