Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Experiment bewährt sich
10.07.2007 | 14:55 Uhr von
Eissport-Verein Weißwasser zieht positive Bilanz der Sommereis-Saison
Eishockey im Sommer – was als Experiment gedacht war, wird in den kommenden Jahren voraussichtlich die Regel in Weißwasser werden. Bernard Stefan, Schatzmeister vom Eissport Weißwasser, ist zufrieden mit der ersten Sommereis-Saison, die nach vier Wochen jetzt zu Ende gegangen ist. «Wir hatten eine Auslastung von bis zu 90 Prozent – das ist mehr als wir erwartet haben» , so Stefan. Die Unkosten in Höhe von rund 15 000 Euro seien komplett gedeckt. Das Sommer-Eis könnte also ein echtes Modell für die Zukunft werden.

Punkt 16 Uhr am Sonntag war Schluss, die Kälteanlage in der Weißwasseraner Eishalle wurde abgeschaltet. Seitdem taut das etwa drei Zentimeter dicke Sommereis ab. «Zwei Tage dauert es, bis die Fläche vollständig abgetrocknet ist» , sagt Eismeister Uwe Schiemann. Für die Technik sei das Sommereis eine Herausforderung gewesen. «Bei hohen Temperaturen kann man die Eisbereitung nicht dem Selbstlauf überlassen, sondern muss öfter nachschauen. Die Maschinen kommen bei warmen Temperaturen an ihre Leistungsgrenze» , erklärt er.
Die zahlreichen Nutzer störten diese erschwerten Bedingungen jedoch offenbar nicht. Bernard Stefan ist begeistert. Dass das Eis so gut angenommen werde, damit habe er nicht gerechnet, sagt er. Auch Jürgen Hanke, Leiter der ESW-Geschäftstelle, freut sich über das gute Ergebnis: «Es war die gleiche Auslastung wie im Winter» . Allein 1100 Kinder aus vier Grundschulen und 38 Kindergärten der Region hätten das Angebot genutzt, sagt er.
Im Vorfeld hatte der Verein Schulen und Kindergärten angeschrieben, um auf das Angebot aufmerksam zu machen. Mit Erfolg. Die Kinder kamen bis aus dem Nieskyer und Spremberger Raum. Auch das Hobbyturnier am 30. Juni mit insgesamt fünf Vereinen sei sehr gut angekommen, so Hanke. Doch auch nach Talenten wurde bei Nachwuchs-Sichtungen Ausschau gehalten, betont Bernard Stefan. Füchse-Trainer Thomas Popiesch nutzte ebenfalls die Gelegenheit zum Sommertraining auf Eis. Zwar bietet das Sommereis keine Wettkampfbedingungen – für ein solides Training reicht es jedoch aus.
Auch finanziell ist der ESW nach eigenen Angaben mit dem Experiment zufrieden. «Mit einer 80-prozentigen Kostendeckung hatten wir gerechnet, aber jetzt sieht es so aus, als ob wir sogar ein kleines Plus erwirtschaften konnten» , freut sich Schatzmeister Stefan. Der Verein habe sich wegen der großen Nachfrage sogar zu einer einwöchigen Verlängerung entschlossen – denn eigentlich sollte die Sommereis-Saison bereits am 1. Juli enden. Wenn die Nachfrage im kommenden Jahr wieder ähnlich gut sei, spreche nichts gegen eine Wiederholung, betont Stefan. «Wir wollen schließlich, dass unsere Halle belebt ist.»

Zum Thema Saison-Vorbereitungen
Nach dem Sommereis beginnen bald die Vorbereitungen auf die richtige Eissaison. Sie beginnt am 6. August . Das Eis wird dann etwa vier bis fünf Zentimeter dick sein.
Fünf Tage vorher werden die Kühlaggregate anlaufen. Als erstes wird eine etwa halben Zentimeter dicke Eisschicht aufgetragen. Dann bringe die Berliner Firma Jet-Eis weiße Farbe mit einem Leuchteffekt auf. Im Anschluss werden nach der Farbe und den Markierungen die Werbeschilder ins Eis gebracht.

Von Martina Hanold
und Angelika Brinkop

Quelle: LR vom 10.Juli 2007, Lokalteil WSW
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