Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Ein Sieg für die Moral der Füchse
30.12.2006 | 01:12 Uhr von
Die Füchse hatten das erste Spiel des Jahres gewonnen – 6:4 nach einem 0:3-Rückstand gegen Schwenningen) und wollten mit einem Sieg gegen Kaufbeuren den Kreis nach einem insgesamt schwachen Jahr schließen. Außerdem: Wenn der Tabellenletzte zu Hause auf den Vorletzten trifft, dann gibt es nur eins: Gewinnen, damit man nicht in das Tal der Trostlosigkeit fällt.

Die Füchse machten diesmal viel Druck vor dem Tor der Gäste, Joker-Goalie Christian Baader hatte viel zu tun und wurde ebenso wie Füchse-Torhüter Nolan McDonald als Spieler des Tages ausgezeichnet. Foto: Gunnar Schulze
Das schien allen Füchsen klar – oder zumindest klar gemacht worden – zu sein. Die Weißwasseraner begannen wie die Feuerwehr, hatten nach nur 21 Sekunden die erste Chance durch Kapitän Jörg Pohling, der aber aus Nahdistanz am Gästegoalie Christian Baader scheiterte. Der Sturmlauf wurde in der siebenten Minute belohnt, als Lanny Gare nach einem Superzuspiel von André Mücke allein auf Baader zulief, die Nerven behielt und unhaltbar links oben einnetzte.

Straube wird ausgepfiffen

Die Zuschauer waren sofort voll da und unterstützten ihre Mannschaft frenetisch, sahen aber erst einmal kein weiteres Tor. Erst scheiterte Gare – erneut nach einem Mücke-Zuspiel – an Baader, dann hatte Neuzugang Adam Drgon (siehe Füchse-News) mit einem Distanzschuss das Glück nicht auf seiner Seite. Einzig Chris Straube hatte ein zumindest rabenschwarzes erstes Drittel erwischt, vergab erst zweimal kläglich, bevor er von Branislav Janos klasse freigespielt wurde und dann aus Nahdistanz das Tor nicht traf. Ein Pfeifkonzert der Füchse-Fans gegen den eigenen Spieler war das Ergebnis.

Danach hatte Stephan Kuhlee auf Pohling-Pass noch eine Möglichkeit, aber auch er vergab. Die Führung der Füchse nach dem ersten Drittel war jedenfalls hochverdient. Das Geschehen spielte sich zu 80 Prozent im Drittel der Gäste ab, Nolan McDonald musste nur einmal, in der fünften Minute, gegen den Kanadier Fraser Claire seine Klasse beweisen.

Im zweiten Drittel kamen die Gäste besser ins Spiel, ihr Trainer Dieter Medicus hatte ihnen wohl auch klar gemacht, dass mit der Leistung des ersten Drittels auch beim Letzten keine Punkte drin sind. Es gab einen offenen Schlagabtausch. Shawn Mather hatte die größte Chance für die Gäste, aber der starke McDonald im Füchse-Tor hielt. Die Füchse selbst hatten zweimal durch Gare und den wieder sehr emsigen Mücke die Möglichkeit zum 2:0. Das Schlussdrittel begannen die Füchse wieder besser. Thomas Götz vergab eine gute Chance. Dann aber schlich sich auf Seiten der Gastgeber der Schlendrian ein: Erst lief Mather allein auf McDonald zu, scheiterte aber an dessen Fanghand und dann machten Masak und Koalick bei eigener Überzahl riesige Fehler, die zu klaren Tormöglichkeiten für die Gäste führten. Da hätte das Spiel kippen können. Das tat es aber nicht, vor allem weil den Füchsen gut vier Minuten vor Schluss doch noch das zweite Tor gelang. Branislav Janos hatte wenig Mühe, nach einem Abpraller nach Vozar-Schuss, einzunetzen. Die verbleibenden Minuten wurden trotzdem dramatisch: Bartlick und Gare saßen für 1:44 Minuten gemeinsam auf der Bank, aber auch diese 3:5-Unterzahl überstanden die Füchse schadlos.

Gare trifft ins leere Tor

Nach einer Auszeit hatten die Gäste noch eine gute Möglichkeit, zum Anschlusstreffer zu kommen, nahmen dann ihren Goalie vom Eis und kassierten zwei Sekunden vor Schluss das dritte Gegentor durch Lanny Gare, der von der eigenen blauen Linie traf. Die Fans hatten endlich wieder einmal Grund, Sirtaki zu tanzen. Überschätzen aber darf man den Sieg nicht. Der Erfolg gegen den Vorletzten war nicht so klar, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Er war aber gut für die Moral und vielleicht ein wichtiges Signal für die Playdowns. (Gunnar Schulze & Frank Thümmler)

Torfolge
Füchse – Kaufbeuren 3:0 (1:0; 0:0; 2:0)
1:0 Lanny Gare 6.04
2:0 Branilav Janos 56.15
3:0 Lanny Gare 59.58

Trainerstimmen

Thomas Popiesch (Trainer Lausitzer Füchse): Natürlich bin ich zufrieden mit den drei Punkten. Die Mannschaft hat schon vor dem Spiel viel Spannung aufgebaut und war dann erst einmal sehr verkrampft und unsicher. Entscheidend war heute der hervorragende Kampfgeist. Besonders in der Defensive haben wir sehr kompakt gestanden und gut gearbeitet. Damit haben die Spieler unserem Torwart Nolan McDonald den Wiedereinstand über 60 Minuten sehr erleichtert. Alle freuen sich für ihn, dass er zum zweiten Mal, seitdem er in Weißwasser ist, ein Shut-out geschafft hat, also ohne Gegentor geblieben ist.

Dieter Medicus (Trainer Joker Kaufbeuren): Ich gratuliere erst einmal Weißwasser zu diesem Erfolg. Die Füchse haben heute ihrem Namen alle Ehre gemacht und so schlau gespielt, wie es den Füchsen nachgesagt wird. Enttäuscht bin ich auch deshalb, weil die Schussbilanz von 13:6 im letzten Drittel für uns aussagt, dass hier mehr drin war. Aber die Torquote stimmt bei uns einfach nicht, die Chancenverwertung war wieder zu schwach und deshalb haben wir auch zurecht verlorten. Außerdem haben wir das erste Drittel völlig verpennt. Mit den zwei anderen Drittel war ich zumindest aus kämpferischer Sicht zufrieden.

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 30.12.2006
774 mal gelesen
 
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
MATCHUP
 
SOMMERPAUSE
LETZTER SPIELTAG
So. 29.03.26
  1 2 3 F
LF 0 0 0 0
KH 0 0 0 0
KURZTABELLE
1. Krefeld Pinguine 114
2. Kassel Huskies 106
3. Star Bulls Rosen 97
4. Ravensburg Tower 91
5. SC Bietigheim St 89
6. EV Regensburg 81
7. Lausitzer Füchse 79
8. EV Landshut 76
9. Düsseldorfer EG 74
10. Eispiraten Crimm 68
11. EHC Freiburg 61
12. Blue Devils Weid 57
13. EC Bad Nauheim 55
14. ESV Kaufbeuren 44
KALENDER
LINKS
ADMINISTRATION