Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Doppel-Torschütze Drgon macht Dresden sprachlos
19.03.2007 | 12:30 Uhr von
Weißwasser gewinnt 2:1 nach Verlängerung und gleicht Play-downs aus
Das Sachsenderby um den Klassenerhalt in der 2. Eishockey- Bundesliga zwischen den Lausitzer Füchsen und den Eislöwen Dresden nimmt schon nach zwei Spielen dramatische Züge an. Nach der 3:4-Niederlage am Freitag in Dresden setzte sich Weißwasser gestern zu Hause mit 2:1 nach Verlängerung durch und schaffte damit den Ausgleich in der Play-down-Serie über maximal sieben Partien. Das dritte Spiel findet morgen Abend um 20 Uhr in Dresden statt.

Matchwinner Adam Drgon traf gestern für die Lausitzer Füchse doppelt und schaffte so in der Play-down-Serie gegen die Eislöwen aus Dresden den wichtigen 1:1-Ausgleich für Weißwasser. Foto: Aswendt
Der Mann des Tages wollte nach seinem Glücksschuss ganz hoch hinaus: Adam Drgon kletterte auf die Bande und feierte sein hochwichtiges Tor zum 2:1 in der 1. Minute der Verlängerung gemeinsam mit den Füchse-Fans. Zuvor hatte der Verteidiger bereits für die 1:0-Führung (6.) gesorgt. Dresden kam zwischenzeitlich zum 1:1- Ausgleich durch Robin Sochan (27.). Weißwasser setzte mit diesem hart erkämpften Sieg ein wichtige Lebenszeichen, denn im Falle eines 0:2- Rückstandes wäre wohl schon die Vorentscheidung in den Play-downs gefallen gewesen. So aber reist der Außenseiter gestärkt zum dritten Duell morgen in der Landeshauptstadt.
Vor allem in kämpferischer Hinsicht wussten die Füchse gestern zu überzeugen. Mit viel Einsatz kompensierten sie vor 2563 Zuschauern die spielerischen Vorteile der Eislöwen.
Anders als am Freitag in Dresden erwischten diesmal die Füchse, die ohne den gesperrten Patrick Vozar auskommen mussten, den besseren Start. Sie ließen die Gäste im ersten Drittel kaum zur Entfaltung kommen. Nach dem Führungstreffer durch Adam Drgon gab es weitere Chancen, um den Vorsprung auszubauen. André Mücke (14.), Lanny Gare (15.) und der sehr engagierte Chris Straube (19.) hatten das zweite Tor auf dem Schläger.
Dresden kam erst nach dem Ausgleich durch den Distanzschuss von Robin Sochan besser ins Spiel. Vor allem die Ex-Füchse Greg Schmidt und Martin Sekera kurbelten die Kombinationen der Gäste immer wieder an. Insbesondere am Ende des zweiten Drittels hatten sie spielerische Vorteile. Füchse-Keeper Nolan McDonald musste jetzt mehrmals sein ganzes Können zeigen. Ihm war es in dieser Phase zu verdanken, dass es mit einem 1:1 ins letzte Drittel ging.
Auch hier hätten beide Teams die Entscheidung zu ihren Gunsten erzwingen können. Der Dresdner David Balazs traf in der 51. Minute den Pfosten. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit verfehlte auf der anderen Seite Marco Noack (59.) für die Füchse nur ganz knapp.
Die Entscheidung durch Adam Drgon wurde zur Millimeter- Angelegenheit. Seinen Schuss von der blauen Linie hatte Eislöwen-Keeper Vlastimil Lakosil scheinbar schon sicher, doch dann rutschte ihm der Puck erst aus dem Fanghandschuh und anschließend über die Linie. Dem Dresdner Cheftrainer Stefan Mikes verschlug die Niederlage sogar glatt die Sprache: Er erschien nicht zur Pressekonferenz, sondern schickte seinen Assistenten Jan Schertz. (Frank Noack)

Freitag: Eislöwen Dresden – Lausitzer Füchse 4:3 (2:1, 2:0, 0:2)
Tore: 1:0 Wolsch (5.) , 1:1 Janos (5.) , 2:1 Balasz (9.), 3:1 Sochan (23.) , 4:1 Klenner (30.), 4:2 Galway (49.), 4:3 Galway (57.); Schiedsrichter: Levente Györgyicze (Troisdorf); Zuschauer: 2800; Strafminuten: 10 / 19 + Spieldauer (Vozar).
Sonntag: Lausitzer Füchse – Eislöwen Dresden 2:1 n.V. (1:0, 0:1, 0:0/1:0)
Tore: 1:0 Drgon (6.), 1:1 Sochan (27.), 2:1 Drgon (61.); Schiedsrichter: Levente Györgyicze (Troisdorf); Zuschauer: 2563; Strafminuten: 14 / 16 + 10 (Kreuzmann).

Zum Thema:Popiesch: Viel investiert
Thomas Popiesch (Weißwasser): Ich denke, wir sind jetzt in der Serie drin. Wir haben viel in dieses zweite Spiele investiert und wurden dafür belohnt. Wir haben Dresden unter Druck gesetzt. Das mögen sie nicht.
Jan Schertz (Dresden): Wir sehen uns am Dienstag in Dresden wieder. Mehr gibt es nicht zu sagen.

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 19.03.2007
575 mal gelesen
 
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
MATCHUP
 
SOMMERPAUSE
LETZTER SPIELTAG
So. 29.03.26
  1 2 3 F
LF 0 0 0 0
KH 0 0 0 0
KURZTABELLE
1. Krefeld Pinguine 114
2. Kassel Huskies 106
3. Star Bulls Rosen 97
4. Ravensburg Tower 91
5. SC Bietigheim St 89
6. EV Regensburg 81
7. Lausitzer Füchse 79
8. EV Landshut 76
9. Düsseldorfer EG 74
10. Eispiraten Crimm 68
11. EHC Freiburg 61
12. Blue Devils Weid 57
13. EC Bad Nauheim 55
14. ESV Kaufbeuren 44
KALENDER
LINKS
ADMINISTRATION