Der ES Weißwasser bietet im Sommer seine Eisfläche Profis und Freizeitsportlern an.
Vollbesetzt waren gestern das Krauschwitzer Erlebnisbad und der Strand am Halbendorfer See. Bei Hitze über 30 Grad lechzte jeder nach Erfrischungen. Den 12-jährigen David Vatter trieb es statt zum Badeteich ins Eisstadion von Weißwasser. „Baden gehen kann jeder, aber Eishockey spielen bei der Wärme nicht“, erklärte der Stürmer der Schülermannschaft des ES Weißwasser, die ab dieser Woche erstmals auf Sommereis trainiert.
David Vatter (Mitte) nutzt mit der Schülermannschaft des ES Weißwasser die Möglichkeiten für Trainingsstunden auf dem Eis. Foto: Steffen Unger
„Der Verein probiert diese Variante aus. Die Kinder freuen sich darüber“, berichtet Nachwuchsleiter Hartmut Schur. Er betreut die elf Teams der Kleinschüler bis Junioren. Auch David Vatter, den Mutter Ivonne täglich die 20 Kilometer von Krauschwitz zur Schule nach Weißwasser und zurück bringt. Täglich drei Stunden Training fallen ihm nun trotz Hitze besonders leicht, weil sonst Ausdauerlauf oder Fußball auf dem Plan stehen würden.
Kein billiges Vergnügen
Eishockey im Sommer ist kein billiger Spaß. Zumal der ES Weißwasser seit Jahren finanziell nicht auf Rosen gebettet ist. Ein Monat Betrieb der Eismaschinen kostet im Winter etwa 30000 Euro. Doch Pressesprecher Andreas Friebel verrät die kühle Kalkulation: „Die Eisfläche, die nur halb so dick wie üblich ist, wird ja nicht nur für unsere Kinder präpariert. Die Eis-Zeiten bis zum 9. August sind komplett ausgebucht für Freizeit-Spieler, Schnupperkurse, Eis-Disco und am kommenden Wochenende ein Sichtungscamp mit sächsischen Teams und Gästen aus Kassel, Augsburg und Mannheim. Wir haben gemerkt, dass unser Angebot gut ankommt.“
Die Idee mit dem Sommer-Eis hatte Thomas Popiesch, Trainer der Lausitzer Füchse. Er hat gute Argumente dafür: „Ich halte nicht viel davon, dass die Spieler nach vier Monaten Pause im August wieder Schlittschuhlaufen lernen. Sie trainieren am besten, wenn sie sich auf gewohntem Untergrund bewegen. In Kanada gibt es gar keine eisfreie Zeit.“ So kann er auch neue Spieler genauer unter die Lupe nehmen. „Wir bauen vor der neuen Saison die Mannschaft zu 70 bis 80 Prozent komplett um. Einige sind derzeit beim Probetraining hier. Ich sehe, wie sie sich auf dem Eis bewegen. So kann ich besser einschätzen, wer zu uns passt“, nennt der 42-jährige Coach die Vorteile der vorgezogenen Eiszeit.
Auch für den neuen Manager Ralf Hantschke erleichtert sich die Arbeit. „Mit neu verpflichteten Leuten wie Carsten Godeck, Alan Reader oder Thomas Vogl konnte ich organisatorischen Kram erledigen. Damit müssen wir nicht im August anfangen, wenn die vollständige Mannschaft da ist“, beschreibt der seit drei Monaten amtierende Ur-Weißwasseraner seine neue Tätigkeit. Dafür stellt der Ex-Profi seit April die Arbeit in seinem Versicherungsunternehmen hintenan: „Ich sah, wie sich die Mannschaft zum Klassenerhalt zitterte. Ich sah aber auch, dass unter Trainer Popiesch vernünftig gearbeitet wird. Er hat Geduld mit dem Nachwuchs aus den eigenen Reihen. Das zahlt sich aus“, sagt Hantschke, der bis 1992 in der Lausitz spielte, bevor er nach Landshut wechselte. (Andree Merbt)
Vollbesetzt waren gestern das Krauschwitzer Erlebnisbad und der Strand am Halbendorfer See. Bei Hitze über 30 Grad lechzte jeder nach Erfrischungen. Den 12-jährigen David Vatter trieb es statt zum Badeteich ins Eisstadion von Weißwasser. „Baden gehen kann jeder, aber Eishockey spielen bei der Wärme nicht“, erklärte der Stürmer der Schülermannschaft des ES Weißwasser, die ab dieser Woche erstmals auf Sommereis trainiert.
Kein billiges Vergnügen
Eishockey im Sommer ist kein billiger Spaß. Zumal der ES Weißwasser seit Jahren finanziell nicht auf Rosen gebettet ist. Ein Monat Betrieb der Eismaschinen kostet im Winter etwa 30000 Euro. Doch Pressesprecher Andreas Friebel verrät die kühle Kalkulation: „Die Eisfläche, die nur halb so dick wie üblich ist, wird ja nicht nur für unsere Kinder präpariert. Die Eis-Zeiten bis zum 9. August sind komplett ausgebucht für Freizeit-Spieler, Schnupperkurse, Eis-Disco und am kommenden Wochenende ein Sichtungscamp mit sächsischen Teams und Gästen aus Kassel, Augsburg und Mannheim. Wir haben gemerkt, dass unser Angebot gut ankommt.“
Die Idee mit dem Sommer-Eis hatte Thomas Popiesch, Trainer der Lausitzer Füchse. Er hat gute Argumente dafür: „Ich halte nicht viel davon, dass die Spieler nach vier Monaten Pause im August wieder Schlittschuhlaufen lernen. Sie trainieren am besten, wenn sie sich auf gewohntem Untergrund bewegen. In Kanada gibt es gar keine eisfreie Zeit.“ So kann er auch neue Spieler genauer unter die Lupe nehmen. „Wir bauen vor der neuen Saison die Mannschaft zu 70 bis 80 Prozent komplett um. Einige sind derzeit beim Probetraining hier. Ich sehe, wie sie sich auf dem Eis bewegen. So kann ich besser einschätzen, wer zu uns passt“, nennt der 42-jährige Coach die Vorteile der vorgezogenen Eiszeit.
Auch für den neuen Manager Ralf Hantschke erleichtert sich die Arbeit. „Mit neu verpflichteten Leuten wie Carsten Godeck, Alan Reader oder Thomas Vogl konnte ich organisatorischen Kram erledigen. Damit müssen wir nicht im August anfangen, wenn die vollständige Mannschaft da ist“, beschreibt der seit drei Monaten amtierende Ur-Weißwasseraner seine neue Tätigkeit. Dafür stellt der Ex-Profi seit April die Arbeit in seinem Versicherungsunternehmen hintenan: „Ich sah, wie sich die Mannschaft zum Klassenerhalt zitterte. Ich sah aber auch, dass unter Trainer Popiesch vernünftig gearbeitet wird. Er hat Geduld mit dem Nachwuchs aus den eigenen Reihen. Das zahlt sich aus“, sagt Hantschke, der bis 1992 in der Lausitz spielte, bevor er nach Landshut wechselte. (Andree Merbt)
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalsport vom 12.06.2007