Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Unter Beobachtung
02.01.2007 | 12:27 Uhr von
Fragezeichen um Gesundheit von Füchse-Torhüter McDonald / Kommt Conti als Nachfolger?
Heute im Auswärtsspiel bei den Eisbären Regensburg (20 Uhr) wartet die nächste Bewährungsprobe auf Nolan McDonald. Trotz seiner Hüftprobleme lieferte der Torhüter der Lausitzer Füchse am Freitag mit dem 3:0-Sieg gegen Kaufbeuren ein beeindruckendes Comeback ab. Dennoch steht weiterhin ein großes Fragezeichen hinter seinem Gesundheitszustand. Wie die RUNDSCHAU erfuhr, hat die Füchse- Führung bereits Kontakt zum Iserlohner Leo Conti aufgenommen.

Natürlich fiel allen Beteiligten ein Stein vom Herzen ob des psychologisch enorm wertvollen Dreiers. Schlusslicht Weißwasser hat mit jetzt 23 Zählern die Hauptkonkurrenten Kaufbeuren (25) und Crimmitschau (27) wieder in Sichtweite. Die Spieler liefen am Freitag gleich mehrere Ehrenrunden und wurden von den gut 2000 Zuschauern gefeiert, als wenn der Klassenerhalt schon geschafft wäre. Trainer Thomas Po piesch räumte ein, dass seine Mannschaft vor diesem Spiel «viel Spannung» aufgebaut habe. Kein Wunder, denn im Falle einer erneuten Niederlage wäre der letzte Tabellenplatz in der 2. Bundesliga wohl auf Wochen hinaus zementiert gewesen.
Und dennoch – bei aller Freude drehten sich die Diskussionen vor allem um die brisante Torwart-Frage. Selbst nach der Pressekonferenz stand noch einmal ein Keeper im Mittelpunkt. Klaus Hirche, früher als «schwarze Maske» ein Weltklasse-Vertreter seiner Zunft, erhielt vom Verein einen Reisegutschein für seine Verdienste um das neue Traditionszimmer im Eisstadion überreicht. Hirche weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig eine sichere und vor allem gesunde Nummer eins ist. Er bescheinigte McDonald eine «phantastische Leistung» und formulierte gleichzeitig seinen Wunsch für die Zukunft. «Ich wünsche mir, dass es so weiter geht» , meinte Hirche.
McDonald meldete sich gegen Kaufbeuren mit einer Leistung zurück, die ihm aufgrund der anhaltenden Verletzungsprobleme nur wenige zugetraut hatten. Zum ersten Mal in dieser Saison spielten die Füchse zu Null – und der 29-Jährige hatte einen ganz großen Anteil an diesem so genannten Shut-out.
Aber die bange Frage bleibt: Wie belastbar ist die Hüfte des ungemein ehrgeizigen Keepers wirklich? Schon einmal in der laufenden Spielzeit kehrte McDonald zu früh auf das Eis zurück. Um die Probleme endlich in den Griff zu bekommen, begab er sich extra in die Behandlung des Spezialisten Dr. Andreas Koch, der auch Mannschaftsarzt der Profifußballer von Energie Cottbus ist. McDonald hofft, dass das Spiel gegen Kaufbeuren ein Neuanfang für ihn ist. Aber er muss sich daran gewöhnen, in den nächsten Tagen ganz besonders im Fokus zu stehen. «Wir werden beobachten, wie Nolan die Belastung im Wettkampf, aber auch im Training verkraftet» , kündigte Thomas Popiesch an.
Der Trainer ließ keinen Zweifel daran, dass er auf jeden Fall mit einem gesunden Keeper in die Abstiegsrunde gehen will. Vor allem in den unteren Tabellenregionen, so Popiesch, entscheiden die Torhüter über das Erreichen des gesteckten Saisonziels. «An einer guten Torhüter- Leistung kann sich die gesamte Mannschaft aufrichten.»
Deshalb wollen die Verantwortlichen auf Nummer sicher gehen. «Wir schauen uns auf dem Markt um» , sagte der Sportliche Berater Dirk Rohrbach und bestätigte in diesem Zusammenhang auch Kontakte zu Leo Conti, der bei den Iserlohn Roosters gehen kann, weil der DEL-Verein mit Petr Franek gestern einen neuen Keeper verpflichtet hat. Rohrbach: «Ja, Conti ist einer von mehreren Kandidaten für den Fall, dass McDonald weiterhin gesundheitliche Probleme haben sollte.»
Und genau diese Befürchtung ist nach den Gesprächen mit den Ärzten offenbar nicht geringer geworden – im Gegenteil! «Das Risiko, dass die Hüfte wieder Probleme bereitet, ist sehr groß» , räumte Rohrbach ein. Auch Conti bestätigte gestern Kontakte zu den Füchsen. «Weißwasser ist eine von mehreren Optionen» , meinte der 28-Jährige. (Frank Noack)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 02.01.2006
1095 mal gelesen
 
1 | atzegruenkohl | 02.01.2007 @ 15:06
Da bin ja mal gespannt was bei der Beobachtung heraus kommt!
2 | Senator | 02.01.2007 @ 16:43
Oje Rohre. Da muss er noch viel lernen. So einen Umgang pflegt ein Tabor z.b. nicht mit den Spielern. Er kann sich doch kümmern und informieren, aber doch nicht so öffentlich.
3 | Locke | 03.01.2007 @ 22:51
das thema hatt sich doch schon so gut wie erledigt... der conti wird wenn in der zweiten liga nach landshut wechseln... da die ein riesen problem haben!!!!
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