Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Rückfall in alte Zeiten
02.12.2006 | 00:37 Uhr von
Die Füchse nach dem Trainerwechsel und dem Auswärtssieg am Sonntag in Schwenningen im Aufwind – die Regensburger Eisbären nach drei Niederlagen in Folge im freien Fall und erstmals seit drei Jahren außerhalb der Playoff-Ränge: Die Vorzeichen machten Hoffnung auf einen Heimsieg. Zumal die Eisbären beim ersten Vergleich in Weißwasser (am 1. Oktober) 3:4 nach Verlängerung verloren hatten, sich in dieser Woche von ihrem einstigen Starstürmer Mark Woolf getrennt haben, Starverteidiger Niclas Hede verletzt ist und Ex-DEL-Verteidiger Shayne Wright für dieses Jahr wegen mangelnder Fitness aus dem Kader gestrichen wurde.

Die Stürmer Branislav Janos und Lanny Gare hatten Schwerstarbeit zu verrichten. Ihre Mitspieler in der Defensive waren zu oft nicht im Bilde. Foto: Gunnar Schulze
Mit extra angefertigten Weihnachts-Trikots wollten die Füchse auf Erfolgskurs bleiben. Doch die Eisbären waren gewarnt. Mit konsequentem Spiel ließen sie die Hausherren ein ums andere Mal alt aussehen. Der erneut für den angeschlagenen McDonald im Tor stehende Niemz war aber auf der Hut und vereitelte die Gäste-Chancen durch Straube und Driendl.

Chancen eiskalt verwandelt

Kurz vor Ende des ersten Drittels war er aber machtlos. Einen sehenswerten Angriff seiner Vorderleute fingen die Regensburger ab und starteten ihrerseits einen Konter. Stürmer Max Driendl verwertete eiskalt. Ein sehr abgezocktes Spiel des Tabellenachten. Hochmotiviert kamen die Füchse aus der Kabine. Doch Janos durfte gleich zurück auf die Bank.

Zwei-Minuten-Strafe wegen Stockchecks. Wenige Sekunden darauf brach Gare durch und konnte nur unfair gebremst werden. Den fälligen Penalty verwandelte er zum viel umjubelt Ausgleich. Doch die Bayern zeigten sich davon unbeeindruckt. Die Füchse standen gerade wieder komplett auf dem Eis, da erhöhte Cermak nach Zuspiel von Hacker und Driendl auf 1:2. Das scharfe Nachwaschen der engagiert spielenden Gäste war nur eine Frage der Zeit. Wurde ein Tor in der 26. Minute nicht anerkannt, passierte es kurz darauf.

Nach einigen guten Aktionen der Füchse, erhöhte Regensburg auf 1:3. Einmal in Spiellaune gekommen, gab es kein Halten mehr. Die Deckung der Füchse kam immer mehr ins Schwimmen und kassierte durch Masek den vierten Gegentreffer. Damit aber nicht genug. Die Eisbären wollten klare Fronten schaffen und machten bis zur zweiten Drittelpause das halbe Dutzend voll. Die fast 1500 Zuschauer im Fuchsbau bemerkten alte Schwächen beim Popiesch-Team. Goalie Niemz konnte einem leid tun, wie er von seinen Vorderleuten im Regen stehen gelassen wurde. Im letzten Spielabschnitt fanden die Weißwasseraner wenigstens zu ihrer ursprünglichen taktischen Linie zurück und hielten das Ergebnis in Grenzen.

Füchse konnten nicht mehr

Die Regensburger wollten nicht mehr, die Füchse konnten nicht mehr. Trotzdem gelang erneut Gare aus Nahdistanz der zweite Treffer. Das war´s dann aber endgültig. Zurück blieben frustrierte Fans und Spieler. Und eine Hiobsbotschaft: Janos fällt mit Verdacht auf Rippenbruch für längere Zeit aus.

Stimmen zum Spiel

Thomas Popiesch (Trainer Lausitzer Füchse): Meine Mannschaft war von Beginn an nicht bereit für dieses Spiel. Ein Rückfall in alte Verhaltensmechanismen. Wir können nicht mit den guten Teams der Liga mitspielen. Wenigstens Einsatzbereitschaft muss ich verlangen können und dass jeder defensives Hockey beherrscht. In den nächsten Tagen wird es eine genaue Analyse jedes einzelnen Spielers geben, ob er bereit ist, sich für das Team und den Verein bedingungslos einzusetzen.

Peter Draisaitl (Trainer Eisbären Regensburg): Wir standen vor Spielbeginn gehörig unter Druck. Aber meine Mannschaft hat das umgesetzt, was ich mir erhofft habe. Allerdings war die Partie kein Feuerwerk der hohen Eishockey-Kunst. Das Team hat in der Defensive gut agiert, und so hatten wir das fehlende Glück der vergangenen Partien endlich mal wieder auf unserer Seite. Der 2:6-Erfolg tut unheimlich gut.

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 02.12.2006
778 mal gelesen
 
1 | Jörg | 02.12.2006 @ 01:51
Zitat: "Der erneut für den angeschlagenen McDonald im Tor stehende Niemz war aber auf der Hut und vereitelte die Gäste-Chancen durch Straube und Driendl."--- Siehste- der Chris hatte seine Chancen. Nur für's falsche Team... Mal ehrlich: Was haben Hubbauer und Straube heute geleistet? Andere waren auch nicht besser. Aber die beiden gehören zum ersten Block. Abgesehen davon, dass auch die Defensivabteilung dieses Fünfers heute kaum Land sah. Bester Mann war auf Längen Martin Niemz.
2 | SEFI | 02.12.2006 @ 12:46
"Starverteidiger Niclas Hede " - oje, oje
3 | iiro39 | 02.12.2006 @ 18:21
hede>stürmer
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