Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Weißwasser will eine neue Eishalle
24.01.2007 | 22:02 Uhr von
Beratungen. Das Stadion der Füchse ist alt – jetzt nehmen Verein, Stadt und Freistaat einen erneuten Anlauf für den Fuchsbau.
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wird über den Neubau einer Eishalle auf dem Gelände der Freiluftarena gebrütet. In Weißwasser hat es solche Ideen schon mehrfach gegeben. Allesamt sind gescheitert: zu wenig zahlende Gäste, zu hohe Betriebskosten, keine konsequent hohe Spielleistung, keine Auslastung – und immer: zu teuer. Aber diesmal ist es anders.

Ein Eingang zur Freiluftarena des Eissportkomplexes Weißwasser. Kommt der Hallenneubau, wären Spiel und Spaß in einer Arena möglich. Foto: Gunnar Schulze
Die Baupläne nehmen rasant Gestalt an. Nicht zuletzt, weil die verregnete Eissaison in Niesky auch in der Südstadt den Ruf nach einer Eishalle lauter werden lässt, aber jedwede Förderung für ein solches Projekt nur einmal in der Region möglich ist. Dem will Weißwasser zuvor kommen. Diesmal ist auch die Stimmung zwischen den Verhandlungspartnern – von Eissport Weißwasser über Stadtverwaltung und Architekt bis zu Helma Orosz, Sozialministerin des Freistaates, „äußerst konstruktiv verlaufen“, bestätigt Oberbürgermeister Hartwig Rauh die jüngsten Treffen.

Drei oder zehn Millionen Euro

Während die Sanierung der alten Eishalle etwa drei Millionen Euro kosten würde, soll der nun angedachte Neubau auf dem Freiluftplatz die Wirtschaftsgebäude einbeziehen, nicht nur für Eissport zugänglich sein und bis zu zehn Millionen Euro kosten. Der Vorstand und Beirat der Lausitzer Füchse haben damit eine Idee aufgegriffen, die vor zwei Jahren scheiterte.

Aber: „Egal in welcher Liga wir spielen, wir müssen uns der Hallenfrage stellen – der Zahn der Zeit nagt an der alten Substanz“, sagt Beiratschef Dieter Krein. Wieso also nicht mehr Geld in die Hand nehmen und klotzen, statt zu kleckern? Besichtigungen der Eishallen in Liberec und Bad Tölz liegen hinter den Ideengebern – die alle beeindruckt haben. Der Cottbuser Architekt Ralf Rüdiger Sommer will den Weißwasseranern ihren neuen Maßanzug schneidern. Er ist bei derlei Großprojekten kein Unbekannter: Der Neubau der Tribüne beim Bundesligisten FC Energie Cottbus, das neue Verwaltungsgebäude von Vattenfall im Cottbuser Südeck sowie das Verwaltungs- und Informationszentrum im Findlingspark in Nochten, das im Spätsommer 2007 fertiggestellt wird, tragen seine Handschrift.

Von vier Modellen für die Mehrzweckhalle sind nun noch zwei im Rennen. „Ich könnte mir vorstellen, dass mit dem Rohbau des Sozialgebäudes Substanz für eine neue Variante gegeben ist“, sagt Sommer. Der Clou: Innerhalb von vier Stunden kann der Eisboden gegen Parkett für Ballspieler ausgetauscht werden. Das Dach könnte für Freiluftveranstaltungen zurückgefahren werden – Konzerte wären im Sommer möglich. Offen ist bislang, wie viele Gäste die Anlage aufnehmen soll – der Deutsche Eishockey Bund verlangt 6000. Aber Krein sagt: „Eine gute Halle bringt Gäste und Spiele.“ Ergo: Das Pferd wird diesmal von hinten aufgezäumt.

Ein Bürge muss herhalten

Egal wie, letztlich entscheidet das Geld über Wohl und Wehe. „Jetzt sind die Politiker gefragt, die immer Pro-Eishalle waren“, sagt Rauh. Er macht klar, Weißwasser hat dafür kein Geld übrig – bis 2009 will die Stadt schuldenfrei sein. Aber Fürsprecher von Ex-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf oder Neu-Ministerpräsident des Freistaates Georg Milbradt bis zu Ministerin Orosz haben immer betont: Diese Stadt braucht eine neue Eishalle. „Damit es Fördermittel gibt, ist eine Bürgschaft mit Zweckbindung nötig“, weiß Rauh. Das heißt: Einer muss haften – das verlangen die Gesetze für Fördergelder. Und da liegt das Problem. Wer weiß, ob in den nächsten 15 Jahren Weißwasser eine Profimannschaft hat, die Stadien füllt? Wer ist sich sicher, dass die Halle im Sommer ausgelastet wird? Und: Wird beim Eishallenbau die erwünschte Vattenfall-Halle an der Berliner-Straße in Weißwasser dann zu den Akten gelegt?

Viele Sitzplätze, viele Gäste

Somit ist der nun beratene Hallenbau – bei dem ein Sitzplatzrund auch für mehr junge und alte Zuschauer sorgen soll, ein variables Dach und ein auswechselbarer Boden für vielfache Nutzung stehen – nur der Anfang. Das Danach entscheidet. Der Vorstand des Eissports Weißwasser setzt auf Sozialministerin Orosz. Sie soll die Weichen in Dresden stellen. Innerhalb der nächsten 14 Tage wollen sich alle Beteiligten in Dresden treffen. Der Förderantrag soll bis Herbst 2007 gestellt sein. „Diese Chance sollte nicht verschenkt werden“, so Architekt Sommer – der auf Fördertöpfe zu Jahresende und auf ein weiteres Großprojekt hofft. (G. Schulze und W. Stibenz)

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 25.01.2007
1789 mal gelesen
 
1 | FüchseFan05 | 24.01.2007 @ 22:09
ich glaub erst dran wenn die neue halle steht .......
2 | SGD_Support | 24.01.2007 @ 22:11
Wie jedes Jahr... Abwarten und ihr wisst schon...
3 | böhser dynamo | 25.01.2007 @ 08:40
klingt ja gut, aber ob da 10 mio. reichen und 2. sind wir ja hier in wsw und da ist eh alles anders.
4 | Picard | 25.01.2007 @ 09:09
Also 10 Mill. für eine neue Halle klingt schon sehr wenig, aber vielleicht bescheißen sie sich ja erstmal selbst, denn was erst mal engefangen ist wird meist auch fertig gebaut, egal was es dann wirklich kostet (sind ja nur Steuergelder, eh ich mein natürlich Fördergelder)...
5 | elFranzo | 25.01.2007 @ 09:18
"'Jetzt sind die Politiker gefragt, die immer Pro-Eishalle waren', sagt Rauh" - Nein Herr Rauh, auch Sie sind gefragt!
6 | böhser dynamo | 25.01.2007 @ 10:18
und da sind se wieder die probleme. die stadt macht nichts, und die herren aus dresden naja. bekommen ja in dresden ne mal ein fussballstadion auf die reihe.
7 | Senator | 25.01.2007 @ 10:50
DD und WSW sind zwei völlig unterschiedliche Fälle. Dynamo DD ist in meinen Augen selber schuld. Bloß dort ist es ja Vereinskultur den Märtyrer zu spielen. Dort sind Stadt, DFB, Schieri...Schuld, wenn irgednwas nicht klappt.
8 | Mozart | 25.01.2007 @ 11:24
@Senator Mit der Aussage zum Dynamo-Stadion hast du leider bewiesen, dass du bei diesem Thema null Wissen hast. Einfach mal auf der HP von PRO RHS nachlesen... Ciao Mozart! PS: Bei anderen Themen liegt es mir fern, dir Fachwissen abzusprechen. ;-)
9 | Scream | 25.01.2007 @ 11:43
wäre wunderschön wenn das mit der neuen Halle passieren würde. Fakt ist doch das unsere jetzige Halle nicht mehr lange zugelassen wird aufgrund der Holztribünen. Aber ob das irgendwann mal mit der neuen Halle wird, ich glaubs auch erst wenn die Bagger anrollen.
10 | Arni | 25.01.2007 @ 12:47
@9 Die Tribünen selber sind doch aus Stahl, nur das worauf du läufst ist Holz. Und das kann sicherlich Kostengünstig erneuert werden, im Fall des Falles. Nichtsdestotrotz wäre ne neue Halle angebracht, einzig der Gaube das es was wird fehlt mir gänzlich.
11 | hinkelstein | 25.01.2007 @ 14:00
"Wird beim Eishallenbau die erwünschte Vattenfall-Halle an der Berliner-Straße in Weißwasser dann zu den Akten gelegt?" Wenn Das neue Stadion als Mehrzweckarena geplant ist, dann wäre es sicherlich Blödsinn noch eine zweite Halle in Weißwasser hinzuklotzen. Kräfte bündeln, Vattenfall mit ins Boot holen und deren geplante Gelder für das neue Stadion nutzen. Allerdings weiß ich nicht wie weit das Projekt schon gediegen ist.
12 | RONSEN@ | 25.01.2007 @ 15:49
nanana "Sitzplatzrund", aber die Stehplätze nicht vergessen!!!;-) Wenn schon, dann richtig!!! "Mach´et Hartwig!" Daran glauben tu ich aber nicht, is eben seit Jahren da selbe ausgelutschte Thema...passieren tut in unseren Breiten eh nix!*leider*
13 | samu14 | 25.01.2007 @ 18:23
Seid wann schreibt der DEB eine Kapazität vor? 6000 find ich eh total überdimmensioniert. Fragt mal in Nürnberg oder Krefeld usw. nach die haben ein vielfaches an Einzugsgebiet und Kapazität. Lieber ein kleines Schmuckkästchen wie in Ingolstadt mit ca 4500 Plätzen.
14 | Fredi | 25.01.2007 @ 19:04
Wenn's jetzt nicht klappt, dann nie!!! 2 Minister aus der Landesregierung sind aus WSW bzw. Weißkeißel. Wenn die das nicht schaffen, wer sonst? Ich glaube Helma Orosz könnte zum Denkmal werden, wenn das was wird.
15 | Maddel | 25.01.2007 @ 19:15
Erst Vattenfall, jetzt neue EISHALLE Ich lach mich kaputt!
16 | atzegruenkohl | 25.01.2007 @ 19:34
abwarten und tee trinken. würde mich schon über eine neue halle freuen. die hoffnung stirbt zuletzt
17 | mat | 25.01.2007 @ 19:50
Was hat den Vattenfall für nen Bau an der Berlin Strasse geplant?
18 | tanngrismir | 25.01.2007 @ 20:07
@ 17 Das frag ich mich och grade!!!!
19 | SGD_Support | 25.01.2007 @ 21:20
@17 und 19 .. ich mich auch... Die SZ verkommt wohl zur BILD :)
20 | Senator | 25.01.2007 @ 21:34
@Mozart: Hast ne PN :-) ....."Pro RHS" Seite: Ach nööö, ich Bild mich durch die Morgenpost ;-)
21 | Mozart | 25.01.2007 @ 21:59
@17, 18, 19 Einfach mal bissel für Lokalpolitik interessieren. ;-) Im Mai 2006 wurde im Stadtrat beschlossen, mit VATTENFALL-Geldern an der 2.Mittelschule eine Drei-Felder-Turnhalle als Ersatzneubau für 2 abgerissene Turnhallen zu bauen... Kompletter Text im Forum (off topic)...
22 | accomander | 26.01.2007 @ 09:19
Die Vattenfall Arena kommt Definitiv mit Austauschbaren Böden.( Mehrzweckhalle) für Schulsport und Vereinssport.Zu 90 % wird Vattenfall kein Geld für eine neue Eishalle geben,da der ESW zwei mal gepennt hat.Weiß ich von einem Höheren Vattenfall Mitarbeiter.Können nur Hoffen das Frau Orosz noch was reißt in der Beziehung.Vorstand vom ESW +Profiabteilung sollten keine deletanten Fehler mehr machen , solange giebt es keine richtig große Summen mehr.
23 | Mr.Gott | 26.01.2007 @ 11:36
Es wäre schön wenn neue Halle kommt aber recht glauben mag man es nicht.Es wird schon seit Jahren darüber geredet und nichts passiert.LEIDER.Sitzen ist fürn A....wir wollen hüpfen hüpfen.
24 | böhser dynamo | 26.01.2007 @ 15:15
@ 22. wieso der esw gepennt. wenn vattenfall wöllte, hätten sie gebaut mit oder ohne "penner". ne neue halle wär schön aber lieber unseren alten bau - die 2.liga und vernüftige preise. staune immer no wie sich die 3 % aufs bier ausgewirkt haben.
25 | Fuchshaha | 28.01.2007 @ 22:13
Bitte nach dem Spiel am 28.01.07keine neue Halle bauen. Das Geld wird in WSW wo anders viel eher gebraucht. Lasst doch die "Füchsleinchen" im Sand murmeln.
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