Nach der fürchterlichen Klatsche gegen Kaufbeuren war Wiedergutmachung für die Füchse angesagt. Mit 7:1 waren sie vergangenen Sonntag auswärts untergegangen. Große Erwartungen schienen in Weißwasser aber nicht vorzuherrschen, denn der Fuchsbau war gestern nur mäßig gefüllt.
Was für ein Jubel. Marco Noack schreit sich nach seinem Treffer zum 1:0 allen Frust vergangener Niederlagen von der Seele. Die Zuschauer im Füchsebau sollten noch weitere Tore sehen. Leider nicht immer für Weißwasser Foto: P. Aswendt
Furioses erstes Drittel
Die Zuschauer – die kamen – wurden allerdings für ihre Treue belohnt. Nach einem ausgeglichenen Start zeichnete sich jedoch vorerst für keine der beiden Mannschaften ein Vorteil ab. Und so kam die Führung der Lausitzer in der achten Spielminute schon etwas überraschend. Marco Noack netzte nach Vorlage von Thomas Götz und Benjamin Thiede ein. Eine gelungene Vorstellung der drei jungen Spieler.
Die Partie blieb danach weiterhin offen. Bietigheim verstärkte nun allerdings das Bemühen und drängte auf den Ausgleich. Dadurch handelten sich die Steelers aber auch einige Strafen ein, die die Füchse in der zwölften Minute endlich für sich nutzen konnten. Mit einer 5 zu 3 Überzahl auf dem Eis war es Lanny Gare, der diesen personellen Vorteil zum 2:0 für die Füchse verwandeln konnte. Die Stimmung in der Halle wuchs.
Füchsetor selbst in Unterzahl
Und sie sollte noch besser werden. Zwar geriet Weißwasser plötzlich in Unterzahl und musste sich nach einem kleinen Patzer von Torwart Nolan McDonald sogar mit einem Befreiungsschlag aus der Bredouille retten. Das hinderte aber Patrick Vozar im Anschluss nicht daran, diesen dann aus zehn Metern Entfernung in den Kasten der Steelers zu hämmern. 3:0 und Bietigheim erzielte trotz kräftigen Bemühens kein eigenes Tor mehr bis zur Pause. Die Füchse kämpften toll, zur großen Zufriedenheit der Zuschauer. Sollten sie diese Leistung auch in den weiteren Spielabschnitten beibehalten, war ein Sieg mehr als wahrscheinlich.
Vorsprung erneut dahin
Doch gegen Dresden hatten die Lausitzer schon einmal eine Führung noch verschenkt. Und auch diesmal begann das zweite Drittel denkbar ungünstig. Nach nur 20 Sekunden gelang den Steelers der erste Treffer. Derart aufgebaut erhöhten sie weiter den Druck. Doch die Füchse hielten gut dagegen und waren ihrem vierten Treffer nah. Durch eine – von den Weißwasserfans mit lautstarken Protesten begleitete – Strafe gegen Adam Drgon gerieten die Gäste aber wieder in Überzahl. Und verkürzten in der 37. Minute auf 2:3.
Der so sicher klingende Vorsprung war erneut dahin. Der Ausgleich gelang Bietigheim bis zur Pause aber nicht mehr. Der Start in die letzten 20 Minuten versprach jedoch Spannung pur. Trotz des unglücklichen zweiten Drittels führten die Füchse nach wie vor.
Der letzte Spielabschnitt wurde dann auch zu dem erwarteten Nervenkrimi. Die Lausitzer ließen sich allerdings nicht Bange machen und blieben den Steelers nichts schuldig. Knapp zehn Minuten raste die Partie auf diese Weise hin und her.
Götz – erst Strafe, dann Treffer
Dann allerdings wurde Götz in der 50. Minute wegen Beinstellens für zwei Minuten vom Eis geschickt. Bei den Fans der Füchse wollte das Zittern kein Ende nehmen. Doch Weißwasser überstand das Unterzahlspiel und Götz holte sich nach seiner Rückkehr sofort den Puck. Und mit einem herrlichen Solo traf er zum befreienden 4:2.
Diesen Vorsprung retteten die Füchse dann auch über das Ende. Nach langer Zeit holte Weißwasser damit endlich wieder drei Punkte. Das gewonnene Selbstbewusstsein für den anstehenden Abstiegskampf zählt da fast noch mehr. Die Zuschauer sangen jedenfalls zum Abschluss: „So sehen Sieger aus.“
Guckt Euch das Foto an:Da lauert tatsächlich das Abstiegsgespenst!!!
2 | DavidH. | 03.02.2007 @ 09:12
hehe jo und zeigt seine hässliche Fratze (nein ich meine nicht Marko :))
3 | Hoywoyfux | 03.02.2007 @ 11:24
Na also. Wolln wir mal nicht überbewerten, aber es geht doch. Einfach schön. _ @Fuchshaha, der diese Seite sicher zu Bildungszwecken mitliest. Werd mir heut zu Mittag mal ein paar "wild wings" machen - hmmmmm - irgendwie schmecken die heut besonders gut ... lol
4 | esw77schrulle | 03.02.2007 @ 11:48
geiles spiel!!! kann man nicht anders sagen! wenn da so weitergeht, dann sehe ich chancen für uns :] wie bereits schon einmal von mir gesagt: jungfüchse tretet vor :]]
5 | Mr.Gott | 03.02.2007 @ 14:01
das sollte man aber nicht überbewerten, nach dem 1. Drittel kam kaum noch etwas
wir hatten auch viel Glück
Kämpferrisch ganz okay aber spielerrisch nach dem 2. Drittel so naja
6 | esw77schrulle | 04.02.2007 @ 10:47
da hast du leider auch recht @5. aber ich denke mal, bemühungen und verbesserte verteidigung waren da. und glück hatten die anderen teams auch oft, wieso nicht auch mal wieder? wir waren schon schlechter und eine positive tendenz war wieder zu erkennen. aber wie sagt man so schön "abwarten und tee....."
7 | thingslikehockey | 04.02.2007 @ 11:35
Ich denke, wir haben im letzten Drittel effektiv verteidigt und nicht allzu viele dumme Strafen gezogen.
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Die Zuschauer – die kamen – wurden allerdings für ihre Treue belohnt. Nach einem ausgeglichenen Start zeichnete sich jedoch vorerst für keine der beiden Mannschaften ein Vorteil ab. Und so kam die Führung der Lausitzer in der achten Spielminute schon etwas überraschend. Marco Noack netzte nach Vorlage von Thomas Götz und Benjamin Thiede ein. Eine gelungene Vorstellung der drei jungen Spieler.
Die Partie blieb danach weiterhin offen. Bietigheim verstärkte nun allerdings das Bemühen und drängte auf den Ausgleich. Dadurch handelten sich die Steelers aber auch einige Strafen ein, die die Füchse in der zwölften Minute endlich für sich nutzen konnten. Mit einer 5 zu 3 Überzahl auf dem Eis war es Lanny Gare, der diesen personellen Vorteil zum 2:0 für die Füchse verwandeln konnte. Die Stimmung in der Halle wuchs.
Füchsetor selbst in Unterzahl
Und sie sollte noch besser werden. Zwar geriet Weißwasser plötzlich in Unterzahl und musste sich nach einem kleinen Patzer von Torwart Nolan McDonald sogar mit einem Befreiungsschlag aus der Bredouille retten. Das hinderte aber Patrick Vozar im Anschluss nicht daran, diesen dann aus zehn Metern Entfernung in den Kasten der Steelers zu hämmern. 3:0 und Bietigheim erzielte trotz kräftigen Bemühens kein eigenes Tor mehr bis zur Pause. Die Füchse kämpften toll, zur großen Zufriedenheit der Zuschauer. Sollten sie diese Leistung auch in den weiteren Spielabschnitten beibehalten, war ein Sieg mehr als wahrscheinlich.
Vorsprung erneut dahin
Doch gegen Dresden hatten die Lausitzer schon einmal eine Führung noch verschenkt. Und auch diesmal begann das zweite Drittel denkbar ungünstig. Nach nur 20 Sekunden gelang den Steelers der erste Treffer. Derart aufgebaut erhöhten sie weiter den Druck. Doch die Füchse hielten gut dagegen und waren ihrem vierten Treffer nah. Durch eine – von den Weißwasserfans mit lautstarken Protesten begleitete – Strafe gegen Adam Drgon gerieten die Gäste aber wieder in Überzahl. Und verkürzten in der 37. Minute auf 2:3.
Der so sicher klingende Vorsprung war erneut dahin. Der Ausgleich gelang Bietigheim bis zur Pause aber nicht mehr. Der Start in die letzten 20 Minuten versprach jedoch Spannung pur. Trotz des unglücklichen zweiten Drittels führten die Füchse nach wie vor.
Der letzte Spielabschnitt wurde dann auch zu dem erwarteten Nervenkrimi. Die Lausitzer ließen sich allerdings nicht Bange machen und blieben den Steelers nichts schuldig. Knapp zehn Minuten raste die Partie auf diese Weise hin und her.
Götz – erst Strafe, dann Treffer
Dann allerdings wurde Götz in der 50. Minute wegen Beinstellens für zwei Minuten vom Eis geschickt. Bei den Fans der Füchse wollte das Zittern kein Ende nehmen. Doch Weißwasser überstand das Unterzahlspiel und Götz holte sich nach seiner Rückkehr sofort den Puck. Und mit einem herrlichen Solo traf er zum befreienden 4:2.
Diesen Vorsprung retteten die Füchse dann auch über das Ende. Nach langer Zeit holte Weißwasser damit endlich wieder drei Punkte. Das gewonnene Selbstbewusstsein für den anstehenden Abstiegskampf zählt da fast noch mehr. Die Zuschauer sangen jedenfalls zum Abschluss: „So sehen Sieger aus.“
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 03.02.2007