Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Unter Scharfschützen
08.12.2006 | 05:39 Uhr von
Füchse-Torhüter Martin Niemz bekommt einiges um die Ohren
Es ist trotz des letzten Platzes der Lausitzer Füchse in der 2. Bundesliga natürlich einigermaßen übertrieben zu behaupten, Martin Niemz würde unter Dauerbeschuss stehen. Und dennoch bekommt der 23-Jährige jeden Tag einiges um die Ohren. Denn er ist nicht nur Eishockey-Torhüter, sondern gleichzeitig Hauptgefreiter bei der Bundeswehr.

Während andere Spieler sich zwischen den Trainingseinheiten erholen können, schiebt Niemz in dieser Zeit seine Dienste auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz. Angestellt wurde er dort zwar als Kraftfahrer, aber sein Aufgabenbereich ist vielfältig. „Er reicht von der Reinigung der Fahrzeuge bis hin zu Innendienstarbeiten“, erzählt der gebürtige Lausitzer. Um sich beruflich abzusichern, hängte er nach dem Ende des Grundwehrdienstes noch weitere 14 Monate beim Bund dran.
Denn, dass Niemz auf dem Eis so schnell die Kurve zum Zweitliga- Torhüter kriegen würde, war selbst bei wohlwollender Beurteilung seiner bisherigen Karriere nicht abzusehen. Als Jugendlicher verließ er Weißwasser und wechselte in die Deutsche Nachwuchsliga zum SC Riessersee. Über die Stationen Ulm und nochmals Riessersee kehrt der Torhüter in die Heimat zurück. Er spielte zwei Jahre für den Drittligisten Niesky, seit dieser Saison ist Niemz in der zweithöchsten Spielklasse angekommen.
Durch die Hüftverletzung von Stammtorhüter Nolan McDonald sah sich die Nummer zwei plötzlich gefordert und löste diese Herausforderung mit Bravour. „Ich freue mich natürlich, dass ich als junger Torhüter so viel Spielpraxis in der 2. Liga bekomme“, sagt Niemz. Er weiß ganz genau, dass er unter normalen Umständen nur sporadisch zum Einsatz gekommen wäre. „Ich habe durch Nolans Verletzung schon jetzt mehr Spiele bekommen, als ich eigentlich erwartet hatte.“
Der Youngster erfüllte die Erwartungen mit soliden Leistungen. Einige Packungen, wie beispielsweise das 0:10 in Landshut, konnte auch Niemz nicht verhindern. Dass er dabei von seinen Vorderleuten bisweilen ziemlich im Stich gelassen wurde, mag er nicht kritisieren. „In Landshut waren wir alle neben der Spur. Da stehst du dann als Torhüter natürlich ziemlich dumm da. Im Großen und Ganzen bin ich mit meinen Leistungen jedoch zufrieden.“
Nolan McDonald trainiert inzwischen wieder auf dem Eis und wird möglicherweise für die Wochenend-Partien heute beim EV Landsberg (20 Uhr) und am Sonntag zu Hause gegen den EHC München (17 Uhr) in den Kader zurückkehren. Nervös macht Niemz das bevorstehende Comeback des Kanadiers nicht. „Vor der Saison gab es die klare Ansage, dass Nolan die Nummer eins ist. Wenn der Trainer mich auf die Bank setzt, werde ich seine Entscheidung akzeptieren“, gibt er sich bescheiden.
In jedem Fall zählt der zweite Keeper schon jetzt zu den wenigen Gewinnern in der laufenden Saison. Denn sein ursprünglicher Ein-Monats- Vertrag im Fuchsbau wurde längst bis zum Saisonende verlängert. Zudem hat er den Konkurrenzkampf zwischen Pfosten mächtig angeheizt. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Nummer zwei wirklich nur die Nummer zwei ist – oder möglicherweise höhere Ansprüche anmelden darf. (Frank Noack)

Zum Thema Drgon spielt zur Probe
Adam Drgon erhält einen befristeten Probevertrag bei den Lausitzer Füchsen erhalten. Der 21 Jahre alte Verteidiger aus der Slowakei trainierte in dieser Woche in Weißwasser. Trainer Thomas Popiesch will ihn jedoch auch unter Wettkampfbedingungen sehen.
Möglicherweise kommt Drgon bereits an diesem Wochenende zum Einsatz. Heute sollen die entsprechenden Formalitäten geklärt werden.

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 08.12.2006
922 mal gelesen
 
1 | luckyluke | 08.12.2006 @ 10:46
oh Niesky spielt schon in der 3.Liga Hilfe polizei diese schmierfinken ham echt keine ahnung
2 | Jörg | 08.12.2006 @ 11:02
Stimmt doch! Zähle mal in Sachsen von unten. Darfst aber nicht die Landskron Liga mitzählen... ;-))
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