Die Eisarena
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Füchse drohen Dresden heute mit «Pampers-Power»
20.03.2007 | 01:33 Uhr von
Weißwasser hofft auf Kräftevorteile durch Youngster der vierten Reihe
Bereits die ersten beiden Play-down-Partien zwischen den Lausitzer Füchsen und den Eislöwen Dresden haben gezeigt: Der Kampf gegen den Abstieg wird zu einer Frage der Kraft – und natürlich zur reinen Nervensache. In beiden Punkten ist der Außenseiter aus Weißwasser keineswegs chancenlos vor dem dritten Sachsenduell heute in Dresden (Beginn um 20 Uhr).

«Pampers-Power» – das soll nach dem Willen von Füchse-Cheftrainer Thomas Popiesch der Schlüssel zum Erfolg in dieser Play-down-Serie über maximal sieben Partien werden. Seine Ankündigung nach dem 2:1-Heimsieg in der Verlängerung am Sonntag klang keineswegs zufällig ein bisschen wie eine Drohung an die Adresse des Konkurrenten aus der Landeshauptstadt. «Im Gegensatz zu Dresden haben wir eine vierte Reihe. Und die Jungen werden wir auch verstärkt bringen, um die anderen Spieler zu entlasten» , kündigte Popiesch an.
In der Tat verfügen die Füchse heute Abend über deutlich mehr Variationsmöglichkeiten. Während der kleine Dresdner Kader mit nur drei Reihen keinen personellen Spielraum zulässt, hat Popiesch die Youngster der vierten Reihe in der Hinterhand. Fakt ist: Sie werden zwar ganz sicher nicht diese Serie entscheiden. Sie könnten aber angesichts der extrem kurzen Erholungspausen zwischen den Spielen zumindest das Zünglein an der Waage werden. Außerdem kann Weißwasser heute erstmals in den Play-downs den kompletten Kader aufbieten. Im ersten Spiel war Toptorjäger Lanny Gare und im zweiten Spiel Patrick Vozar jeweils wegen einer Sperre nicht dabei.
Und diese Kraftreserven werden die Füchse wohl auch brauchen. Denn ihre Spielweise ist deutlich laufaufwändiger als der Stil der Eislöwen. Am Sonntag jedenfalls musste Weißwasser einen großen Aufwand betreiben, um mit dem Heimsieg den überlebenswichtigen 1:1-Ausgleich in der Play-down-Serie zu erzwingen. Schon in diesem Spiel demonstrierte Trainer Popiesch ein bemerkenswertes Vertrauen in die Füchse-Youngster. Selbst in Über- und Unterzahl stellte er die ebenfalls sehr junge dritte Reihe auf das Eis. Zudem beorderte er mit Marco Noack einen gerade mal 20-jährigen Stürmer in die Topreihe neben Chris Straube und André Mücke. «Die jungen Spieler haben ihre Aufgabe bislang sehr gut gemacht» , lobte Popiesch.
Bei den Dresdner Eislöwen blieb all das nicht ohne Wirkung. Der Favorit gab sich nach der Niederlage am Sonntag in Weißwasser äußert schweigsam. Während Cheftrainer Stefan Mikes die anschließende Pressekonferenz nicht wahrnahm, hatte auch sein Assistent Jan Schertz nicht viel zu sagen. Eine Spielanalyse? Fehlanzeige! Man sehe sich am Dienstag in Dresden wieder, lautete sein kurzer Kommentar, der von einer gewissen Dünnhäutigkeit geprägt zu sein schien. Alles was man jetzt sage, so Schertz, seien ohnehin nur Phrasen.
Spätestens in diesem Augenblick dürfte auch dem allerletzten Zuhörer im Fuchsbau klar geworden sein: Die Play-down-Runde mit all ihren provozierenden Nebengeräuschen zwischen Spielern sowie Trainern ist mittlerweile in vollem Gang und angesichts des 1:1-Zwischenstandes nach zwei Partien noch längst nicht entschieden. Diesen Fakt können die als Außenseiter gestarteten Füchse als Achtungserfolg für sich verbuchen. Zum Klassenerhalt reicht das allein jedoch nicht. Dafür sind noch drei weitere Siege notwendig. (Frank Noack)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 20.03.2007
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