Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Selbst ein Stadion ist möglich
17.02.2007 | 00:14 Uhr von
Der Eissport-Weißwasser „Die Füchse“ hat sich mit der Stadtverwaltung nun über die Betreibung des Komplexes geeinigt. Das Vorhaben ist finanzierbar.

Die Kuh ist vom Eis. Seit gestern Abend haben die diskutierten Pläne zu Neubau oder Sanierung des Eisstadions in Weißwasser eine handfeste Grundlage. „Es wird in den nächsten fünf Jahren eine Eisfläche in Weißwasser geben“, sagte im neuen Traditionsraum des Stadions gestern Ronald Krause. Der Bürgermeister und Finanzprofi verwies darauf, dass sowohl Weißwasser als auch ESW ihre Finanzen im Griff hätten. Dadurch herrscht Planungssicherheit. „Das macht ein neues Finanzmodell für den Verein möglich“, so Krause. Stimmt dem im März der Stadtrat zu, ist der ESW in allen Betreiberfragen handlungsfähig.

Selbst ein Stadion ist möglich
Neues Vertrauen aufgebaut

Dieser Einigung gingen intensive Verhandlungen voraus, wie ESW-Schatzmeister Bernhard Stefan betonte: „Und auch wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ Es seien Betriebskosten, Einnahmen und Ausgaben in den vergangenen Monaten durchgerechnet und offengelegt worden. „Wir haben dadurch Vertrauen in die Finanzführung gewonnen“, erklärte dazu Oberbürgermeister Hartwig Rauh die gelungene Liaison der Stadtverwaltung mit dem ESW. In dem Einigungspapier steht, dass nun ein sogenannter Erbbaurechtsvertrag geschlossen werden soll. Das bedeutet, der ESW kann künftig Kredite aufnehmen und Liegenschaften belasten. „Der Verein ist dadurch selbst verantwortlich“, sagte Rauh.

Mit der Vereinbarung ist allen gedient. Der Stadt: Die Verteilung der Sponsorengelder Stadtwerke-SWW und Veolia in Höhe von 260000 Euro wird nicht mehr nach dem Schlüssel 200000 Euro für den ESW und 60000 an andere Sportvereine und Kulturstätten der Stadt ausgeschüttet. 2007 erhält der ESW exakt 180000 Euro – und jedes Jahr wird diese Summe nun um 10000 Euro vermindert. „Vor allem Kinder- und Jugendeinrichtungen erhalten dadurch mehr Geld“, erklärte Rauh. Bis 2012 wächst deren SWW/Veolia-Zuschuss auf 130000 Euro an.

Rechnungen selbst bezahlen

Der Verein gewinnt: Neben der Erbpachtregel erhält er von der Stadt 100000 Euro pro Jahr. „So sind bei der Betreibung auch kleinere Reparaturen und andere Unkosten bezahlbar“, sagte Rauh. Hinzu käme, so Stefan, dass sich eigene Sponsorenwerbung gut entwickele. Ergo: der ESW wird liquide – wenn auch immer von Zuschüssen abhängig. So kostet der Eiskomplex jährlich bis zu 230000 Euro, ohne Personal.

Am Ende kam auch die Stadionfrage wieder zur Sprache. „Wir können unseren Traum träumen – das Stadion ist unser Ziel“, so Stefan. Offen ist noch, ob eine Sanierung, oder ein Neubau günstiger ist. Jedoch verbessert das neue und stabile Betreibermodell die Verhandlungschancen mit Fördermittelgebern. Schon nächste Woche gibt es dazu einen Termin mit dem Regierungspräsidium in Dresden. (W. Stibenz und G. Schulze)

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 17.02.2007
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