Nun ist er perfekt, der Trainerwechsel bei den Lausitzer Eishockeyfüchsen. Und er glich einer "Nacht- und Nebelaktion". Denn am frühen Montagabend hatte Ex-Coach Fred Carroll noch das Training bei den Gelb-Blauen geleitet. Was er da nicht wusste: Zu dieser Zeit war Thomas Popiesch bereits im Auto von Krefeld nach Weißwasser unterwegs.
"Ich bin in der Nacht von Sonntag zu Montag (die Nacht nach dem 0:10 in Landshut/d. A.) angerufen und gefragt worden, ob ich mir ein Engagement bei den Füchsen vorstellen könnte. Das habe ich nach einem lockeren Gespräch zunächst bejaht. Am Montagmittag wurde es dann konkret. Deshalb habe ich mich gegen 14 Uhr ins Auto gesetzt und bin nach Weißwasser gefahren", schildert der 41- jährige Popiesch den Weg zum Vertrag bei den Lausitzern.
Es folgte eine zweistündige Unterredung mit Füchse-Geschäftsführung und -Beirat. Dann war man sich einig. Gegen 21.45 Uhr übermittelte Geschäftsführer René Reinert dem Kanadier Fred Carroll: "Sie sind beurlaubt." Keine 24 Stunden später stand Thomas Popiesch bereits an der Bande - mit "Genehmigung" seiner Frau, die er sich per Telefon einholte: "Wir dachten alle, ich komme zunächst wieder heim. Aber dann ging es so schnell...", staunt der neue Oberfuchs selbst.
Und so musste er mitansehen, wie sein neues Team dem REV Bremerhaven mit 1:5 unterlag. Dabei blieben dem neuen Coach die Probleme, die zur sportlichen Talfahrt der Weißwasseraner geführt haben, nicht verborgen: "Wir produzieren zu viele Scheibenverluste im eigenen Drittel, haben ein schlechtes Zweikampfverhalten an der Bande und entwickeln zu wenig direkten Zug zum Tor. Über- und Unterzahl sind auch alles andere als optimal."
Deshalb ist Schönspielerei bei den Füchsen, von Popiesch schmunzelnd als "Tic-Tac- Toe-Hockey" bezeichnet, endgültig verpönt. "Wenn man im Tabellenkeller steht, ist einfaches Eishockey gefragt: Scheibe schnell aus dem Drittel, dann tief spielen, in der Angriffszone Druck machen und Strafen provozieren bzw. Torchancen erarbeiten", beschreibt der "Wossi" (in Ost-Berlin geboren und aufgewachsen, jetzt wohnhaft in Krefeld) das, auf was sich die Füchse-Fans in den nächsten Spielen einrichten können. "Thomas Popiesch steht nicht unter Zeitdruck. Er soll die Mannschaft langsam aber doch spürbar vorwärts bringen", gibt Füchse-Beiratschef Dieter Krein das Anforderungsprofil wieder. Die nächste "Leistungskontrolle" folgt morgen ab 19.30 Uhr, wenn die Lausitzer den SC Bietigheim-Bissingen empfangen. Sonntag steht die Auswärtspartie in Schwenningen an.
Steht er genauso nicht unter Zeitdruck wie Caroll?
2 | muc_fuchs | 23.11.2006 @ 09:16
Caroll hatte kein zeitdruck !!! Es ist doch normal das der Verein reagiert wenn die Manschaft kein Pfifferling mehr hollt.
Also lasst doch Popiesch bitte l erst mal arbeiten.
3 | Mozart | 23.11.2006 @ 09:16
@3liter Ganz schön spitz... ;-)
4 | 3liter | 23.11.2006 @ 11:11
@2 Sag ich doch, dass Caroll nicht unter Zeitdruck stand ...
5 | Kasatonov | 23.11.2006 @ 11:13
Ein neuer Trainer kann kurzfristig in jeder Mannschaft eine Verbesserung/Leistungssteigerung bringen, ist aber das Potential in der Mannschaft einfach nicht vorhanden, verbraucht sich dieser Effekt schnell und langfristig steht jeder Trainer wieder vor dem selben Problem wie der alte Trainer und kann es nicht lösen. Bleibt die Frage, welcher Fall hier vorliegt. Ich vermute, dass die Mannschaft nicht wettbewerbstauglich ist.
6 | Staif | 23.11.2006 @ 12:14
In der Nacht angerufen und dann gleich losgelegt. Tut mir leid, aber das kann ich nicht glauben. Glaube, daß man vorher schon mit ihm gesprochen hat!!! Was wäre sonst passiert, wenn er nein gesagt hätte? Da hätten gewisse Herren noch dümmer da gestanden. Gleich zu Beginn ne Lüge! Du bist Deutschland
7 | garfield34 | 23.11.2006 @ 12:20
@1,3,4: Zustimmung!
@Mozart: Du bist doch einer der Insider - hab mal davon gehört, daß F.C. letzte Saison zumindest kurze Zeit mit Sportpsychologen zusammen gearbeitet haben soll. Ist da was dran? Gabs so eine Zusammenarbeit auch diese Saison? Vielleicht liegen in dem Bereich noch Reserven, unabhängig vom Trainer.
8 | loki | 23.11.2006 @ 12:20
zeitdruck caroll hat doch vor der saison gesagt das wir ihn und sein team bis weihnachten zeit lassen sollen um sich zu finden oder ?
naja bin ja mal gespannt wie lange der neue da ist ...
9 | rene72 | 23.11.2006 @ 16:07
und jetzt soll er uns was neues erzählen.
10 | Hoywoyfux | 23.11.2006 @ 19:51
@muc-fuchs - genau @saif steia
11 | Hoywoyfux | 23.11.2006 @ 19:57
@ 10 oh oh- da hab ich wohl zu früh gedrückt : Also nochmal : @muc-fuchs genau ! @ Staif Unsinn ! @mozart na,na. / Lasst ihn nun arbeiten. Die Analyse oben ist korrekt und simpel umzusetzen. Hätte FC vielleicht auch geschafft (Achtung Spekulation). Nun muss das Team eben einem anderen zuhören. Mal ehen, ob Tompo es schafft...
12 | Brian | 23.11.2006 @ 22:51
Alleine der Spielaufbau in denletzten Spielen war eine Katastrophe und neigte mich dazu mein Bier über rückläufige Perestaltik wieder von mir zu geben. Vozar, Strtaube, Janos, Mücke, Pohling, Hubbauer, Gare sollen dazu nicht fähig sein? Ich glaub schon das es gut war das Caroll gegangen worden ist. Viel Glück T.P.
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"Ich bin in der Nacht von Sonntag zu Montag (die Nacht nach dem 0:10 in Landshut/d. A.) angerufen und gefragt worden, ob ich mir ein Engagement bei den Füchsen vorstellen könnte. Das habe ich nach einem lockeren Gespräch zunächst bejaht. Am Montagmittag wurde es dann konkret. Deshalb habe ich mich gegen 14 Uhr ins Auto gesetzt und bin nach Weißwasser gefahren", schildert der 41- jährige Popiesch den Weg zum Vertrag bei den Lausitzern.
Es folgte eine zweistündige Unterredung mit Füchse-Geschäftsführung und -Beirat. Dann war man sich einig. Gegen 21.45 Uhr übermittelte Geschäftsführer René Reinert dem Kanadier Fred Carroll: "Sie sind beurlaubt." Keine 24 Stunden später stand Thomas Popiesch bereits an der Bande - mit "Genehmigung" seiner Frau, die er sich per Telefon einholte: "Wir dachten alle, ich komme zunächst wieder heim. Aber dann ging es so schnell...", staunt der neue Oberfuchs selbst.
Und so musste er mitansehen, wie sein neues Team dem REV Bremerhaven mit 1:5 unterlag. Dabei blieben dem neuen Coach die Probleme, die zur sportlichen Talfahrt der Weißwasseraner geführt haben, nicht verborgen: "Wir produzieren zu viele Scheibenverluste im eigenen Drittel, haben ein schlechtes Zweikampfverhalten an der Bande und entwickeln zu wenig direkten Zug zum Tor. Über- und Unterzahl sind auch alles andere als optimal."
Deshalb ist Schönspielerei bei den Füchsen, von Popiesch schmunzelnd als "Tic-Tac- Toe-Hockey" bezeichnet, endgültig verpönt. "Wenn man im Tabellenkeller steht, ist einfaches Eishockey gefragt: Scheibe schnell aus dem Drittel, dann tief spielen, in der Angriffszone Druck machen und Strafen provozieren bzw. Torchancen erarbeiten", beschreibt der "Wossi" (in Ost-Berlin geboren und aufgewachsen, jetzt wohnhaft in Krefeld) das, auf was sich die Füchse-Fans in den nächsten Spielen einrichten können. "Thomas Popiesch steht nicht unter Zeitdruck. Er soll die Mannschaft langsam aber doch spürbar vorwärts bringen", gibt Füchse-Beiratschef Dieter Krein das Anforderungsprofil wieder. Die nächste "Leistungskontrolle" folgt morgen ab 19.30 Uhr, wenn die Lausitzer den SC Bietigheim-Bissingen empfangen. Sonntag steht die Auswärtspartie in Schwenningen an.
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 23.11.2006