Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Noch vier Spiele bis zum „Alles oder Nichts“
01.03.2007 | 14:27 Uhr von
Das Schiff der Lausitzer Füchse schlingert den Abstiegsduellen entgegen. Ab 16. März wird in maximal sieben Spielen ermittelt, wer in die Oberliga muss. Dabei treten der Tabellenelfte gegen den 14. und der Zwölfte gegen den 13. an. Wer vier Siege geschafft hat, feiert den Klassenerhalt. Der Elfte und Zwölfte haben einen kleinen Vorteil, weil ihre bessere Platzierung mit einem Heimspiel mehr belohnt wird.

Thomas Popiesch schwört seine Füchse auf die heiße Schlussphase ein. Foto: Gunnar Schulze
Auswärts das schwächste Team

Trainer Thomas Popiesch, der Steuermann des Füchse-Schiffes, hat den Kahn zumindest zu Hause wieder auf Kurs gebracht. Die letzten drei Heimspiele wurden gewonnen, wenn auch gegen Crimmitschau erst nach dramatischem Penaltyschießen. Was Sorgen bereitet, ist die katastrophale Auswärtsbilanz: Mit gerade einmal sieben Punkten sind die Lausitzer Füchse das schlechteste Team der Liga, der letzte Auswärtssieg (in Schwenningen) datiert vom 26. November. Dazu gab es einen Sieg in Dresden, gleich im ersten Auswärtsspiel der Saison und einen Punktgewinn beim Tabellenletzten Kaufbeuren. Ansonsten setzte es ausschließlich Niederlagen – in nicht wenigen Spielen waren die Füchse dabei erschreckend schwach, kassierten deftige Niederlagen, obwohl das Heimteam irgendwann den Schongang einlegte.

Thomas Popiesch erklärt die Niederlagenserie auswärts so: „Wir kassieren ganz einfach zu viele Strafzeiten, weil wir den einen Schritt zu spät sind, aber auch, weil sich die Schiedsrichter oft vom Heimpublikum beeinflussen lassen. Daraus resultieren Gegentore und ein Kraftverlust, der sich später oft rächt. Es gibt aber auch genug Partien, wo wir an einem Punkt dran waren und haben ihn durch individuelle Fehler verschenkt.“

Auf wen die Lausitzer Füchse ab 16. März treffen, hängt zuallererst davon ab, ob es gelingt, vor Kaufbeuren zu bleiben oder nicht. Unsere Prognose sagt ja, weil den Füchsen zu Hause der eine oder andere Punkt zuzutrauen ist. Das Restprogramm ist von der Tabellenkonstellation her das schwierigere, aber das hat gerade in den letzten Hauptrundenspielen oft nicht viel zu sagen. Für die ersten drei der Tabelle geht es um nicht mehr viel, während drei der vier Kaufbeuren-Gegner noch um das Erreichen der Playoffs kämpfen. Bleibt es also beim vorletzten Platz, warten Sachsenderbys gegen den ETC Crimmitschau. Gegen die Westsachsen wurden beide Auswärtsspiele verloren (0:2 und 1:4) und beide Heimspiele jeweils 3:2 nach Penaltyschießen gewonnen.

Füchse planen zweigleisig

Beenden die Füchse die Hauptrunde doch noch als Letzter, warten laut unserer Prognose die Eislöwen aus Dresden – mit einigen Ex-Füchsen in ihren Reihen. Und die zeigen nur wenig Respekt im Fuchsbau, gewannen in Weißwasser beide Saisonspiele (4:1 und 3:2). In Dresden gewannen die Füchse 5:3 im September, unterlagen später aber 1:3.

Egal ob Crimmitschau oder Dresden – die Kassen dürften im Fuchsbau noch einmal klingeln. Dieser Aspekt gefällt sicher auch Füchse-Geschäftsführer René Reinert, der bei aller sportlichen Misere („Werbung für uns war das sicher nicht!“) auf eine finanziell gelungene Saison zurückblicken kann.

Auch für die nächste Spielzeit ist er ganz optimistisch: „Wir werden einen vernünftigen Etat aufstellen können.“ Mit den wichtigsten Sponsoren bestehen langfristige Verträge. Dabei planen die Füchse natürlich zweigleisig, wobei laut Reinert die Etats der schwächeren Mannschaften der 2. Liga und der Spitzenteams der Oberliga annähernd gleich sind. „Aber von Oberliga reden wir derzeit gar nicht. Wir trauen uns zu, sportlich die Klasse zu halten“, sagt der Geschäftsführer, quasi der Kapitän des Füchse-Schiffes. Vielleicht gelingt es ja doch, Zweitligakurs zu halten. Aber auch bei Abstieg gehe das Schiff nicht unter, so Reinert. (Frank Thümmler)

Quelle: Sächsische Zeitung Regionalsport vom 28.02.2007
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