Die Lausitzer Füchse haben das „Wunder von Weißwasser“ wahr gemacht: Im wichtigsten Spiel der Saison bezwangen sie gestern die Eislöwen Dresden 3:1 und entschieden damit die dramatische Play-down- Serie um den Klassenerhalt in der 2. Eishockey-Bundesliga mit 4:2 vorzeitig für sich. Während der haushohe Favorit aus Dresden den Gang in die Oberliga antreten muss, schwappte mit der Schlusssirene ein Jubelorkan durch den Weißwasseraner Fuchsbau.
Um 21.49 Uhr flogen die Handschuhe der Spieler auf das Eis, oben auf den Rängen lagen sich die Fans in den Armen – der Klassenerhalt war nach einer tollen Play-down-Serie geschafft. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Eishalle hatte Greg Schmidt die Gäste zunächst zur 1:0-Führung (26.) geschossen. Ausgerechnet in Überzahl, dem großen Manko im bisherigen Saisonverlauf, drehten die Füchse dann das Spiel zu ihren Gunsten. Erst markierte Chris Straube den Ausgleich (30.), anschließend hämmerte Branislav Janos von der blauen Linie den Puck zum 2:1 (34.) in die Maschen. In der letzten Minute besorgte dann Chris Straube den 3:1-Endstand (60.). War es die Nervosität angesichts der Bedeutung der Partie« Oder die schwindenden Kraftreserven» In jedem Fall konnte man es beiden Mannschaften nicht verdenken, dass sie recht holprig in Spiel Nummer sechs starteten. Die wenigen Torchancen im ersten Drittel waren eine sichere Beute der erneut starken Torhüter Nolan McDonald (Weißwasser) und Vlastimil Lakosil (Dresden). Im zweiten Drittel nahm das Geschehen dann jedoch die gewohnte Fahrt auf, wobei die Füchse jetzt deutlich stärker wurden und spätestens mit der Führung im Rücken ihre Sicherheit fanden. Kurz vor dem Ende des zweiten Drittels hätten Marcel Leyva und Patrick Vozar innerhalb weniger Sekunden den Vorsprung ausbauen können.
Zu diesem Zeitpunkt fehlten den Gastgebern noch 20 Minuten bis zum Klassenerhalt. Kein Wunder, dass sie unter dem frenetischen Beifall der Fans schon viel früher als die Eislöwen aus der Kabine kamen. Jetzt galt es, den kostbaren Vorsprung über die Zeit zu retten. Dabei hatte André Mücke unmittelbar nach Wiederbeginn bei seinem Solo den dritten Treffer für Weißwasser vor Augen – es blieb 17 Minuten vor dem Ende beim knappen 2:1. Kurz danach stockte allen Zuschauern der Atem. Rutschte Füchse-Keeper Nolan McDonald etwa mit dem Puck über die Torlinie? Schiedsrichter Alfred Hascher aus Miesbach schaute genau hin und entschied: kein Tor! Zu spielen waren jetzt noch 15. Minuten. Dresden warf nun alles nach vorn. Die Füchse versuchen, mit sporadischen Kontern die Entscheidung herbeizuführen – noch zehn Minuten. Dann ist Dresden noch mal in Überzahl, weil Robert Bartlick auf die Strafbank muss. Kein Tor – noch drei Minuten. Nach einer Auszeit nehmen die Eislöwen den Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers raus – noch zwei Minuten. Adam Drgon schießt knapp am leeren Tor vorbei – noch 60 Sekunden. Dann stürmt Chris Straube allein auf das Gäste-Tor zu und wird gefoult, der Schiri entscheidet regelgerecht auf Tor für Weißwasser – die Entscheidung. Der Sieg. Der Klassenerhalt.
@1 Danke. Und schönen Gruß noch an Euren heiseren Stadionsprecher, vielleicht in einem Jahr dann wieder in Liga 2, aber bitte nicht mehr so überdreht !!! Hatte wirklich was zum Lachen.
3 | Hoywoyfux | 28.03.2007 @ 12:43
Und nun zu uns : Vielleicht erinnern sich einige, ich sagte es mal - nächste Saison, wir spielen gegen Essen. Da wird sich aber jemand freuen, als Gast nach WSW zu kommen ...
Ansonsten DANKE an alle.
Wir hatten das Herz, einen Popi, der mir sehr sehr gut gefallen hat und Jungs, die Eier hatten. Und nun haben wir alle Urlaub.
4 | th007DD | 28.03.2007 @ 13:00
der Stadionsprecher nervt uns selbst auch (zumindest die, mit denen ich so gesprochen habe), naja bewertet seine Worte nicht über, habt ja nun eh erst mal Ruhe vor ihm, in gegensatz zu uns ;-)
5 | elFranzo | 28.03.2007 @ 13:02
@Hoywoyfux hehe, stimmt da war ja wer in Essen ;-D
6 | Hoywoyfux | 28.03.2007 @ 13:43
@elFranzo - na da ist ja der Richtige aus dem "koma" wieder aufgewacht. Genau, wir haben jetzt alle erstmal Urlaub und auf diese Wiederbegegnung können wir uns dann in aller Ruhe vorbereiten.
7 | elFranzo | 28.03.2007 @ 14:24
Koma aufgewacht? - bin seit 5 Uhr auf den Beinen. Ich war nicht in WSW und alkoholkonsum erfolgte vor dem Ticker in kontrollierten Mengen
8 | Odin | 28.03.2007 @ 15:47
@4, Wie der ist nicht stadiongebunden? Dachte neues Hütte=neue Stimmungskanone......
9 | Hoywoyfux | 28.03.2007 @ 19:45
@Odin - stimmt, ich glaube, die möwen haben allerhand Auswechselbedarf, eben auch beim "Akustiker". Aber egal, dies ist deren Problem und ich glaube, auch die möwen haben helle Leute und können dies lösen. Wir müssen da ja nicht mehr hin.
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Um 21.49 Uhr flogen die Handschuhe der Spieler auf das Eis, oben auf den Rängen lagen sich die Fans in den Armen – der Klassenerhalt war nach einer tollen Play-down-Serie geschafft. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Eishalle hatte Greg Schmidt die Gäste zunächst zur 1:0-Führung (26.) geschossen. Ausgerechnet in Überzahl, dem großen Manko im bisherigen Saisonverlauf, drehten die Füchse dann das Spiel zu ihren Gunsten. Erst markierte Chris Straube den Ausgleich (30.), anschließend hämmerte Branislav Janos von der blauen Linie den Puck zum 2:1 (34.) in die Maschen. In der letzten Minute besorgte dann Chris Straube den 3:1-Endstand (60.). War es die Nervosität angesichts der Bedeutung der Partie« Oder die schwindenden Kraftreserven» In jedem Fall konnte man es beiden Mannschaften nicht verdenken, dass sie recht holprig in Spiel Nummer sechs starteten. Die wenigen Torchancen im ersten Drittel waren eine sichere Beute der erneut starken Torhüter Nolan McDonald (Weißwasser) und Vlastimil Lakosil (Dresden). Im zweiten Drittel nahm das Geschehen dann jedoch die gewohnte Fahrt auf, wobei die Füchse jetzt deutlich stärker wurden und spätestens mit der Führung im Rücken ihre Sicherheit fanden. Kurz vor dem Ende des zweiten Drittels hätten Marcel Leyva und Patrick Vozar innerhalb weniger Sekunden den Vorsprung ausbauen können.
Zu diesem Zeitpunkt fehlten den Gastgebern noch 20 Minuten bis zum Klassenerhalt. Kein Wunder, dass sie unter dem frenetischen Beifall der Fans schon viel früher als die Eislöwen aus der Kabine kamen. Jetzt galt es, den kostbaren Vorsprung über die Zeit zu retten. Dabei hatte André Mücke unmittelbar nach Wiederbeginn bei seinem Solo den dritten Treffer für Weißwasser vor Augen – es blieb 17 Minuten vor dem Ende beim knappen 2:1. Kurz danach stockte allen Zuschauern der Atem. Rutschte Füchse-Keeper Nolan McDonald etwa mit dem Puck über die Torlinie? Schiedsrichter Alfred Hascher aus Miesbach schaute genau hin und entschied: kein Tor! Zu spielen waren jetzt noch 15. Minuten. Dresden warf nun alles nach vorn. Die Füchse versuchen, mit sporadischen Kontern die Entscheidung herbeizuführen – noch zehn Minuten. Dann ist Dresden noch mal in Überzahl, weil Robert Bartlick auf die Strafbank muss. Kein Tor – noch drei Minuten. Nach einer Auszeit nehmen die Eislöwen den Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers raus – noch zwei Minuten. Adam Drgon schießt knapp am leeren Tor vorbei – noch 60 Sekunden. Dann stürmt Chris Straube allein auf das Gäste-Tor zu und wird gefoult, der Schiri entscheidet regelgerecht auf Tor für Weißwasser – die Entscheidung. Der Sieg. Der Klassenerhalt.
Lausitzer Füchse – Eislöwen Dresden 3:1 (0:0, 2:1, 1:0)
Tore: 0:1 Sekera (26.), 1:1 Straube (30.), 2:1 Janos (34.), 3:1 Straube (60.); Schiedsrichter: Alfred Hascher (Miesbach); Zuschauer: 2750; Strafminuten: 16 / 16.
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 28.03.2007