Mit dem ersten Sieg unter Trainer Thomas Popiesch steigt bei den Füchsen die Stimmung
Als Wunderheiler versteht sich Thomas Popiesch in keinem Fall. Allerdings freut sich der neuverpflichtete Trainer des Eishockey-Bundesligisten Lausitzer Füchse über den 4:2-Sieg am Sonntag beim Spitzenteam ERCSchwenningen. Bereits nach dem unglücklichen 1:3 am Freitag gegen Bietigheim erntete der 41-JährigeKomplimente für die couragierte Vorstellung seiner Jungs. SC-Trainer Uli Liebsch gratulierte zur respektablen Leistung und flüsterte Popiesch zum Abschied ins Ohr: "Bringt bitte Punkte aus Schwenningen mit."
Dafür, dass den Füchsen bei den Wild Wings dieser Aufschwung gelang, macht Popiesch die positive Stimmung im Team verantwortlich: "Obwohl sie unten stehen ist die Atmosphäre freundlich. Die Spieler gehen fair miteinander um, helfen sich. Es ist eine junge Truppe, die ohnehin nicht mit ganz hohen Erwartungen in die Saison gestartet ist." Seine Änderungen im Vergleich zu Vorgänger Carroll seien nicht gravierend. Popiesch erklärt: "Es wurde zu offensiv gespielt. Das habe ich umorganisiert. Die dritte Angriffsreihe macht Fortschritte, auch wenn vor dem eigenen Tor noch viele Fehler unterlaufen."
Angst, dass Euphorie aufkommt, hat er nicht: "Sie haben in Schwenningen für die 80 mitgereisten Fans die Sieger-Welle gemacht. Noch sind wir Letzter, jedoch mit Blick nach oben. Selbstbewusstsein kann nicht schaden. Ich ahnte, dass wir irgendwann gewinnen, wenn wir Spiele lange offen gestalten."
Niemz ist ein toller Rückhalt
Besonderes Lob erhielt neben Dreifach-Torschütze Patrick Vozar und dem torgefährlichen Spielgestalter Lanny Gare auch Ersatz-Torhüter Martin Niemz. Der 23-Jährige vertritt Nolan McDonald. Beim Kanadier wurde bei einer MRT-Untersuchung Flüssigkeit im Wirbelbereich festgestellt, er fehlt weiter. "Martin erweist sich als toller Rückhalt. Seine Paraden waren Basis für den Erfolg", lobte Popiesch, der die gute Nachwuchs-Schule in der Lausitz kennt. Der in Berlin-Friedrichshain aufgewachsene frühere Stürmer berichtet: "Im Nachwuchs war ich oft mit Dynamo Berlin hier. Es gibt einige Verbindungen, das Umfeld ist mir vertraut." Noch wohnt er im Appartement auf dem Grundstück von Geschäftsführer Renè Reinert. Seine Frau und Tochter Anna, die in zwei Wochen acht Jahre alt wird, sind noch in Ratingen.
Bietigheims Trainer Liebsch, dessen Team durch den Füchse-Erfolg an Schwenningen vorbeizog, meldete sich bislang nicht. Popiesch nimmt‘s locker: "Bei ihm habe ich jetzt einen Wunsch gut. Den brauchen wir vielleicht mal dringend." (Andree Merbt)
Quelle: Sächsische Zeitung Printausgabe Lausitzsport Seite 11 vom 28.11.2006
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Als Wunderheiler versteht sich Thomas Popiesch in keinem Fall. Allerdings freut sich der neuverpflichtete Trainer des Eishockey-Bundesligisten Lausitzer Füchse über den 4:2-Sieg am Sonntag beim Spitzenteam ERCSchwenningen. Bereits nach dem unglücklichen 1:3 am Freitag gegen Bietigheim erntete der 41-JährigeKomplimente für die couragierte Vorstellung seiner Jungs. SC-Trainer Uli Liebsch gratulierte zur respektablen Leistung und flüsterte Popiesch zum Abschied ins Ohr: "Bringt bitte Punkte aus Schwenningen mit."
Dafür, dass den Füchsen bei den Wild Wings dieser Aufschwung gelang, macht Popiesch die positive Stimmung im Team verantwortlich: "Obwohl sie unten stehen ist die Atmosphäre freundlich. Die Spieler gehen fair miteinander um, helfen sich. Es ist eine junge Truppe, die ohnehin nicht mit ganz hohen Erwartungen in die Saison gestartet ist." Seine Änderungen im Vergleich zu Vorgänger Carroll seien nicht gravierend. Popiesch erklärt: "Es wurde zu offensiv gespielt. Das habe ich umorganisiert. Die dritte Angriffsreihe macht Fortschritte, auch wenn vor dem eigenen Tor noch viele Fehler unterlaufen."
Angst, dass Euphorie aufkommt, hat er nicht: "Sie haben in Schwenningen für die 80 mitgereisten Fans die Sieger-Welle gemacht. Noch sind wir Letzter, jedoch mit Blick nach oben. Selbstbewusstsein kann nicht schaden. Ich ahnte, dass wir irgendwann gewinnen, wenn wir Spiele lange offen gestalten."
Niemz ist ein toller Rückhalt
Besonderes Lob erhielt neben Dreifach-Torschütze Patrick Vozar und dem torgefährlichen Spielgestalter Lanny Gare auch Ersatz-Torhüter Martin Niemz. Der 23-Jährige vertritt Nolan McDonald. Beim Kanadier wurde bei einer MRT-Untersuchung Flüssigkeit im Wirbelbereich festgestellt, er fehlt weiter. "Martin erweist sich als toller Rückhalt. Seine Paraden waren Basis für den Erfolg", lobte Popiesch, der die gute Nachwuchs-Schule in der Lausitz kennt. Der in Berlin-Friedrichshain aufgewachsene frühere Stürmer berichtet: "Im Nachwuchs war ich oft mit Dynamo Berlin hier. Es gibt einige Verbindungen, das Umfeld ist mir vertraut." Noch wohnt er im Appartement auf dem Grundstück von Geschäftsführer Renè Reinert. Seine Frau und Tochter Anna, die in zwei Wochen acht Jahre alt wird, sind noch in Ratingen.
Bietigheims Trainer Liebsch, dessen Team durch den Füchse-Erfolg an Schwenningen vorbeizog, meldete sich bislang nicht. Popiesch nimmt‘s locker: "Bei ihm habe ich jetzt einen Wunsch gut. Den brauchen wir vielleicht mal dringend." (Andree Merbt)
Quelle: Sächsische Zeitung Printausgabe Lausitzsport Seite 11 vom 28.11.2006