Weißwasser, Crimmitschau und Dresden – alle drei Clubs sind im Keller
Der Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Eishockey-Bundesliga könnte zu einer sächsischen Angelegenheit werden. Mit den Lausitzer Füchsen, dem ETC Crimmitschau und nun auch den Eislöwen Dresden müssen möglicherweise alle drei Mannschaften aus dem Freistaat in die Play-down-Runde, wo die insgesamt vier Kellerkinder zwei Absteiger in die Oberliga ausspielen. Doch nicht alle Teams scheinen gut vorbereitet zu sein.
Vorgeschmack auf die Play-downs: Am vergangenen Freitag setzte sich Weißwasser gegen Crimmitschau knapp mit 3:2 im Penaltyschießen durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Füchse-Kapitän Jörg Pohling. Wenn es ab 16. März um den Klassenerhalt geht, könnten die beiden sächsischen Traditionsvereine erneut aufeinandertreffen. Foto: Aswendt
Kein Wunder, dass zwei Wochen vor dem Start der entscheidenden Saisonphase die Anspannung bei Spielern und Trainern wächst. Zumal neben dem sächsischen Trio auch der ESV Kaufbeuren als Tabellenletzter viele Sorgen hat. Nach derzeitigem Stand würde es ab 16. März in der über maximal sieben Spiele gehenden Play-down-Serie zu folgenden Duellen kommen: Dresden – Kaufbeuren und Crimmitschau – Weißwasser. Doch auch der EV Landsberg muss als aktueller Tabellen-10. noch zittern. Hier ein Überblick über die Lage bei den Abstiegskandidaten.
EV Landsberg (10. Platz, 72 Punkte): Der Aufsteiger spielte lange Zeit vorn mit, wurde dann aber durchgereicht. Zuletzt zeigte die Leistungskurve mit drei Siegen in Serie wieder nach oben. „Das war die Reaktion der Mannschaft auf die Kritik zuvor. Jetzt haben wir es wieder selbst in der Hand“, sagt Trainer Larry Mitchell mit Blick auf die Tatsache, dass Landsberg noch mit dem Sprung in die Play-offs der besten acht Teams liebäugelt.
Eislöwen Dresden (11. Platz, 70 Punkte): Auch der neue Trainer Stefan Mikes kann die Talfahrt bisher nicht stoppen. Am Sonntag gab es eine 4:10-Niederlage in Wolfsburg. Dabei galten die Eislöwen vor Saisonbeginn dank vieler Neuverpflichtung als Geheimfavorit für den Aufstieg. Nun müssen sie womöglich in den Abstiegskampf, was psychologisch nicht einfach werden dürfte. Mit Sergej Stas (Mittelhandbruch) und David Musial (Kreuzbandriss) fallen zwei wichtige Spieler aus.
ETC Crimmitschau (12. Platz, 40 Punkte): Mit dem 0:1 gegen Landsberg gab es am Sonntag die zehnte Heimniederlage in Folge. Lediglich Torhüter Patrick DesRochers konnte in den vergangenen Wochen einigermaßen überzeugen. Für Unruhe sorgte die Suspendierung von Mikhail Nemirovsky. Der drittbeste Torschütze der Westsachsen wurde von ETC- Präsident Patrick Donath-Franke am Freitag wegen mangelnden Leistungswillens aus dem Kader geworfen. „Wir brauchen in der entscheidenden Saisonphase nur Spieler, mit denen wir unser Saisonziel erreichen können“, erklärt Donath-Franke.
Lausitzer Füchse (13. Platz, 32 Punkte): Angesichts von acht Punkten Rückstand ist der angestrebte Rang zwölf und damit das Heimrecht in den Play-downs nur noch schwer zu schaffen. Trainer Thomas Popiesch macht keinen Hehl daraus, dass Crimmitschau dennoch ein sehr willkommener Play-down-Gegner ist. Allerdings nicht in erster Linie, weil er einen Spaziergang erwartet. Sondern wegen der Tatsache, dass die Füchse dann in jedem Fall nicht als Tabellenletzter die Hauptrunde abgeschlossen hätten. „Das ist unser großes Ziel und unsere Motivation für die restlichen Partien“, betont Popiesch. Trotz des Aufwärtstrends fehlt den Füchsen bislang allerdings die Konstanz für eine harte Play-down-Serie.
ESV Kaufbeuren (14. Platz, 30 Punkte): Beim Schlusslicht wird selbst der erfahrene Mike Bullard langsam unruhig. Der neue Mann hinter der Bande hat sich seine Aufgabe deutlich leichter vorgestellt. „Ich habe als Trainer auch einen guten Ruf zu verlieren“, klagte er nach dem 1:8-Heimdebakel gegen Regensburg, als der ESV laut Bullard „wie ein Bayernliga-Team gespielt“ habe. Wegen der Deutschen Juniorenmeisterschaft standen ihm zuletzt viele junge Spieler nicht zur Verfügung. „Arbeit, Arbeit, Arbeit, harte Arbeit“, sagt der Coach für den Rest der Saison voraus. (Frank Noack)
Der Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Eishockey-Bundesliga könnte zu einer sächsischen Angelegenheit werden. Mit den Lausitzer Füchsen, dem ETC Crimmitschau und nun auch den Eislöwen Dresden müssen möglicherweise alle drei Mannschaften aus dem Freistaat in die Play-down-Runde, wo die insgesamt vier Kellerkinder zwei Absteiger in die Oberliga ausspielen. Doch nicht alle Teams scheinen gut vorbereitet zu sein.
EV Landsberg (10. Platz, 72 Punkte): Der Aufsteiger spielte lange Zeit vorn mit, wurde dann aber durchgereicht. Zuletzt zeigte die Leistungskurve mit drei Siegen in Serie wieder nach oben. „Das war die Reaktion der Mannschaft auf die Kritik zuvor. Jetzt haben wir es wieder selbst in der Hand“, sagt Trainer Larry Mitchell mit Blick auf die Tatsache, dass Landsberg noch mit dem Sprung in die Play-offs der besten acht Teams liebäugelt.
Eislöwen Dresden (11. Platz, 70 Punkte): Auch der neue Trainer Stefan Mikes kann die Talfahrt bisher nicht stoppen. Am Sonntag gab es eine 4:10-Niederlage in Wolfsburg. Dabei galten die Eislöwen vor Saisonbeginn dank vieler Neuverpflichtung als Geheimfavorit für den Aufstieg. Nun müssen sie womöglich in den Abstiegskampf, was psychologisch nicht einfach werden dürfte. Mit Sergej Stas (Mittelhandbruch) und David Musial (Kreuzbandriss) fallen zwei wichtige Spieler aus.
ETC Crimmitschau (12. Platz, 40 Punkte): Mit dem 0:1 gegen Landsberg gab es am Sonntag die zehnte Heimniederlage in Folge. Lediglich Torhüter Patrick DesRochers konnte in den vergangenen Wochen einigermaßen überzeugen. Für Unruhe sorgte die Suspendierung von Mikhail Nemirovsky. Der drittbeste Torschütze der Westsachsen wurde von ETC- Präsident Patrick Donath-Franke am Freitag wegen mangelnden Leistungswillens aus dem Kader geworfen. „Wir brauchen in der entscheidenden Saisonphase nur Spieler, mit denen wir unser Saisonziel erreichen können“, erklärt Donath-Franke.
Lausitzer Füchse (13. Platz, 32 Punkte): Angesichts von acht Punkten Rückstand ist der angestrebte Rang zwölf und damit das Heimrecht in den Play-downs nur noch schwer zu schaffen. Trainer Thomas Popiesch macht keinen Hehl daraus, dass Crimmitschau dennoch ein sehr willkommener Play-down-Gegner ist. Allerdings nicht in erster Linie, weil er einen Spaziergang erwartet. Sondern wegen der Tatsache, dass die Füchse dann in jedem Fall nicht als Tabellenletzter die Hauptrunde abgeschlossen hätten. „Das ist unser großes Ziel und unsere Motivation für die restlichen Partien“, betont Popiesch. Trotz des Aufwärtstrends fehlt den Füchsen bislang allerdings die Konstanz für eine harte Play-down-Serie.
ESV Kaufbeuren (14. Platz, 30 Punkte): Beim Schlusslicht wird selbst der erfahrene Mike Bullard langsam unruhig. Der neue Mann hinter der Bande hat sich seine Aufgabe deutlich leichter vorgestellt. „Ich habe als Trainer auch einen guten Ruf zu verlieren“, klagte er nach dem 1:8-Heimdebakel gegen Regensburg, als der ESV laut Bullard „wie ein Bayernliga-Team gespielt“ habe. Wegen der Deutschen Juniorenmeisterschaft standen ihm zuletzt viele junge Spieler nicht zur Verfügung. „Arbeit, Arbeit, Arbeit, harte Arbeit“, sagt der Coach für den Rest der Saison voraus. (Frank Noack)
Quelle. Lausitzer Rundschau vom 01.03.2007