Üben zum Mini-Tarif: Das Sommer-Eistraining in Weißwasser lockt Profis aus vielen verschiedenen Vereinen an
Stellen Sie sich vor, im Fußball würden sich die Profis von Bayern München, Schalke 04 und des FC Energie Cottbus gemeinsam auf die Saison vorbereiten. Undenkbar! Im Eishockey dagegen nicht. Das Sommer-Eistraining in Weißwasser lockt nicht nur die Profis der Lausitzer Füchse an. Auch Spieler aus anderen Vereinen nehmen das Angebot gerne wahr. Sie werden Fuchs für einen Monat – und das für relativ wenig Geld. Es ist eigentlich alles wie immer in der Weißwasseraner Eishalle. Die Pucks knallen krachend gegen die Bande. Füchse-Trainer Thomas Popiesch steht mit der Trillerpfeife auf dem Eis, hin und wieder unterbricht er die Übungen, um korrigierend einzugreifen. Wer allerdings genauer hinschaut, entdeckt viele neue und gleichzeitig doch alte Gesichter. Denn neben einigen Profis der Füchse sind in diesen Tagen auch viele Ex-Weißwasseraner in die Heimat zurückgekommen, um hier zu trainieren.
Die Torhüter Sebastian Elwing und Ronny Glaser sowie Sebastian Klenner, Danny Albrecht, Jörg Wartenberg oder Marcel Linke – sie alle nutzen das Angebot des Sommer-Eistrainings im Fuchsbau. «Es ist einfach toll, jetzt schon auf das Eis gehen zu können. Außerdem kommt in dieser Woche meine neue Torwart-Ausrüstung. Die kann ich dann schon einschwitzen für die kommende Saison» , betont Elwing, der noch ein Jahr Vertrag bei den Kassel Huskies hat.
Das Trainingsprogramm hat es trotz des frühen Vorbereitungszeitpunktes schon jetzt in sich. Von Montag bis Freitag wird bis zu sechs Stunden am Tag geschuftet. Los geht es von 9 bis 11 Uhr mit Kraft- und Konditionstraining «an Land» . Von 12 bis 13 Uhr steht eine freiwillige Eiseinheit auf dem Programm. Die zweite Eiseinheit am Abend ist zumindest für die Weißwasseraner Spieler, die in der kommenden Saison im Füchse-Trikot auflaufen werden, Pflicht. «Die Jungs machen super mit» , zieht Popiesch eine erste Zwischenbilanz, um allerdings gleich einzuschränken: «In der ersten Woche sind alle natürlich ganz besonders heiß auf das Eis. Ich hoffe, das Engagement hält auch in der dritten und vierten Woche an.»
In jedem Fall ist es für die Profis ein preisgünstiges Training. Während die aktuellen Füchse-Spieler das Angebot kostenlos nutzen können, müssen die anderen Profis für ein Jahr in den Stammverein ES Weißwasser eintreten, um im Sommer auf das Eis zu dürfen. Zum Jahresbeitrag von 96 Euro kommt während der Trainingszeit noch das wöchentliche «Wäschegeld» von fünf Euro.
Dass er mit Profis aus verschiedenen Vereinen übt, ist für Füchse-Trainer Thomas Popiesch kein Problem. «Wir haben keine Geheimnisse. Außerdem kommt der taktische Feinschliff erst später. Jetzt beschäftigen wir uns mit den Grundelementen des Eishockey» , sagt der Coach, der die Füchse in der vergangenen Saison zum Klassenerhalt in der 2. Bundesliga führte. «Und» , betont Popiesch, «vielleicht überlegt es sich ja der eine oder andere Ex-Weißwasseraner nach den Eindrücken des gemeinsamen Trainings, irgendwann wieder als Spieler hierher zurückzukommen.»
VON FRANK NOACK
Lausitzer Füchse erhalten Lizenz für die 2. Bundesliga
Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser haben gestern die Lizenz für die neue Saison in der 2. Eishockey-Bundesliga erhalten. Als einzige Auflage müssen die Füchse bis zum 28.Juni eine Bürgschaft über 58 000 Euro bei der Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft (ESBG) nachweisen.
Diese Bürgschaft hängt mit einer Änderung im Reglement zusammen. So muss jeder Zweitligist ab der kommenden Saison eine Grundbürgschaft in Höhe von 50 000 Euro erbringen. Mit diesem Geld sollen im Falle der Insolvenz eines Klubs die anderen Vereine für den Ausfall von Heimspielen entschädigt werden. Die restlichen 8000 Euro der Füchse-Bürgschaft beziehen sich auf den Pool zur Nachwuchsförderung. «Diese Bürgschaft haben wir erwartet. Deshalb wurden bereits im Vorfeld der Lizenzerteilung entsprechende Gespräche geführt. Wir werden die Bürgschaft aufbringen könnten» , sagte Füchse-Sprecher Andreas Friebel.
Nach Angaben von ESBG-Geschäftsführer Oliver Seeliger konnte im ersten Anlauf nur 15 der insgesamt 19 Zweit- und Drittligisten die Lizenz erteilt werden. Alle anderen Vereine müssen ihre Unterlagen nachbessern. «Die Unterlagen, die uns von den Clubs eingereicht wurden, waren so lückenhaft und schlecht, dass wir wohl erst Ende Juli wissen werden, wie die Ligen aussehen und nach welchem Modus gespielt wird» , sagte Seeliger der Fachzeitschrift «Eishockey-News» .
Quelle: LR vom 21.Juni 2007
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Stellen Sie sich vor, im Fußball würden sich die Profis von Bayern München, Schalke 04 und des FC Energie Cottbus gemeinsam auf die Saison vorbereiten. Undenkbar! Im Eishockey dagegen nicht. Das Sommer-Eistraining in Weißwasser lockt nicht nur die Profis der Lausitzer Füchse an. Auch Spieler aus anderen Vereinen nehmen das Angebot gerne wahr. Sie werden Fuchs für einen Monat – und das für relativ wenig Geld. Es ist eigentlich alles wie immer in der Weißwasseraner Eishalle. Die Pucks knallen krachend gegen die Bande. Füchse-Trainer Thomas Popiesch steht mit der Trillerpfeife auf dem Eis, hin und wieder unterbricht er die Übungen, um korrigierend einzugreifen. Wer allerdings genauer hinschaut, entdeckt viele neue und gleichzeitig doch alte Gesichter. Denn neben einigen Profis der Füchse sind in diesen Tagen auch viele Ex-Weißwasseraner in die Heimat zurückgekommen, um hier zu trainieren.
Die Torhüter Sebastian Elwing und Ronny Glaser sowie Sebastian Klenner, Danny Albrecht, Jörg Wartenberg oder Marcel Linke – sie alle nutzen das Angebot des Sommer-Eistrainings im Fuchsbau. «Es ist einfach toll, jetzt schon auf das Eis gehen zu können. Außerdem kommt in dieser Woche meine neue Torwart-Ausrüstung. Die kann ich dann schon einschwitzen für die kommende Saison» , betont Elwing, der noch ein Jahr Vertrag bei den Kassel Huskies hat.
Das Trainingsprogramm hat es trotz des frühen Vorbereitungszeitpunktes schon jetzt in sich. Von Montag bis Freitag wird bis zu sechs Stunden am Tag geschuftet. Los geht es von 9 bis 11 Uhr mit Kraft- und Konditionstraining «an Land» . Von 12 bis 13 Uhr steht eine freiwillige Eiseinheit auf dem Programm. Die zweite Eiseinheit am Abend ist zumindest für die Weißwasseraner Spieler, die in der kommenden Saison im Füchse-Trikot auflaufen werden, Pflicht. «Die Jungs machen super mit» , zieht Popiesch eine erste Zwischenbilanz, um allerdings gleich einzuschränken: «In der ersten Woche sind alle natürlich ganz besonders heiß auf das Eis. Ich hoffe, das Engagement hält auch in der dritten und vierten Woche an.»
In jedem Fall ist es für die Profis ein preisgünstiges Training. Während die aktuellen Füchse-Spieler das Angebot kostenlos nutzen können, müssen die anderen Profis für ein Jahr in den Stammverein ES Weißwasser eintreten, um im Sommer auf das Eis zu dürfen. Zum Jahresbeitrag von 96 Euro kommt während der Trainingszeit noch das wöchentliche «Wäschegeld» von fünf Euro.
Dass er mit Profis aus verschiedenen Vereinen übt, ist für Füchse-Trainer Thomas Popiesch kein Problem. «Wir haben keine Geheimnisse. Außerdem kommt der taktische Feinschliff erst später. Jetzt beschäftigen wir uns mit den Grundelementen des Eishockey» , sagt der Coach, der die Füchse in der vergangenen Saison zum Klassenerhalt in der 2. Bundesliga führte. «Und» , betont Popiesch, «vielleicht überlegt es sich ja der eine oder andere Ex-Weißwasseraner nach den Eindrücken des gemeinsamen Trainings, irgendwann wieder als Spieler hierher zurückzukommen.»
VON FRANK NOACK
Lausitzer Füchse erhalten Lizenz für die 2. Bundesliga
Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser haben gestern die Lizenz für die neue Saison in der 2. Eishockey-Bundesliga erhalten. Als einzige Auflage müssen die Füchse bis zum 28.Juni eine Bürgschaft über 58 000 Euro bei der Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft (ESBG) nachweisen.
Diese Bürgschaft hängt mit einer Änderung im Reglement zusammen. So muss jeder Zweitligist ab der kommenden Saison eine Grundbürgschaft in Höhe von 50 000 Euro erbringen. Mit diesem Geld sollen im Falle der Insolvenz eines Klubs die anderen Vereine für den Ausfall von Heimspielen entschädigt werden. Die restlichen 8000 Euro der Füchse-Bürgschaft beziehen sich auf den Pool zur Nachwuchsförderung. «Diese Bürgschaft haben wir erwartet. Deshalb wurden bereits im Vorfeld der Lizenzerteilung entsprechende Gespräche geführt. Wir werden die Bürgschaft aufbringen könnten» , sagte Füchse-Sprecher Andreas Friebel.
Nach Angaben von ESBG-Geschäftsführer Oliver Seeliger konnte im ersten Anlauf nur 15 der insgesamt 19 Zweit- und Drittligisten die Lizenz erteilt werden. Alle anderen Vereine müssen ihre Unterlagen nachbessern. «Die Unterlagen, die uns von den Clubs eingereicht wurden, waren so lückenhaft und schlecht, dass wir wohl erst Ende Juli wissen werden, wie die Ligen aussehen und nach welchem Modus gespielt wird» , sagte Seeliger der Fachzeitschrift «Eishockey-News» .
Quelle: LR vom 21.Juni 2007