Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
«In dieser Mannschaft muss einfach Potenzial sein»
22.11.2006 | 02:17 Uhr von
Neu-Trainer Thomas Popiesch über seine Entscheidung für Weißwasser, den Zustand des Kaders und seine Zukunft

Thomas Popiesch, wie bewerten Sie Ihren Einstand als Füchse-Trainer und das 1:5 gegen Bremerhaven?
Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Bremerhaven ist natürlich routiniert genug, um diese Fehler auszunutzen. Aber die Moral meiner Mannschaft stimmt.

Weißwasser ist nach Ratingen Ihre zweite Trainer- Station. Überrascht es Sie, dass Sie so schnell in der 2. Liga angekommen sind?
Sicher, wenn man als junger Trainer ein Zweitliga- Angebot bekommt, ist das schon überraschend. Ich sehe das als Beleg dafür, dass wir in Ratingen in den vier, fünf Monaten ganz gute Arbeit geleistet haben.

Was macht Sie optimistisch, mit den Füchsen den Klassenerhalt zu schaffen?
In dieser Mannschaft muss einfach Potenzial vorhanden sein. Das hat sie in einigen Spielen ja schon bewiesen. Auch das Potenzial der einzelnen Spieler macht mir Hoffnung. Vozar, Straube – das sind keine Unbekannten. Im Sommer habe ich mich auch intensiv mit Matt Hubbauer beschäftigt. Eigentlich wollte ich ihn nach Ratingen holen. Finanziell war es leider nicht machbar.

In welchem mentalen Zustand haben Sie die Mannschaft gestern Vormittag übernommen?
In der Kabine wirkten die Jungs bei der Vorstellung relativ stabil. Auf dem Eis sah es nicht ganz so gut aus. Da hat etwas die Scheibensicherheit gefehlt. Diese Blockade müssen wir lösen, damit das Selbstvertrauen zurückkommt.

Sie kommen aus der Berliner Dynamo-Eishockeyschule. Das Füchse-Team ist – bedingt durch Ihren Vorgänger Fred Carroll – kanadisch ausgerichtet. Ein Problem?
Nein, dafür habe ich einfach zu lange mit Profis aus den verschiedensten Nationen Eishockey gespielt. Ich unterscheide die Jungs nicht nach ihrer Herkunft. Entweder man ist Eishockey-Spieler oder kein Eishockey-Spieler. Diese Vorurteile, hier die Holzhacker und da die Techniker, das verschwimmt doch immer mehr.

Sie waren in Ihrer aktiven Karriere ein ziemlicher Hitzkopf auf dem Eis. Wie schwer fällt es Ihnen, sich als Trainer im Griff zu haben?
Sagen wir mal so: Es gab eine gewisse Zeit, da habe ich schlechte Schiedsrichter-Leistungen zu persönlich genommen. Aber das hat sich in den letzten Jahren geändert. Ich habe gemerkt, dass es einfach nichts bringt, weil mein Spiel durch die Meckerei nicht besser geworden ist. Deshalb versuche ich als Trainer meinen Spieler zu vermitteln, dass sie sich auf das Wesentliche konzentrieren müssen.

Sie leben in Krefeld. Was hat denn Ihre Familie zum Trainer-Engagement in Weißwasser gesagt?
Eigentlich bin ich ja am Montag nur nach Weißwasser gekommen, um ein Sondierungsgespräch zu führen. Als ich meiner Frau dann am Telefon gesagt habe, dass ich gleich hier bleibe, hat sie erstmal geschluckt.

Heißt das, Sie sehen sich als «Feuerwehrmann» und gehen dann wieder zurück?
Das muss nicht sein. Wie gesagt: Es war eine relativ spontane Entscheidung. Jetzt wollen wir gemeinsam den Klassenerhalt schaffen. Dann sehen wir weiter.

Mit THOMAS POPIESCH sprach Frank Noack

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 22.11.2006
1361 mal gelesen
 
1 | Hoywoyfux | 22.11.2006 @ 09:39
Soviel nun zu den Tatsachen. Er ist da, die Entscheidung ist gefallen. Ich denke auch, dass das Team Potential hat und unsere Spieler keine schlechten sind. Das einzige, was ich vermisse, ist ein echter "Führer", charismatischer Antreiber AUF (!) dem Eis. @mozart - die Dinge haben sich nun nicht so entwickelt, wie ich es aus Deinen Statements entnommen habe. Was nun - akzeptieren, opponieren oder erstmal für eine seriöse Beurteilung die Zeit abwarten ? Gruß
2 | Mozart | 22.11.2006 @ 14:37
@Hoywoyfux Ganz klar, mit der Mannschaft fiebern und hoffen, dass alle ihre Lehren aus dem Aufruhr der letzten Tage gezogen haben... Ciao Mozart
3 | Randpole@guben | 22.11.2006 @ 17:14
@mozart: die betohnung liegt auf dem wort "HOFFEN"
4 | schleifer | 22.11.2006 @ 21:17
"Team ist bedingt durch Vorgänger kanadisch ausgerichtet", darin liegt das problem was der ESW hat.
5 | rene72 | 22.11.2006 @ 23:03
ähm die kanadische Ausrichtung ist ein Problem? Was du nicht sagst.
6 | schleifer | 23.11.2006 @ 20:22
@rene72, hätten wir einige spieler aus dem ostblock, norden oder tschechei ,sehe es vielleicht besser aus. würden sich in wsw besser wohlfühlen ;) meiner meinung nach.
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