Das Sachsenderby bezog seine Brisanz aus gleich mehreren Gründen: Füchse-Trainer Thomas Popiesch hatte als Ziel für die letzten Spiele noch einmal das Heimrecht in den Abstiegsspielen ausgerufen, was nichts anderes heißt, als das der derzeitige Zwölfte Crimmitschau noch überholt werden soll. Dazu war ein Sieg gestern unbedingt notwendig. Dann wäre bei dem derzeitigen Tabellenstand das Duell der Füchse gegen die Piraten auch das über den Klassenerhalt entscheidende Duell in der Abstiegsrunde.
Die Füchse (hier Patrick Vozar) gingen gegen die Crimmitschauer Eispiraten fast in die Knie, holten am Ende noch zwei Punkte. Foto: Gunnar Schulze
Und dann hatte der unzufriedene Crimmitschauer Vereinsvorstand „ein deutliches Zeichen“ von der Mannschaft gefordert und als erstes Signal Stürmerstar Mikhail Nemirovski die Suspendierung angedroht. Der konnte in Weißwasser aber wegen einer fiebrigen Erkältung nicht auflaufen.
Beide Teams enttäuschen
Was beide Mannschaften angesichts dieser Konstellation im ersten Drittel boten, war absolut enttäuschend. Die Füchse ließen sogar den unbedingten Willen, die Laufbereitschaft vermissen und wirkten müde, während man bei den Gästen sah, dass auch sie nur begrenzte Möglichkeiten haben. Die Füchse hatten nur eine Chance – Drgon traf mit einem Distanzschuss die Torlatte – und die Crimmitschauer nutzten eine Überzahlsituation durch einen sehenswerten Direktschuss von Herman aus Mittelstürmerposition zur nicht unverdienten Führung. Das Mitteldrittel begannen die Füchse mit viel mehr Aggressivität, waren jetzt läuferisch stärker und hatten viel mehr Chancen. Nachdem Lanny Gare zunächst noch mit einem Rückhandschuss am starken DesRochers im Piraten-Tor gescheitert war, traf er wenig später zum Ausgleich, indem er einen Witting-Blueliner unhaltbar abfälschte. Später lief er noch einmal allein auf DesRochers zu, traf aber nur den Pfosten (28.). Crimmitschau kam dann in Überzahl etwas überraschend zum 1:2. Reinke stocherte nach einem Abpraller von McDonald erfolgreich nach, traf mit der Rückhand. Masak hatte wenig später den Ausgleich auf dem Schläger, wurde aber im allerletzten Moment gestoppt.
Im Schlussdrittel hatten zu Beginn die Eispiraten aus Crimmitschau Oberwasser. Aber dann machte Lanny Gare, herrlich freigespielt von Janos, den Ausgleich. Beide Spieler tauchten wenig später gemeinsam vor dem Piraten-Tor auf, aber Gare vergab diesmal recht kläglich. Bis auf eine gute Thiede-Chance passierte danach nicht mehr viel, womit klar war, dass die Crimmitschauer mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen würden und damit das Heimrecht in den Abstiegsspielen so gut wie in der Tasche haben.
In der fünfminütigen Verlängerung passierte rein gar nichts, das Penalty-Schießen musste über den dritten zu vergebenden Punkt entscheiden. Auch hier zeigten beide Teams ihre Schwächen. In der ersten Runde von je fünf Schützen trafen nur Straube (Weißwasser) und Maaßen (Crimmitschau). Danach blieben alle Schützen erfolglos, bis der insgesamt 22. Schütze Jörg Pohling für die Entscheidung sorgte. Die Generalprobe für die Abstiegsrunde haben die Füchse gewonnen – gut für die Moral. (Ronny Reddo und Frank Thümmler)
Stimmen
Thomas Popiesch (Trainer Lausitzer Füchse): Ich habe hier kein schwaches Spiel gesehen. Wenn wir immer mit diesem Engagement und Kampfgeist in das Spiel gehen, können wir gewinnen. Auch heute hatten wir die Chancen, um das Spiel für uns zu entscheiden. Ob Crimmitschau unser Wunschgegner für die Abstiegsspiele ist? So kann man das nicht sagen, aber ich hatte als Ziel ausgegeben, den letzten Platz zu verlassen. Und das heißt angesichts der Tabellenkonstellation automatisch, dass man auf Crimmitschau trifft. Ich glaube, aus dem Spiel heute kann man kaum etwas für diese Abstiegsspiele ablesen.
Gunnar Leidborg (Trainer Eispiraten Crimmitschau): Ich denke das Ergebnis ist gerecht. Wir waren im ersten Drittel die bessere Mannschaft, Weißwasser hatte im zweiten Drittel mehr Spielanteile und das dritte war ausgeglichen. Das Penaltyschießen ist immer eine eigene Geschichte. Zu unserem an sich wichtigen Spieler Nemirovsky: Der hat über 39 Grad Fieber und konnte wirklich nicht spielen. Was die Zeitungen da über eine Suspendierung schreiben, stimmt nicht.
Torfolge
Füchse – Crimmitschau 2:2 (0:1; 1:1; 1:0)
0:1 Thomas Herman 18.03
1:1 Lanny Gare 22.45
1:2 Mirko Reinke 31.44
2:2 Lanny Gare 48.47
3:2 Jörg Pohling Penalty
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 24.02.2007
1 | Mr.Gott | 24.02.2007 @ 17:34
Wenn ein Herr Popiesch sagt er habe kein schlechtes Spiel gesehen,da frag ich mich wo war ER da???So etwas reicht nicht mal für die oberen Plätze in der Oberliga.
2 | Financial Times | 24.02.2007 @ 18:38
Also ich frag mich ja immer noch, wo da Kampfgeist zu sehen war. Das Spiel war sowas von schlecht und lächerlich und niedriger vom Niveau her, als das erste Spiel in Crimmitschau. Teilweise ist einem echt schlecht geworden...
3 | Koscho | 24.02.2007 @ 19:54
Ich glaube an nichts mehr,alles nur schönrederei!Das was ich gestern gesehen habe ist keine frechheit der Mannschaft,sondern sie wissen nicht mehr aus noch ein was da womöglich auf die Jungs von vereinsseite einprasselt der Druck von inkompitenten personen ist zu groß!Eine Frechheit hoch 10 für dieses spiel noch topzuschlag zuverlangen,man sollte charakter von der obrigkeit zeigen und diese mehreinnahmen an den kleinen MAX überweisen!Ich persönlich drücke die daumen das man absteigt.
4 | Senator | 24.02.2007 @ 20:12
Über die Qualität des Spieles kann es keine zwei Meinungen geben. Bedenklich aus meiner Sicht: das ÜZ Spiel bei Crimme besser als das peinliiche von uns ! Eine Best of Serie wird aber gerade da entschieden.
5 | schleifer | 24.02.2007 @ 22:19
Hallo mal an alle, wenn nächste saison wieder Eishockey in weißwasser gespielt wird ob2 oder oberliga, freuen wir uns doch alle wieder oder?
6 | Hoywoyfux | 25.02.2007 @ 11:14
Naja- ob der ETC wirklich ein Wunschgegner ist...? Finanziell sind die Spiele zwar interessant, auch hält sich der Reisestress f d Cracks in Grenzen. Aber sonst ? Landsberg ist besser aus der Fassung zu bringen (nicht nur wegen dem letzten 6:2), steht nicht so kompakt, hat die geringeren Nerven und sich in der Hauptrunde "abgenutzt".
Okay, wenn der ETC sich innerlich weiter zerbröselt, dann solls ja recht sein, aber ich denke, mit einem 14. Platz hätten wir paradoxerweise mehr aufm Brot.
7 | Eisloewe [ETCC] | 25.02.2007 @ 12:32
@6 Du wünschst Dir also Landsberg? Ich denke aber das es gegen uns mehr zu holen gäbe obgleich ich mir wünschen würde, dass kein sächs. Verein in die Oberliga gehen muss.
8 | Renegade | 25.02.2007 @ 13:22
@7 Wenn DD so weitermacht, muss mind. 1 sächs. Verein absteigen !
9 | Mr.Gott | 25.02.2007 @ 15:52
Nicht nur das dass Spiel unterstes Niveau hatte ......
Der Topzuschlag ist eine absolute FRECHHEIT Herr Reinert.
10 | Crazy Com | 25.02.2007 @ 16:16
@9: Es wurde VOR der Saison festgelegt, dass es bei den 2 Derbys und den 2 Spielen gegen Dresden Topzuschlag geben wird. Diese Mehreinnahmen sind nunmal im Etat eingeplant.
Es ist eher eine FRECHHEIT, dass manche anscheinend der Ansicht sind: "Egal, was ich schreibe, Hauptsache, die Geschäftsführung ist an allem Schuld."
11 | Schnaps DWH | 25.02.2007 @ 16:38
@10: da geb ich dir zu 100% recht...das Gejammer um den Topzuschlag kann man nicht mehr mit anhören....
12 | mat | 25.02.2007 @ 18:02
Der Topzuschlag ist absolut legitim & richtig!!!
Das gibts doch überall. Wir sind bloss nich dran gewöhnt,
13 | böhser dynamo | 26.02.2007 @ 08:23
sehe den etc immer no als wunschgegner. weil eishockeytechn. sind die wirklich schlechter. und in den pd stehen die o unter druck was ja jetzt no nie der fall war.
14 | Lindsay | 26.02.2007 @ 13:36
Hi, die Leistung war nicht überragend am Freitag das stimmt. Aber wir haben auch in Crimme beim 1. Spiel net überzeugt und verloren. Und hört auf jedes Mal die Geschätsleitung dafür verantwortlich zu machen. In Crimme und DD wird auch ein Topzuschlag verlangt falls ihr das noch net mitgekriegt habt.
Tschau...
15 | Mr.Gott | 26.02.2007 @ 16:48
ihr habts eben nicht geschnallt....das schreibt man aus Enttäuschung das es Topzuschlag gibt das weiß auch ich
wie viele wollen das jetzt noch schreiben ? gäääähhhhhnnnnn
man hätte ja auch 2 oder 3 Euro an Max spenden können pro Karte dies wär mal eine gute Entscheidung gewesen
16 | Jörg | 26.02.2007 @ 17:31
@15:Wer hier ein Schnallproblem hat, ist ja wohl offenkundig!
17 | petl01 | 28.02.2007 @ 15:50
zum spiel crimmitschau hätte ich ne frage.wer weiß was eigentlich mit Branko los ist? ich habe so das Gefühl das der keine richtige lust mehr hat,oder täusche ich mich
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Beide Teams enttäuschen
Was beide Mannschaften angesichts dieser Konstellation im ersten Drittel boten, war absolut enttäuschend. Die Füchse ließen sogar den unbedingten Willen, die Laufbereitschaft vermissen und wirkten müde, während man bei den Gästen sah, dass auch sie nur begrenzte Möglichkeiten haben. Die Füchse hatten nur eine Chance – Drgon traf mit einem Distanzschuss die Torlatte – und die Crimmitschauer nutzten eine Überzahlsituation durch einen sehenswerten Direktschuss von Herman aus Mittelstürmerposition zur nicht unverdienten Führung. Das Mitteldrittel begannen die Füchse mit viel mehr Aggressivität, waren jetzt läuferisch stärker und hatten viel mehr Chancen. Nachdem Lanny Gare zunächst noch mit einem Rückhandschuss am starken DesRochers im Piraten-Tor gescheitert war, traf er wenig später zum Ausgleich, indem er einen Witting-Blueliner unhaltbar abfälschte. Später lief er noch einmal allein auf DesRochers zu, traf aber nur den Pfosten (28.). Crimmitschau kam dann in Überzahl etwas überraschend zum 1:2. Reinke stocherte nach einem Abpraller von McDonald erfolgreich nach, traf mit der Rückhand. Masak hatte wenig später den Ausgleich auf dem Schläger, wurde aber im allerletzten Moment gestoppt.
Im Schlussdrittel hatten zu Beginn die Eispiraten aus Crimmitschau Oberwasser. Aber dann machte Lanny Gare, herrlich freigespielt von Janos, den Ausgleich. Beide Spieler tauchten wenig später gemeinsam vor dem Piraten-Tor auf, aber Gare vergab diesmal recht kläglich. Bis auf eine gute Thiede-Chance passierte danach nicht mehr viel, womit klar war, dass die Crimmitschauer mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen würden und damit das Heimrecht in den Abstiegsspielen so gut wie in der Tasche haben.
In der fünfminütigen Verlängerung passierte rein gar nichts, das Penalty-Schießen musste über den dritten zu vergebenden Punkt entscheiden. Auch hier zeigten beide Teams ihre Schwächen. In der ersten Runde von je fünf Schützen trafen nur Straube (Weißwasser) und Maaßen (Crimmitschau). Danach blieben alle Schützen erfolglos, bis der insgesamt 22. Schütze Jörg Pohling für die Entscheidung sorgte. Die Generalprobe für die Abstiegsrunde haben die Füchse gewonnen – gut für die Moral. (Ronny Reddo und Frank Thümmler)
Stimmen
Thomas Popiesch (Trainer Lausitzer Füchse): Ich habe hier kein schwaches Spiel gesehen. Wenn wir immer mit diesem Engagement und Kampfgeist in das Spiel gehen, können wir gewinnen. Auch heute hatten wir die Chancen, um das Spiel für uns zu entscheiden. Ob Crimmitschau unser Wunschgegner für die Abstiegsspiele ist? So kann man das nicht sagen, aber ich hatte als Ziel ausgegeben, den letzten Platz zu verlassen. Und das heißt angesichts der Tabellenkonstellation automatisch, dass man auf Crimmitschau trifft. Ich glaube, aus dem Spiel heute kann man kaum etwas für diese Abstiegsspiele ablesen.
Gunnar Leidborg (Trainer Eispiraten Crimmitschau): Ich denke das Ergebnis ist gerecht. Wir waren im ersten Drittel die bessere Mannschaft, Weißwasser hatte im zweiten Drittel mehr Spielanteile und das dritte war ausgeglichen. Das Penaltyschießen ist immer eine eigene Geschichte. Zu unserem an sich wichtigen Spieler Nemirovsky: Der hat über 39 Grad Fieber und konnte wirklich nicht spielen. Was die Zeitungen da über eine Suspendierung schreiben, stimmt nicht.
Torfolge
Füchse – Crimmitschau 2:2 (0:1; 1:1; 1:0)
0:1 Thomas Herman 18.03
1:1 Lanny Gare 22.45
1:2 Mirko Reinke 31.44
2:2 Lanny Gare 48.47
3:2 Jörg Pohling Penalty
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 24.02.2007