Füchse legen den Grundstein für den Klassenerhalt gegen Dresden nicht nur auf dem Eis
Nach dem Ende einer dramatischen Play-down-Serie und dem Klassenerhalt für die Lausitzer Füchse in der 2. Eishockey-Bundesliga war die Zeit der Abrechnung gekommen. «Wir haben es auch deshalb geschafft, weil wir nicht so arrogant aufgetreten sind wie unser Gegner» , betonte Füchse-Trainer Thomas Popiesch. Der Platz neben ihm blieb während der Pressekonferenz leer. Von den Eislöwen Dresden mochte niemand den Absturz in die 3. Liga analysieren. Es war nicht der einzige Eklat in den Play-downs.
Zwei Play-down-Bärte für den Klassenerhalt: Markus Witting (l.) und Patrick Vozar bejubeln den 3:1-Sieg gegen Dresden. Nach dem Erreichen des Zweitliga-Klassenerhaltes dürfen sie sich jetzt auch wieder rasieren. Foto: Aswendt
Teamgeist besiegt Arroganz – so lässt sich die Serie und der 4:2-Sieg der Füchse zusammenfassen. Dabei hat der Außenseiter den Grundstein für den Klassenerhalt nicht nur auf, sondern auch neben der Eisfläche gelegt. «Die Saison ist in der Hauptrunde nicht optimal verlaufen. Trotzdem haben alle zur Stange gehalten» , lobte Geschäftsführer René Reinert die Mannschaft, die Sponsoren und auch die Fans, die im Anschluss an den entscheidenden 3:1-Erfolg am Dienstag eine blau-gelbe Jubelparty bis in die frühen Morgenstunden feierten.
Während sich das Schlusslicht im Grunde genommen eine ganze Saison lang auf diese Abstiegsrunde vorbereiten konnte, schienen die Eislöwen mit dem Kampf um den Klassenerhalt überfordert. Immerhin hatten sie bis zuletzt gehofft, den Play-downs entgehen zu können. Vor allem das Umfeld gab ein erbärmliches Bild ab. Für die Spiele in Dresden wurden alle Pressekonferenzen abgesagt. In Weißwasser erschien statt Cheftrainer Stefan Mikes nur sein Assistent Jan Schertz – zu sagen hatte allerdings auch er nicht viel. In der Öffentlichkeit kam ebenfalls nicht gut an, dass die Eislöwen die Bitte des MDR-Fernsehens ablehnten, Spiel Nummer fünf um vier Stunden vorzuverlegen, um damit eine Übertragung zu ermöglichen.
In sportlicher Hinsicht lag dagegen nur ein Wimpernschlag zwischen beiden Teams. Dresden hatte zweifellos die besseren Einzelspieler in seinen Reihen. Weißwasser steigerte sich pünktlich zum Saisonhöhepunkt in eine beeindruckende Form und bot dem Favoriten einen Kampf auf Biegen und Brechen. «Wir haben sicher auch etwas mehr Glück gehabt» , bilanzierte Coach Popiesch nach sechs spannenden Spielen.
Zudem hatten die Füchse in Nolan McDonald den überragenden Keeper dieser Serie. Auch wenn ihm Vlastimil Lakosil nicht viel nachstand, gingen die «big points» an den Kanadier. «Wahnsinn, was McDonald gehalten hat» , erkannte der Dresdner Stephan Kreuzmann fair an. Und auch Eislöwen-Coach Stefan Mikes rang sich im kleinen Kreis doch noch zu einem Statement durch. «Super Arbeit» , schüttelte er seinem Kollegen Thomas Popiesch die Hand. Es war das zumindest einigermaßen versöhnliche Ende einer Serie der großen Gegensätze. (Frank Noack)
Habe auch noch ein schönes Foto von unserer "Panzerknacker-Bande" (Ede, Markus, Patrick). Wenn sie es freigeben... ;-)
2 | Heidi | 29.03.2007 @ 07:10
@Mozart: Die sollen das ruhig mal freigeben ;-)
3 | sachse | 29.03.2007 @ 08:34
Klasse Fotos vom letzten Spiel giebt es auch auf der Eismöwenseite zu sehen.
4 | Senator | 29.03.2007 @ 13:33
Die Schlagzeile liest sich gut, aber DIE Arroganz hatte man zuletzt bei DD nicht mehr erlebt. Spieler wie Lakosil, Schmidt, Vit... haben alles gegeben. Die Fans waren auch ok. Es ab gute Gespräche und am Ende sogar Applaus für das Füchseteam.
5 | Senator | 29.03.2007 @ 13:34
PS: aber die "Führung" ist schon ziemlich daneben (siehe Pressekonferenzen).
6 | Jörg | 29.03.2007 @ 13:37
Die Vorwürfe gingen auch nicht in Richtung Mannschaft. Das "Umfeld" war gemeint. So kam es zumindest in der PK ohne DD- Beteiligung rüber.
7 | Senator | 29.03.2007 @ 16:09
Stimmt Jörg. Habe eben auch den Bericht im DD TV gesehen. Mann ist die Frau ...peinlich. Die wollen nun reduzierte Hallenmiete - weil Oberliga. Klingt nach "serioser Finanzplanung"
8 | eisloewe62 | 29.03.2007 @ 17:02
@4 Warum nicht, klar habe ich applaudiert, eure Spieler haben sich ja auch fair von den Gästefans verabschiedet, was man bei Dresden nur von greg schmidt (Musterprofi) und Stephan Kreuzmann sagen konnte.
Ausserdem waren sie Dienstag den entscheidenden tick besser!
Hatte auch das Gefühl, dass die Füchsefans am Bus es ehrlich meinten.
Was solls, Eishockeyfan bin ich nicht wegen einer Präsidentin sondern wegen des Sports.
9 | Hoywoyfux | 29.03.2007 @ 17:24
Will es auch nochmal bestätigen, was Jörg @6 schreibt - der Seitenhieb ging ausdrücklich nicht in Richtung Spieler !!! Das wurde im Nachhinein auch wörtlich vor der Presse klargestellt. Und bei Euch Fans war es allemal vorschnell, wenn Ihr Euch beim letzten Punktspiel mit "Nie mehr in die Lausitz" und vor dem ersten PD-spiel mit "Oberliga, Füchse sind dabei" bemerkbar macht. Im Nachhinein entfalten solche Sprüche eben eine gewisse Wirkung. Trotzdem, alles Gute in Liga III.
10 | Califax | 29.03.2007 @ 17:38
@ die 2 sprüche hat ja dresden an dem tag nicht neu erfunden, sondern sind eishockeyinventar.
11 | Hoywoyfux | 29.03.2007 @ 19:35
Ach nee. Interessant war hier nur, wer diese Sprüche wann zelebriert. Und da war DD schon am Tisch, ehe er gedeckt war. Wir waren da etwas vorsichtiger, deshalb darf der "Letzte" lachen. Aber egal, ich glaube, dass mit obiger Überschrift das Gesamtpaket gemeint war. Außerdem sind wir nun in Feierlaune und dürfen genießen. Schließlich haben wir monatelang Prügel gekriegt.
12 | Califax | 29.03.2007 @ 21:06
Richtig, aber nich zu lange feiern, denn ich glaube im moment sind ein paar spieler günstig zu bekommen, oder nächste woche.
13 | Jörg | 30.03.2007 @ 07:44
Man sollte die (bekanntlich relativ schnell abebbende) Euphorie gleich nutzen,um mit den Sponsoren über die weitere/ eine erstmalige Zusammenarbeit zu verhandeln. Wer das am Dienstag erlebt hat, ist möglicherweise eher bereit, die eine oder andere Eurone zusätzlich bzw. neu zu investieren!
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Nach dem Ende einer dramatischen Play-down-Serie und dem Klassenerhalt für die Lausitzer Füchse in der 2. Eishockey-Bundesliga war die Zeit der Abrechnung gekommen. «Wir haben es auch deshalb geschafft, weil wir nicht so arrogant aufgetreten sind wie unser Gegner» , betonte Füchse-Trainer Thomas Popiesch. Der Platz neben ihm blieb während der Pressekonferenz leer. Von den Eislöwen Dresden mochte niemand den Absturz in die 3. Liga analysieren. Es war nicht der einzige Eklat in den Play-downs.
Während sich das Schlusslicht im Grunde genommen eine ganze Saison lang auf diese Abstiegsrunde vorbereiten konnte, schienen die Eislöwen mit dem Kampf um den Klassenerhalt überfordert. Immerhin hatten sie bis zuletzt gehofft, den Play-downs entgehen zu können. Vor allem das Umfeld gab ein erbärmliches Bild ab. Für die Spiele in Dresden wurden alle Pressekonferenzen abgesagt. In Weißwasser erschien statt Cheftrainer Stefan Mikes nur sein Assistent Jan Schertz – zu sagen hatte allerdings auch er nicht viel. In der Öffentlichkeit kam ebenfalls nicht gut an, dass die Eislöwen die Bitte des MDR-Fernsehens ablehnten, Spiel Nummer fünf um vier Stunden vorzuverlegen, um damit eine Übertragung zu ermöglichen.
In sportlicher Hinsicht lag dagegen nur ein Wimpernschlag zwischen beiden Teams. Dresden hatte zweifellos die besseren Einzelspieler in seinen Reihen. Weißwasser steigerte sich pünktlich zum Saisonhöhepunkt in eine beeindruckende Form und bot dem Favoriten einen Kampf auf Biegen und Brechen. «Wir haben sicher auch etwas mehr Glück gehabt» , bilanzierte Coach Popiesch nach sechs spannenden Spielen.
Zudem hatten die Füchse in Nolan McDonald den überragenden Keeper dieser Serie. Auch wenn ihm Vlastimil Lakosil nicht viel nachstand, gingen die «big points» an den Kanadier. «Wahnsinn, was McDonald gehalten hat» , erkannte der Dresdner Stephan Kreuzmann fair an. Und auch Eislöwen-Coach Stefan Mikes rang sich im kleinen Kreis doch noch zu einem Statement durch. «Super Arbeit» , schüttelte er seinem Kollegen Thomas Popiesch die Hand. Es war das zumindest einigermaßen versöhnliche Ende einer Serie der großen Gegensätze. (Frank Noack)
Lausitzer Füchse – Eislöwen Dresden 3:1 (0:0, 2:1, 1:0)
Tore: 0:1 Sekera (26.), 1:1 Straube (30.), 2:1 Janos (34.), 3:1 Straube (60.); Schiedsrichter: Alfred Hascher (Miesbach); Zuschauer: 2750; Strafminuten: 16 / 16.
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 29.03.2007