Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Lausitzer Füchse suchen großen Bruder
26.05.2007 | 02:45 Uhr von
Kooperation mit Frankfurt Lions erst der Anfang
Die Lausitzer Füchse sind derzeit auf der Suche nach einem großen Bruder. Soll heißen: Sie suchen einen Verein aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) für eine Kooperation auf Förderlizenz-Basis.

Wollen neue Wege im Eishockey gehen: Trainer Thomas Popiesch (l.) und Sportmanager Ralf Hantschke suchen Kooperationspartner für die Lausitzer Füchse. Foto. Aswendt
Die Suchanzeige könnte in etwa diesen Wortlaut haben: „Kleiner Verein mit großen Zielen bietet jungen Talenten die Chance auf viel Eiszeit in der 2. Liga. Die jungen Spieler, die noch nicht den Durchbruch in der DEL geschafft haben, könnten sich bei uns unter Wettkampfbedingungen weiterentwickeln. Eine teilweise Kostenübernahme wäre wünschenswert.“

Zugriff auf preiswerte Profis
Den ersten Interessenten konnten die Füchse in dieser Woche bereits vermelden. Die Frankfurt Lions sagten zu für eine Kooperation auf der Torhüterposition. So wird der mit einer Förderlizenz ausgestattete Lions-Keeper Boris Ackers mindestens 20 Partien für Weißwasser bestreiten. Im Gegenzug steht Neu-Fuchs Christian Wendler auch für Einsätze in Frankfurt zur Verfügung.
Letztlich profitieren beide Seiten von der sogenannten Förderlizenz. Der DEL-Club verschafft jenen Talenten Wettkampfpraxis, die in der obersten deutschen Spielklasse nur Ergänzungsspieler sind. Und ein Zweitligist wie Weißwasser hat auf diese Weise den Zugriff auf preiswerte Profis, denn die Kosten werden auf beiden Schultern verteilt. Derartige Förderlizenzen können die Clubs pro Saison in unbegrenzter Anzahl vergeben. In der vergangenen Saison lief beispielsweise der REV Bremerhaven in der 2. Liga mit bis zu 15 Förderlizenzlern auf und verschaffte sich damit natürlich einen Wettbewerbsvorteil.
Diese Möglichkeit wollen nun auch die Füchse nutzen. „Wir befinden uns mit mehreren Vereinen in guten Gesprächen und haben Signale bekommen, dass etwas gehen könnte“, sagt der neue Sportmanager Ralf Hantschke. Sein Eindruck: „Die DEL-Clubs sehen, dass Weißwasser wieder interessant werden könnte für sie, weil sich hier in Sachen Nachwuchs etwas bewegt.“
Klar ist aber auch: Allein schon wegen der geografischen Lage ganz im Osten wird es kein einfaches Unterfangen, talentierte Spieler in den Fuchsbau zu holen. Von ähnlichen Verhältnissen, wie sie Trainer Thomas Popiesch bei seinem Engagement in Ratingen vorfand, kann er in Weißwasser nur träumen. „In Ratingen hatten wir extrem kurze Wege nach Köln, Duisburg oder Krefeld. Es war kein Problem, am Donnerstag anzurufen, wenn man für das Wochenende beispielsweise einen Verteidiger brauchte.“

Vom Scoutsystem profitieren
Welche Pläne sich außer der bereits fixen Kooperation mit den Lions noch umsetzen lassen, werden die nächsten Wochen zeigen. „Wir können den jungen Spielern vor allem Spielpraxis bieten“, wirbt Popiesch um potenzielle Interessenten. Im Gegenzug sei für ihn ein Profitieren vom Scoutsystem des „großen Bruders“ denkbar. Allerdings ist auch nicht auszuschließen, dass sich die Füchse mit mehreren Clubs auf eine flexible Zusammenarbeit einigen. „Wir sind für solche Dinge sehr offen“, ergänzt Hantschke. (Frank Noack)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 26.05.2007
1304 mal gelesen
 
1 | YUKONBOY | 26.05.2007 @ 06:57
was t.p., r.h., und anerde auf die beine stellen finde ich echt gut! immer weiter so dann wird wsw wieder eine eishockey hoch burg!!!
2 | Fuchs-Blau | 26.05.2007 @ 09:55
Das wir auf dem richtigen weg sind kann ich nur bejaen aber deswegen gleich von einer hochburg sprechen wäre etwas verfrüht. Denn das sind praktiken die andere club`s schon lange besteiten und es so auch nur funktionieren kann. In dieser beziehung haben wir viel nachzuholen. Aber wie schon gesagt"AUF DEM RICHTIGEN WEG"
3 | esw77schrulle | 27.05.2007 @ 15:24
gratulation zu diesem durchbruch - richtige ideen, lösungswege wurden bereits gefunden (siehe lions)... dicker daumen. weiter so! :)
4 | Tapsi | 27.05.2007 @ 16:59
Herzlichen Glückwunsch zum 42. Geburtstag an den Sportmanager Ralf Hantschke von Ronald aus Berlin. Wünsche Dir weiterhin gutes Händchen bei dieser neuen Aufgabe.
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