Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Wenn Dämme brechen
17.02.2007 | 00:21 Uhr von
Um ihr Ziel, den zwölften Tabellenplatz – und damit das Heimrecht bei den Playdowns – zu erreichen, brauchten die Füchse gestern einen Sieg. Da kam mit dem Tabellenelften – dem EV Landsberg – genau das richtige Team in den heimischen Fuchsbau.

Lanny Gare wurde häufig vor dem Landsberger Tor gesichtet. Mit zählbarem Erfolg für die Füchse. Foto: P. Aswendt
Entsprechend dieser Vorsätze begann das Spiel auch sofort ohne großes Vorgeplänkel. Weißwasser startete druckvoll und mit leichten Vorteilen in die Partie. Die erste große Chance bekamen aber die Landsberger. Matthias Wittmann von Landsberg scheiterte jedoch am Füchsekeeper Nolan McDonald und am Pfosten. Darüber ärgerte er sich so, dass er anschließend wegen einer Tätlichkeit auf die Strafbank musste. Die Überzahlgelegenheit konnten die Lausitzer aber nicht nutzen.

Im Anschluss entwickelte sich ein munteres und sehenswertes Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten. Für die Füchse hätten Branislav János, Lanny Gare, Robert Bartlick und Adam Drgon gleich mehrfach für die Führung sorgen können. Doch Dennis Endras – Landsbergs Torhüter – hielt genausogut, wie McDonald.

So hieß es nach dem ersten Drittel zwar torlos 0:0, die Zuschauer hatten aber alles andere als Langeweile auf dem Eis gespürt. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie ihr Spiel umgestellt hatten. Mit schnellen Abgaben und Kombinationen brachten sie Tempo in die Partie. Das kam zwar ab und an etwas holprig rüber, war aber insgesamt sehr ansehnlich.

Daran sollte sich auch im zweiten Abschnitt nichts ändern. Doch nun kamen auch die Tore dazu. In der 22. Minute passte János von halb rechts auf den noch weiter rechts laufenden Jerry Galway. Der passierte den letzten Landsberger Verteidiger und schob den Puck unter die Matten des gegnerischen Torwarts. Die Füchse waren in Führung. Und hätten die sogar weiter ausbauen können. Doch stattdessen macht Landsberg in der 29. Minute den Ausgleich. Ausgerechnet McNolan sah dabei ziemlich schlecht aus. Weißwasser ließ sich aber nicht schocken. Allein János und Gare hatten noch einige zwingende Chancen, die aber Landsbergs Torwart oder das eigene Unvermögen zunichte machten.

Sensationelles Schlussdrittel

Davon konnte im letzten Drittel dann keine Rede mehr sein. Zuerst brachte Marco Noack in der 43. Minute die Füchse wieder in Führung. Fünf Minuten später erhöhte Markus Witting auf 3:1.

Die Gäste versuchten sich noch einmal gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Doch als hätten die Lausitzer nie etwas anderes getan, erhöhten sie in der 55. Minute mit einem Doppelschlag binnen 16 Sekunden auf 5:1. Pohling und Gare markierten die Treffer. Nun gab es auch beim Publikum im Füchsebau kein Halten mehr. Zwar konnte Landsberg noch auf 5:2 verkürzen, aber das letzte Wort und Tor hatten wieder die Füchse. In der Schlusssekunde machte erneut Pohling das 6:2 perfekt.

Die Höhe des Sieges fiel am Ende vielleicht einen Tick zu hoch aus. Aber wen interessiert das schon? (Ronny Reddo und Alexander Müller)

Stimmen

Thomas Popiesch (Trainer Lausitzer Füchse): Wir sind schon im ersten Drittel gut ins Spiel gekommen. Dank unseres Torhüters sind wir auch nicht in Rückstand geraten. Im zweiten Abschnitt ging es gut weiter und dann kamen auch die Tore. Ich freue mich, dass wir uns von Fehlern nicht gleich aus dem Konzept gebracht haben lassen. So kann es weitergehen, das gibt uns Motivation für die nächsten Spiele.

Larry Mitchell (Trainer EV Landsberg 2000): Ich habe das Gefühl gehabt, dass wir uns vom Tabellenplatz haben blenden lassen. Wir haben nicht an die vergangenen Leistungen angeknüpft. Ich bin äußerst unzufrieden.

Torfolge

Füchse – Landsberg 6:2 (0:0; 1:1; 5:1)

1:0 Jerry Galway 21.52
1:1 Christoph Hicks 28.51
2:1 Marco Noack 42.03
3:1 Markus Witting 47.39
4:1 Jörg Pohling 54.00
5:1 Lanny Gare 54.16
5:2 Marc St. Jean 57.24
6:2 Jörg Pohling 60.00

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 17.02.2007
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