Füchse tauschen Sommershorts gegen Arbeitskleidung
12.06.2007 | 14:45 Uhr von
Zweitliga-Profis schieben Extra-Schichten auf dem Eis
Verkehrte Welt in Weißwasser: Die richtig heißen Wochen des Jahres sind gerade einmal im Begriff zu beginnen, da ist bei den Lausitzer Füchsen die Sommerpause bereits wieder vorbei. Runter mit den Strandklamotten und hinein in die gepolsterte Kluft eines Eishockeyprofis – so lautete beim gestrigen Auftakt des Sommereistrainings die Devise beim Zweitligisten. In Strandschlappen, Shorts und T-Shirt begrüßte ein braun gebrannter und gut erholter Thomas Popiesch gestern Nachmittag seine Profis. Nach Sommereistraining sah das erst mal nicht aus. Sollte dieser entspannte Typ tatsächlich zum Schuften bitten? Jawohl!
Und der Füchse-Trainer hatte einen guten Grund für die verfrühten Übungseinheiten parat. «Ein Eishockeyspieler wird nun mal auf dem Eis gemacht» , betonte Popiesch. Ganze vier Monate im Jahr auf diesen Untergrund zu verzichten, sei dem nicht sonderlich zuträglich, so der Coach. In den kommenden vier Wochen stehen daher von Montag bis Freitag jeweils zwei einstündige Trainings auf dem Programm. Scharfer Trainingsstart mit sämtlichen Spielern ist dann am 1. August. Noch ist die Mannschaft beim Training nicht komplett. Die ausländischen Spieler sind von der Sommer-Schufterei freigestellt.
Füchse-Neuzugang Carsten Gosdeck sorgte vor den ersten Übungseinheiten auf dem Eis erst mal für warmes Schuhwerk. Es heißt ja schließlich Sommertraining. Foto: Peter Aswendt (www.racing-pixel.de)
Rund 20 Füchse fanden sich gestern erstmals seit Ende März auf dem Eis wieder. Der erste, der sich dorthin aufgemacht hatte, war ein alter Bekannter: Sebastian Elwing. Ganz ungestört stimmte sich der Ex-Füchse-Torhüter physisch und mental auf die Übungseinheiten ein – so wie man das von dem Vollblutprofi fünf Jahre lang in der Lausitz gewöhnt war. Der Keeper der Kassel Huskies ist einer von mehreren Ex-Weißwasseranern, die sich hier für ihre Clubs fithalten.
Während Elwing seine Schlittschuhe schon Härtetests aussetzte, wärmte ein anderer sein Schuhwerk erst einmal im Backofen an: Neuzugang Carsten Gosdeck sorgt so für eine optimale Passform seiner Arbeitsgeräte.
Neben Gosdeck, vom EV Landsberg gekommen, konnten mit Thomas Vogl (ebenfalls EV Landsberg), Alan Reader (Tölzer Löwen), Nachwuchs-Keeper Christian Wendler (Krefeld Pinguine) und Rückkehrer Richard Hoffmann (Wölfe Freiburg) schon ein paar weitere Neuzugänge im Fuchsbau begrüßt werden.
Dort stand zunächst Eisgewöhnung, Konditionstraining und Zweikampfverhalten auf dem Programm. Trainer Thomas Popiesch erhofft sich von den frühen Trainingseinheiten entscheidende Vorteile in der kommenden Zweitligasaison, vor allem was den konditionellen Bereich zum Ende der Saison angeht.
Die Planungen für die nächste Spielzeit sind in Weißwasser indes noch nicht abgeschlossen. «Zwei, drei Spieler» , so Ralf Hantschke, sollen noch hinzukommen. Der Manager musste in den vergangenen Wochen in Sachen Transfer einige Träume begraben. Namen erwähnte er nicht, lediglich die finanzielle Schlagkraft anderer Clubs.
Optimistisch ist er jedoch, was eine mögliche Verpflichtung von Norman Martens angeht. Der 21-jährige Stürmer der Berliner Eisbären hat gestern bereits mittrainiert – wie dies in den kommenden Wochen noch weitere potenzielle Kandidaten machen werden. Hantschke sagte: «Norman würde zu uns passen. Er hat ein paar Angebote, möchte aber nach Weißwasser.» Bisher ist eine Verpflichtung allerdings an der Unerreichbarkeit der Berliner Verantwortlichen gescheitert. Tja, in der Hauptstadt hält man offenbar weniger davon, die Sommerpause vorzeitig für beendet zu erklären. (MIRJAM HECHT)
Verkehrte Welt in Weißwasser: Die richtig heißen Wochen des Jahres sind gerade einmal im Begriff zu beginnen, da ist bei den Lausitzer Füchsen die Sommerpause bereits wieder vorbei. Runter mit den Strandklamotten und hinein in die gepolsterte Kluft eines Eishockeyprofis – so lautete beim gestrigen Auftakt des Sommereistrainings die Devise beim Zweitligisten. In Strandschlappen, Shorts und T-Shirt begrüßte ein braun gebrannter und gut erholter Thomas Popiesch gestern Nachmittag seine Profis. Nach Sommereistraining sah das erst mal nicht aus. Sollte dieser entspannte Typ tatsächlich zum Schuften bitten? Jawohl!
Und der Füchse-Trainer hatte einen guten Grund für die verfrühten Übungseinheiten parat. «Ein Eishockeyspieler wird nun mal auf dem Eis gemacht» , betonte Popiesch. Ganze vier Monate im Jahr auf diesen Untergrund zu verzichten, sei dem nicht sonderlich zuträglich, so der Coach. In den kommenden vier Wochen stehen daher von Montag bis Freitag jeweils zwei einstündige Trainings auf dem Programm. Scharfer Trainingsstart mit sämtlichen Spielern ist dann am 1. August. Noch ist die Mannschaft beim Training nicht komplett. Die ausländischen Spieler sind von der Sommer-Schufterei freigestellt.
Während Elwing seine Schlittschuhe schon Härtetests aussetzte, wärmte ein anderer sein Schuhwerk erst einmal im Backofen an: Neuzugang Carsten Gosdeck sorgt so für eine optimale Passform seiner Arbeitsgeräte.
Neben Gosdeck, vom EV Landsberg gekommen, konnten mit Thomas Vogl (ebenfalls EV Landsberg), Alan Reader (Tölzer Löwen), Nachwuchs-Keeper Christian Wendler (Krefeld Pinguine) und Rückkehrer Richard Hoffmann (Wölfe Freiburg) schon ein paar weitere Neuzugänge im Fuchsbau begrüßt werden.
Dort stand zunächst Eisgewöhnung, Konditionstraining und Zweikampfverhalten auf dem Programm. Trainer Thomas Popiesch erhofft sich von den frühen Trainingseinheiten entscheidende Vorteile in der kommenden Zweitligasaison, vor allem was den konditionellen Bereich zum Ende der Saison angeht.
Die Planungen für die nächste Spielzeit sind in Weißwasser indes noch nicht abgeschlossen. «Zwei, drei Spieler» , so Ralf Hantschke, sollen noch hinzukommen. Der Manager musste in den vergangenen Wochen in Sachen Transfer einige Träume begraben. Namen erwähnte er nicht, lediglich die finanzielle Schlagkraft anderer Clubs.
Optimistisch ist er jedoch, was eine mögliche Verpflichtung von Norman Martens angeht. Der 21-jährige Stürmer der Berliner Eisbären hat gestern bereits mittrainiert – wie dies in den kommenden Wochen noch weitere potenzielle Kandidaten machen werden. Hantschke sagte: «Norman würde zu uns passen. Er hat ein paar Angebote, möchte aber nach Weißwasser.» Bisher ist eine Verpflichtung allerdings an der Unerreichbarkeit der Berliner Verantwortlichen gescheitert. Tja, in der Hauptstadt hält man offenbar weniger davon, die Sommerpause vorzeitig für beendet zu erklären. (MIRJAM HECHT)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 12.06.2007