In den Spielen gegen den Abstieg aus der Eishockey-Bundesliga bleibt es spannend. Mit 0:1 verloren die Dresdner Eislöwen gestern Abend in der Eishalle an der Pieschener Allee gegen die Lausitzer Füchse, die damit in der Serie „best-of-seven“ mit 2:1-Siegen führen. Somit könnte tatsächlich erst nach sieben Partien feststehen, welche sächsische Mannschaft schließlich den Gang in die Oberliga antreten muss. Am Freitag (19.30 Uhr) geht es im Fuchsbau in Weißwasser mit der vierten Partie weiter.
Um dem Abstieg in die Drittklassigkeit zu entrinnen, setzen die Fans beider Teams auf Motivationshilfen. An Autos der Dresdner Fans vor der maroden Arena in der Pieschener Allee prangten Aufkleber mit der Aufschrift: „Löwen gehen niemals unter!“ Nach aktuellem Stand scheinen sie das Schwimmtalent der Großkatzen zu überschätzen. Der Anhang aus der Lausitz sieht die Situation wohl realistischer. Einige Füchse-Fans erschienen in der Elbestadt mit gelb-blauen Bauarbeiter-Westen, verziert mit dem leicht sarkastischen Schlager-Motto: „Einer von uns beiden muss nun geh‘n.“ Die Idee kam Marketing-Chef Matthias Kliemann, der den Jacken-Spaß mit dem Fan-Shop im Fuchsbau umsetzte.
Straube startet zum Sololauf
Dass es nicht seine Jungs sind, die den Gang in die Oberliga antreten, davon ist Füchse-Trainer Thomas Popiesch überzeugt. „Wir müssen unsere Stärken besser ausspielen. Im Spiel am Freitag hier agierten wir zu zaghaft, überließen den Dresdner das Geschehen“, sagte der Coach, der vorige Woche den Vertrag bei den Lausitzern bis 2010 verlängerte. Vor dem letzten Drittel schwor er seine Truppe im Aufgang von der Kabine ein: „Noch ein gutes Drittel und wir gewinnen!“ Sein Team, das nur das erste von vier Vorrundenspielen für sich entscheiden konnte, ist in den Sachsen-Derbys personell besser besetzt. Bei den Dresdnern war Michael Schmerda (nach einer Knochenabsplitterung) wieder dabei, musste aber wie Sekera nach Verletzung erneut behandelt werden.
So reichte das Aufgebot nur für drei Reihen, die Lausitzer verfügten über einen Angriff mehr. Die jungen Thomas Götz und der 20-jährige Marco Noack dürfen sich in den harten Abstiegsduellen bewähren.
Ihr gestiegenes Selbstbewusstsein demonstrierten die Gäste gestern von Beginn an konsequent. Schon nach reichlich fünf Spielminuten setzte Chris Straube nach langem Pass von Vozar zum Solo-Lauf in Unterzahl an. Doch der 32-Jährige scheiterte an Dresdens Torhüter Vlastimil Lakosil, der den in Toronto (Kanada) geborenen Angreifer regelgerecht von den Schlittschuhen holte. Nur zwei Minuten später machte es Branislav Janos besser. Sein Schuss schlug unhaltbar im linken oberen Torwinkel der Gastgeber zum Siegestor ein.
Pechvogel beim Gastgeber war Stürmer Daniel Menge. Im zweiten Drittel scheiterte er beim Penalty an Füchse-Torwart Nolan McDonald. Kurz vor Schluss versprang ihm der Puck vor dem Gästetor .
Stefan aus Bautzen, der mit seinen Freunden Daniel und Ralf in der Dresdner Eishalle „den neutralen Block“ suchte, sprach aus, was viele sächsische Eishockey-Fans ähnlich empfinden mögen: „Wir wollen guten Sport sehen. Es ist schlimm genug, dass eine sächsische Mannschaft in jedem Fall absteigt.“ Am 1. April sollen die Lichter in der baufälligen Eishalle endgültig ausgehen. Kein gutes Omen für den vorjährigen Halbfinalisten. (Andree Merbt)
"Wir wollen guten Sport sehen. Es ist schlimm genug, dass eine sächsische Mannschaft in jedem Fall absteigt." - Ja, ja oder auch ´der Bessere möge gewinnen´..solche Sätze sind ein Traum.
2 | Sportmarke | 21.03.2007 @ 10:33
Sollten wir Team das seinwelches in der Liga verbleibt ist es Medienpräsenztechnisch sowie in Sachen Prestige eher ein Vorteil als ein Nachteil das wir allein Sachsen repräsentieren.
Man müsste zwar Wege finden um die 4 "Derby" Heimspiele Finanziell zu kompensieren allerdings währe die Aufmerksamkeit der (Über)Regionalen Sponsoren auf jeden Fall eher gegeben als jetzt.
Ansatz ? Skoda als Bsp. wollte mit Dresden in die DEL man darf spekulieren ob selbige Oberliga sponsoren würden.
3 | Frank | 21.03.2007 @ 11:38
Kriegt man für so einen schlechten und sinnlosen Bericht auch noch Geld?! Schwer vorstellbar. @lehm Aber die erste Halbzeit ging an uns oder? :-)))))
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Um dem Abstieg in die Drittklassigkeit zu entrinnen, setzen die Fans beider Teams auf Motivationshilfen. An Autos der Dresdner Fans vor der maroden Arena in der Pieschener Allee prangten Aufkleber mit der Aufschrift: „Löwen gehen niemals unter!“ Nach aktuellem Stand scheinen sie das Schwimmtalent der Großkatzen zu überschätzen. Der Anhang aus der Lausitz sieht die Situation wohl realistischer. Einige Füchse-Fans erschienen in der Elbestadt mit gelb-blauen Bauarbeiter-Westen, verziert mit dem leicht sarkastischen Schlager-Motto: „Einer von uns beiden muss nun geh‘n.“ Die Idee kam Marketing-Chef Matthias Kliemann, der den Jacken-Spaß mit dem Fan-Shop im Fuchsbau umsetzte.
Straube startet zum Sololauf
Dass es nicht seine Jungs sind, die den Gang in die Oberliga antreten, davon ist Füchse-Trainer Thomas Popiesch überzeugt. „Wir müssen unsere Stärken besser ausspielen. Im Spiel am Freitag hier agierten wir zu zaghaft, überließen den Dresdner das Geschehen“, sagte der Coach, der vorige Woche den Vertrag bei den Lausitzern bis 2010 verlängerte. Vor dem letzten Drittel schwor er seine Truppe im Aufgang von der Kabine ein: „Noch ein gutes Drittel und wir gewinnen!“ Sein Team, das nur das erste von vier Vorrundenspielen für sich entscheiden konnte, ist in den Sachsen-Derbys personell besser besetzt. Bei den Dresdnern war Michael Schmerda (nach einer Knochenabsplitterung) wieder dabei, musste aber wie Sekera nach Verletzung erneut behandelt werden.
So reichte das Aufgebot nur für drei Reihen, die Lausitzer verfügten über einen Angriff mehr. Die jungen Thomas Götz und der 20-jährige Marco Noack dürfen sich in den harten Abstiegsduellen bewähren.
Ihr gestiegenes Selbstbewusstsein demonstrierten die Gäste gestern von Beginn an konsequent. Schon nach reichlich fünf Spielminuten setzte Chris Straube nach langem Pass von Vozar zum Solo-Lauf in Unterzahl an. Doch der 32-Jährige scheiterte an Dresdens Torhüter Vlastimil Lakosil, der den in Toronto (Kanada) geborenen Angreifer regelgerecht von den Schlittschuhen holte. Nur zwei Minuten später machte es Branislav Janos besser. Sein Schuss schlug unhaltbar im linken oberen Torwinkel der Gastgeber zum Siegestor ein.
Pechvogel beim Gastgeber war Stürmer Daniel Menge. Im zweiten Drittel scheiterte er beim Penalty an Füchse-Torwart Nolan McDonald. Kurz vor Schluss versprang ihm der Puck vor dem Gästetor .
Stefan aus Bautzen, der mit seinen Freunden Daniel und Ralf in der Dresdner Eishalle „den neutralen Block“ suchte, sprach aus, was viele sächsische Eishockey-Fans ähnlich empfinden mögen: „Wir wollen guten Sport sehen. Es ist schlimm genug, dass eine sächsische Mannschaft in jedem Fall absteigt.“ Am 1. April sollen die Lichter in der baufälligen Eishalle endgültig ausgehen. Kein gutes Omen für den vorjährigen Halbfinalisten. (Andree Merbt)
Quelle: Sächsische Zeitung vom 21.03.2007