Chris Straube kommt zwar zum Training nach Weißwasser, will aber Vertrag in Übersee
Wenn am Montag um 12 Uhr das Sommer-Eistraining bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser beginnt, wird auch Chris Straube dabei sein. Also alles klar für eine Verlängerung seines Engagements im Fuchsbau? Immerhin gehörte der 33-jährige Stürmer vor allem in den entscheidenden Play-down-Spielen gegen Dresden zu den absoluten Führungsspielern auf Füchse-Seite. Doch ganz so einfach ist es nicht.
Chris Straube im Füchse-Trikot. Fraglich ist, wie lange noch. Denn der in Toronto geborene Angreifer betont: «Mein Ziel ist und bleibt ein Vertrag in Kanada.» Foto: Archivfoto: Aswendt
Viele Fans würden ihn auch in der kommenden Zweitliga-Saison gern im Füchse-Trikot sehen. Deshalb: Alles klar, Chris Straube? «Nein» , betont der Angreifer. «Mein Ziel ist und bleibt ein Vertrag in Kanada. Ich möchte es auch in diesem Jahr wieder versuchen, einen Platz im Trainingscamp eines Clubs zu bekommen.»
Um Straubes ewigen Traum von Kanada zu verstehen, muss man seine Herkunft kennen. Im Jahr 1968 siedelten seine Eltern von Deutschland nach Nordamerika über. Straube wurde in Toronto geboren, wo er aufwuchs und auch mit dem Eishockey begann. Seitdem hat ihn die Faszination des Mutterlands dieser Sportart nie mehr losgelassen. Auch nicht, als seine Eltern 1991 nach Deutschland zurückkehrten. Straube war damals 17 Jahre. Der Traum von Kanada blieb. Seit 1994 ist er bei diversen Vereinen in den deutschen Profiligen unterwegs und spielte auch in der Nationalmannschaft. Straube besitzt einen deutschen und einen kanadischen Pass.
Ob er in der von ihm bevorzugten zweithöchsten Spielklasse in Kanada, der AHL, eine realistische Chance hat – darüber halten sich die Experten hierzulande bedeckt. Straube will es trotzdem versuchen. «Ich möchte sehen, wie ich mit meiner Art, Eishockey zu spielen, in Kanada klar komme» , sagt der exzellente Schlittschuhläufer, der die technische Note bevorzugt, dafür aber körperbetonte Gegenwehr nicht sonderlich mag. Das inzwischen verschärfte Regelwerk auf dem Eis begünstigt Spieler wie Straube. Auch deshalb sieht er seine Chancen in Kanada gestiegen.
Seit Mitte April schwitzt Straube im Kraftraum und bereitet sich auf die neue Saison vor. Eigentlich hatte er für den 22. Mai schon ein Flugticket nach Kanada gebucht. Als er vom erstmaligen Eistraining in Weißwasser hörte, änderte er seine Planungen. Zumindest für den Moment. Denn spätestens im September will er nach Kanada. Dann finden dort die Trainingslager der Vereine statt, wo sich Spieler für eine Verpflichtung empfehlen können. Die Kosten für den Aufenthalt in Übersee muss Straube übrigens selbst tragen. Aber diese Kosten sind in seinen Augen gut angelegtes Geld, um sich den Traum von Kanada im reifen Eishockey-Alter doch noch zu erfüllen.
Die Entscheidung, ob er einen Vertrag in Übersee bekommt, fällt voraussichtlich erst Ende September. Er steht den Füchsen damit zum Auftakt der 2. Liga definitiv nicht zur Verfügung. Für die Weißwasseraner Verantwort lichen ist es eine komplizierte Situation, denn ein Spieler vom Kaliber Straube spielt in der Saison planung natürlich eine zentrale Rolle. Am Rande des dreiwöchigen Sommertrainings wird Füchse-Manager Ralf Hantschke erneut mit dem Stürmer verhandeln. «Wir wollen versuchen, Chris zu halten. Aber es muss für beide Seiten passen. Wir können nicht ewig warten» , betont Hantschke. Beide haben früher in Lands hut gemeinsam auf dem Eis gestanden. Der Ex-Profi hat zwar aus sportlicher Sicht durchaus Verständnis für den Traum von Chris Straube. Dennoch würde er ihn am liebsten so schnell wie möglich wieder für die Füchse unter Vertrag nehmen. Doch es dürften schwierige Verhandlungen werden. «Im Moment sehe ich meine Zukunft in Kanada» , gibt Straube unumwunden zu. Er sagt aber auch: «Man weiß nie, was passiert.» Und genau das könnte die Chance für die Füchse sein. (Frank Noack)
Hört sich nicht so gut an.Würde mich da schon mal anderwaltig umschauen.Schön wäre es ja bliebe er.Tschau Axel.
2 | Jörg | 09.06.2007 @ 11:31
@1: Mächtig geweitig...
3 | Arni | 09.06.2007 @ 12:09
Er muss schon mächtig Glück haben wenn er in der AHL unterkommt. Dort drüben sind die Minor Leages eher als Ausbildungsligen gedacht, also sind Plätze für sogenannte "Veteranen" wie Straube einer ist, eher rar gesäht. Die die es gibt, sind bereits vergeben da jedes Team nur 5 Veteranen (glaub ich) unter Vertrag haben darf. Ist also das gleiche wie letztes Jahr......
4 | martenn | 09.06.2007 @ 12:48
hört sich erstmal nicht so gut an... denke wenn sich straube nicht rechtzeitig entscheidet, dann wird sich der verein anderweitig umschauen (müssen), den bis september wird man hier nicht warten wollen und können
5 | TomSGD | 09.06.2007 @ 14:26
@2: Köstlich. Ein sehr gelungenes Wortspiel... *g*
6 | fanmutti | 09.06.2007 @ 15:47
also zu einem mag ich straube und er hat eine große rolle in den pd gespielt-ohne frage!
aber fakt ist auch: entweder er bleibt gern oder er geht..was nutzt es dass er jetzt bleibt weil ihn vielleicht jetzt grad niemand will in kanada und dann schwirrt er in der saison ab. außerdem steht er dann eh bloß mit einem bein hier in wsw.
mein vorschlag: nach ersatz umsehen damit man bestens vorbereitet staretn kann mit allen spielern des kaders.
7 | Aigars44 | 09.06.2007 @ 16:49
wer kommt als ersatz in frage?
8 | fanmutti | 09.06.2007 @ 18:07
Ich wäre für einen Finnen oder Schweden. Ich meine, wenn der Verein Chris Straube halten will, bekommt er sicherlich mehr Kohle als die Anderen. Da können wir uns auch einen Skandinavier ranziehen, der genauso viel kostet. Muss ja nicht einer aus der ersten Liga sein...
9 | Fuchs | 09.06.2007 @ 19:12
aber für straube wird doch kein ausländer geholt. sondern ein deutscher
10 | Aigars44 | 09.06.2007 @ 19:34
stefan mann ;-)
11 | fanta | 10.06.2007 @ 08:46
also eines ist fakt sollte straube bleiben wird er der best bezahlte spieler aus unserer manschaft sein und das heißt für mich soviel das erstmal die kohle da sein muss.wenn er nicht bleiben sollte müsste ja eigentlich das geld für einen deutschen ersatz da sein.aber ma sehen
12 | Arni | 10.06.2007 @ 10:04
@11 die frage ist nich ob wir uns Ersatz leisten könnten, sondern ob Ersatz auf dem Markt ist. Spieler der Marke Straube gibt es nicht im Überangebot auf em deutschen Spielermarkt. Mir fällt a auch nur Stefan Mann ein.
13 | fanta | 10.06.2007 @ 11:00
aber wenn de einem anderen die kohle bietest die straube bekommen würde dürfte es nicht alt so schwer fallen einen ersatz zu bekommen.
14 | Fuchs | 10.06.2007 @ 12:12
ich würde dann doch lieber straube halten als mann als ersatz. er sol ja nicht der einfachste spielertyp sein.
15 | ariane | 10.06.2007 @ 17:23
@fuchs ach wieso denn? dann passt es doch, davon haben wir doch schließlich schon einige o.O ;-)
16 | Fuchs | 10.06.2007 @ 17:30
wir haben doch schon 2 nich so einfache spieler. die reichen denke ich
17 | ariane | 10.06.2007 @ 17:46
deswegen ja auch das "zwinkern" dahinter ;-)
18 | fanmutti | 10.06.2007 @ 18:20
ich schließe mich @fanta an..es wird wohl soviel kohle da sein um einen gleichwertigen ersatz zu bekommen.
was nützt es wenn er jetzt bleibt weil er drüben keine chance hat und mitten in der saison geht er dann?
in den pd war er ja super aber ganz soooo überzeugend war er vorher nicht
19 | Fuchs | 10.06.2007 @ 19:12
wenn er es im trainingscamp nicht schafft geht er auch nicht später rüber.
20 | fanta | 10.06.2007 @ 20:01
bis da drüben aber die trainingscamps vorbei sind dauert schon ne weile und wie es schon zu lesen war vor september wird wohl nischt passieren (ober geht oder bleibt).wenn er geht schade und danke für das geleistete und wenn er bleibt auch schick.aber ich als verein würde ihn nicht ewig hinterher laufen und so lange warten bis er zu einem entschluss kommt.
21 | fanmutti | 11.06.2007 @ 07:17
@fanta:volle zustimmung!entspricht meiner meinung.schließlich wollen wir alle schon einen guten start in die saison und ruhe im team.gruß und eine schöne woche!
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Wenn am Montag um 12 Uhr das Sommer-Eistraining bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser beginnt, wird auch Chris Straube dabei sein. Also alles klar für eine Verlängerung seines Engagements im Fuchsbau? Immerhin gehörte der 33-jährige Stürmer vor allem in den entscheidenden Play-down-Spielen gegen Dresden zu den absoluten Führungsspielern auf Füchse-Seite. Doch ganz so einfach ist es nicht.
Um Straubes ewigen Traum von Kanada zu verstehen, muss man seine Herkunft kennen. Im Jahr 1968 siedelten seine Eltern von Deutschland nach Nordamerika über. Straube wurde in Toronto geboren, wo er aufwuchs und auch mit dem Eishockey begann. Seitdem hat ihn die Faszination des Mutterlands dieser Sportart nie mehr losgelassen. Auch nicht, als seine Eltern 1991 nach Deutschland zurückkehrten. Straube war damals 17 Jahre. Der Traum von Kanada blieb. Seit 1994 ist er bei diversen Vereinen in den deutschen Profiligen unterwegs und spielte auch in der Nationalmannschaft. Straube besitzt einen deutschen und einen kanadischen Pass.
Ob er in der von ihm bevorzugten zweithöchsten Spielklasse in Kanada, der AHL, eine realistische Chance hat – darüber halten sich die Experten hierzulande bedeckt. Straube will es trotzdem versuchen. «Ich möchte sehen, wie ich mit meiner Art, Eishockey zu spielen, in Kanada klar komme» , sagt der exzellente Schlittschuhläufer, der die technische Note bevorzugt, dafür aber körperbetonte Gegenwehr nicht sonderlich mag. Das inzwischen verschärfte Regelwerk auf dem Eis begünstigt Spieler wie Straube. Auch deshalb sieht er seine Chancen in Kanada gestiegen.
Seit Mitte April schwitzt Straube im Kraftraum und bereitet sich auf die neue Saison vor. Eigentlich hatte er für den 22. Mai schon ein Flugticket nach Kanada gebucht. Als er vom erstmaligen Eistraining in Weißwasser hörte, änderte er seine Planungen. Zumindest für den Moment. Denn spätestens im September will er nach Kanada. Dann finden dort die Trainingslager der Vereine statt, wo sich Spieler für eine Verpflichtung empfehlen können. Die Kosten für den Aufenthalt in Übersee muss Straube übrigens selbst tragen. Aber diese Kosten sind in seinen Augen gut angelegtes Geld, um sich den Traum von Kanada im reifen Eishockey-Alter doch noch zu erfüllen.
Die Entscheidung, ob er einen Vertrag in Übersee bekommt, fällt voraussichtlich erst Ende September. Er steht den Füchsen damit zum Auftakt der 2. Liga definitiv nicht zur Verfügung. Für die Weißwasseraner Verantwort lichen ist es eine komplizierte Situation, denn ein Spieler vom Kaliber Straube spielt in der Saison planung natürlich eine zentrale Rolle. Am Rande des dreiwöchigen Sommertrainings wird Füchse-Manager Ralf Hantschke erneut mit dem Stürmer verhandeln. «Wir wollen versuchen, Chris zu halten. Aber es muss für beide Seiten passen. Wir können nicht ewig warten» , betont Hantschke. Beide haben früher in Lands hut gemeinsam auf dem Eis gestanden. Der Ex-Profi hat zwar aus sportlicher Sicht durchaus Verständnis für den Traum von Chris Straube. Dennoch würde er ihn am liebsten so schnell wie möglich wieder für die Füchse unter Vertrag nehmen. Doch es dürften schwierige Verhandlungen werden. «Im Moment sehe ich meine Zukunft in Kanada» , gibt Straube unumwunden zu. Er sagt aber auch: «Man weiß nie, was passiert.» Und genau das könnte die Chance für die Füchse sein. (Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 09.06.2007